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Pressemitteilung

Hans-Joachim Seuferlein überreicht 5.000 Euro-Scheck an Landrat Dr. Heiko Schmid

11.12.2012

Der Landkreis Biberach und die AOK Ulm-Biberach arbeiten seit vielen Jahren eng im Bereich der lokalen Suchthilfe zusammen. Auch in diesem Jahr unterstützt die AOK wieder die Arbeit der kommunalen Suchtbeauftragten mit 5.000 Euro. Die Summe fließt zweckgebunden in die Suchtprävention. Insbesondere Projekte gegen den Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen werden damit unterstützt.


Von links: Heike Küfer, Kommunale Suchtbeauftragte im Landkreis Biberach, Petra Alger, Dezernentin für Arbeit, Jugend und Soziales, Hans-Joachim Seuferlein, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Ulm-Biberach, Landrat Dr. Heiko Schmid und Uwe Dietz, Leiter des Sozialen Dienstes der AOK Ulm-Biberach.

Auf den nachhaltigen Erfolg dieser beständigen Zusammenarbeit blickte Hans-Joachim Seuferlein, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Ulm-Biberach, bei der heutigen Scheckübergabe an Landrat Dr. Heiko Schmid zurück. „Eine langfristig angelegte Investition in intensive Suchtprävention lohnt sich ganz offensichtlich, denn im Jahr 2011 gab es in der Region fast 15 Prozent weniger Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren als im Vorjahr. Damit verzeichnen wir erstmals seit vielen Jahren einen Rückgang, und der fällt erfreulich deutlich aus. Solch positive Zahlen sind auch das Ergebnis guter Aufklärungsarbeit. Daher wird sich die AOK Ulm-Biberach auch weiterhin gern im Bereich Suchtprävention in Biberach engagieren.“ Die AOK ist seit 2010 die einzige Krankenkasse, die die Suchtprophylaxe finanziell unterstützt.

„Mit dem Geld, das in die Projekte wie „be smart don’t start“ oder „Halt an“ fließt, können wir die Jugendlichen für die Gefahren von Sucht und Alkoholmissbrauch sensibilisieren. Wir wirken präventiv. Und wenn man den Rückgang der Zahlen sieht, dann stellt sich durchaus auch ein Erfolg ein. Deshalb bin ich der AOK dankbar, dass sie uns in unseren Bemühungen unterstützt“, so Landrat Dr. Heiko Schmid.

Der Leiter des Sozialen Dienstes der AOK Ulm-Biberach Uwe Dietz, der auch Suchtkranke betreut, betonte die Wichtigkeit von Präventionsmaßnahmen: „Vorbeugung steht bei der AOK grundsätzlich im Vordergrund. Gerade bei Suchtproblemen ist es wichtig, rechtzeitig anzusetzen, um Gewohnheiten gar nicht erst entstehen zu lassen. Junge Menschen, deren Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, können durch Alkoholmissbrauch massive Langzeitschäden davontragen.“

Im Jahr 2011 registrierte die AOK Ulm-Biberach 71 Fälle von Kindern und Jugendlichen, die mit schweren Alkoholvergiftungen in Kliniken eingeliefert wurden. Das sind zwölf Personen weniger als im Jahr zuvor. Der Anteil von Mädchen ging von 42 Prozent auf 32,5 Prozent zurück. Das Durchschnittsalter der Patienten blieb bei 17,25 Jahren gegenüber 17,14 Jahren relativ konstant. Die AOK geht davon aus, dass die positive Entwicklung der Zahlen auch im Jahr 2012 anhält.