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Pressearchiv 2009 - Detailansicht

Masken, Häs und tausend Narren im Museumsdorf

14.12.2009

Unter dem Motto „Narri, Narro! Die Narren sind los!“ findet am Sonntag, 10. Januar 2010, der 2. Narrentag im Museumsdorf Kürnbach statt.


Gut 1.000 Narren der Vereinigung freier oberschwäbischer Narrenzünfte zeigen von 10 bis 17 Uhr traditionelles Fasnetsbrauchtum aus der Region. In Kürnbach kann man an diesem närrischen Tag aber auch auf die handwerkliche Seite der Fasnet blicken. Maskenschnitzer, Häsmaler und Hässticker lassen sich beim Arbeiten über die Schulter schauen.

Die ganze Fasnet an einem Tag! Mit traditionellen Brauchtumsvorführungen starten die Narren um 11 Uhr. Zur Mittagszeit um 12:30 Uhr setzen sie vor dem historischen Andelfinger Rathaus auf dem Museumsgelände den Narrenbaum auf alte Weise. Der bunte Reigen findet einen Höhepunkt im großen Narrenumzug durch das Museumsdorf ab 13:30 Uhr mit anschließendem närrischem Treiben. Und auf die Kinder warten die Narren mit Bonbons, die die Kleinen mit einem kurzen Sprüchlein erheischen können. Keine Angst, das Museum hilft dabei! Für das leibliche Wohl ist im beheizten Festzelt ebenfalls gesorgt. Ab 16 Uhr wird das Museumsgelände zum Ausklang in das stimmungsvolle Licht des „Feuerzaubers“ getaucht.
Lustig oder gruselig, aber immer individuell sind die Masken der oberschwäbischen Narrenzünfte. Material und Bearbeitung haben ihre Jahrhunderte alte Geheimnisse und um die zu erlernen braucht es eine gute Ausbildung, Talent und viel Erfahrung. Der Holzschnitzer Heinz Steinacher aus Bad Buchau beherrscht das Modellieren sowohl uralter als auch neuerer Maskenformen meisterlich.
Auf ebenso alte Ursprünge blickt die Gestaltung der Häser zurück. Häsmalerin Nicole Leidig aus Bad Buchau und Martin Steinacher aus Herbertingen sowie Hässticker Michael Osdoba aus Aulendorf laden die Besucher ein, sich über die Traditionen, Techniken und modernen Ideen der Häsgestaltung zu informieren.