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Pressearchiv 2007 - Detailansicht

Landratsamt genehmigt Hochwasserschutz für Riedlingen Planfeststellung erlassen

20.12.2007

Durch einen Begleitplan werden landschaftspflegerische Maßnahmen bestimmt, mit denen Eingriffe in Natur und Landschaft vermieden, vermindert oder ausgeglichen werden.


Bei den genehmigten Hochwasserschutzmaßnahmen in Riedlingen handelt es sich um ein ausgewogenes Konzept zum Schutz der Kernstadt und ihrer Bewohner vor einem hundertjährlichen Hochwasser. Die geplanten Baumaßnahmen bringen Vorteile für alle.

Die Maßnahmen an Donau, Hochwasserkanal und Schwarzach werden vom Land Baden-Württemberg sowie von der Stadt Riedlingen durchgeführt.

Die betroffenen Stadtbereiche werden im Nordwesten durch die ansteigende Talflanke sowie im Südosten durch den vorhandenen Bahndamm begrenzt und umfassen den Stadtbereich entlang der Donau, den Tuchplatz, die Stadtteile O-ber-/Unterried, die Mühlinsel und die Mühlvorstadt.

Dabei wird das Abflussvermögen des Hochwasserkanals durch eine Gewässer-aufweitung innerhalb des Stadtgebietes erhöht. Gleichzeitig wird die Zulaufwas-sermenge zur Schwarzach beim Bemessungshochwasser durch den Einbau einer Schwelle im Bereich der Brücke Kastanienallee vermindert. Zusätzlich sind für den Schutz der betroffenen Stadtteile von Riedlingen örtliche Maßnahmen wie Damm- und Mauererhöhungen, der Neubau von Wänden und Dämmen, mobile Elemente sowie diverse Objektschutzmaßnahmen vorgesehen.

Im Rahmen des Verfahrens wurden gegen die Planung zahlreiche Einwände er-hoben, die mit den Betroffenen erörtert wurden. Teilwiese wurden diese Einwendungen zurückgenommen bzw. konnten ausgeräumt werden. Ein Teil musste allerdings als unbegründet zurückgewiesen werden.

Die meisten Einwendungen bezogen sich auf die Frage einer eventuellen Kos-tenbeteiligung an den Maßnahmen der Stadt Riedlingen, die Frage der Druck-wasserproblematik und der Überleitung von Hochwasser aus der Donau in die Schwarzach.

Das Landratsamt hat klargestellt, dass eine mögliche Kostenbeteiligung nicht Gegenstand dieses Planfeststellungsverfahrens ist und keine Auswirkungen auf die Rechtmäßigkeit dieser Maßnahmen hat. Des Weiteren wurde erläutert, dass diese Hochwasserschutzmaßnahmen zu keiner Verschärfung der Druckwasser-problematik führen und dass weiter eine Reduzierung des Wasserabflusses von der Donau in die Schwarzach erfolgt.