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7.3. Rund ums Wohnen

Wohngeld und Wohnberechtigungsschein sind wichtige Instrumente der Sicherung der Wohnungsversorgung für die Menschen, deren Einkommen nicht dafür ausreicht, die Kosten für angemessenes und familiengerechtes Wohnen zu tragen.

Schwerbehinderte Menschen mit speziellen Wohnbedürfnissen können bei baulichen Vorhaben im Rahmen des geltenden Landeswohnraumförderungsprogramms eine Förderung für selbst genutztes Wohneigentum erhalten, soweit nicht ein vorrangiger Leistungsträger, wie zum Beispiel die Pflege- und Krankenversicherung oder die Berufsgenossenschaft, zur Leistung verpflichtet ist.

Die gesetzliche Pflegeversicherung beteiligt sich unter gewissen Voraussetzungen an den Kosten für die Herstellung von Barrierefreiheit. Genauere Auskünfte erteilt die zuständige Pflegekasse, der örtliche Pflegestützpunkt oder die Wohnberatungsstelle. Darüber hinaus kommen Leistungen der Agentur für Arbeit in Betracht, wenn Änderungen außerhalb der Wohnung erforderlich sind, um den Arbeitsplatz erreichen zu können.

Kosten der Beschaffung, der Ausstattung und der Erhaltung einer behindertengerechten Wohnung in angemessenem Umfang erbringen verschiedene Rehabilitationsträger (z.B. Arbeitsverwaltung, Rentenversicherungsträger, Sozialhilfeträger). Nachrangig können Leistungen aus Mitteln der Ausgleichsabgabe beim Integrationsamt beantragt werden. Die im Rahmen der Wohnraumförderungsprogramme des Landes gewährten Fördermittel werden angerechnet.

Hinweis: Es empfiehlt sich, sich frühzeitig mit dem zuständigen Rehabilitationsträger in Verbindung zu setzen. Da dieser in der Regel vorher nicht bekannt sein dürfte, ist es ratsam, mit der gemeinsamen Servicestelle der Rehabilitationsträger Kontakt aufzunehmen. Weitere Auskünfte erteilen die Wohnberatungsstellen. Diese sind bei zahlreichen Landratsämtern eingerichtet.

 

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