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Pressemitteilung

Zusammenschluss unterschrieben

19.12.2013

Im Beisein ihrer Stellvertreter und Geschäftsführer unterzeichneten heute (19. Dezember) Landrat Dr. Heiko Schmid in seiner Eigenschaft als Verbandsvorsitzender der Tierkörperbeseitigungsanlage Warthausen (TBA) und Landrat Frank Hämmerle als Verbandsvorsitzender von PROTEC Orsingen den Zusammenschluss zum „Zweckverband Tierische Nebenprodukte Süd-Baden-Württemberg (ZTN Süd)“.


Sitzend von links: Dirk Gaerte, Landrat Landkreis Sigmaringen und Stellvertretender Verbandsvorsitzender PROTEC, Frank Hämmerle, Landrat Landkreis Konstanz und Verbandsvorsitzender PROTEC, Dr. Heiko Schmid, Landrat Landkreis Biberach und Verbandsvorsitzender TBA, Gunter Czisch, Erster Bürgermeister Stadt Ulm und Stellvertretender Verbandsvorsitzender TBA

Der neue Zweckverband ZTN Süd ist damit zuständig für die Beseitigung von Tierkörpern und Schlachtabfällen in 24 Landkreisen und den Stadtkreisen Ulm und Freiburg. Sitz des Zweckverbandes ist Warthausen im Landkreis Biberach. Aus den Tierkörpern und Schlachtabfällen werden unter anderem Fette und Mehle hergestellt, die in chemischen Betrieben verarbeitet oder als Brennstoff in der Zementindustrie verwendet werden.

Die Anlage in Warthausen kann derzeit bis zu 85.000 Tonnen jährlich verarbeiten. Bis dato fallen im Gebiet der TBA rund 60.000 Tonnen jährlich an, bei PROTEC rund 20.000 Tonnen. Es ist vorgesehen, den Verarbeitungsbetrieb in Orsingen bis Ende 2014 einzustellen und in eine Sammelstelle umzuwidmen. Der neue Zweckverband ZTN Süd übernimmt die Beschäftigten des Zweckverbandes PROTEC, soweit sie unmittelbar der Tierkörperbeseitigung zuzuordnen sind. Damit beschäftigt er ab 1. Januar 2014 rund 100 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


Zusammenschluss ist Konsequenz eines zunehmend schwierigen Marktumfeldes

Die Verbandsvorsitzenden Landrat Dr. Heiko Schmid und Landrat Frank Hämmerle bezeichnen den Zusammenschluss als Konsequenz eines zunehmend schwierigen Marktumfeldes. „Als jetzt größter Zweckverband zur Tierkörperbeseitigung in Baden-Württemberg können wir bis zu 85.000 Tonnen Material jährlich verarbeiten. Die Anlage wird besser ausgelastet, Fixkosten langfristig gesenkt und Synergieeffekte generiert“, so die Landräte. Wenn es zu keinen nennenswerten Markteinbrüchen komme und wenn die die Prognosen der Wirtschaftlichkeitsberechnungen eintreffen, kann es auch mittelfristig zu einer Senkung der Umlage kommen, die die Landkreise an den ZTN Süd zahlen.

Hintergrund

Dem Zweckverband TBA Warthausen gehören die Landkreise Alb-Donau-Kreis, Biberach, Böblingen, Calw, Esslingen, Freudenstadt, Göppingen, Heidenheim, Ravensburg, Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen, Zollernalbkreis und der Stadtkreis Ulm an. Er machte im Jahr 2012 einen Jahresumsatz von 11,5 Millionen Euro und erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von rund 85.000 Euro.

Zum Zweckverband PROTEC gehören die Landkreise Bodenseekreis, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Konstanz, Lörrach, Rottweil, Schwarzwald-Baar-Kreis, Sigmaringen, Tuttlingen, Ortenaukreis, Waldshut und der Stadtkreis Freiburg im Breisgau an. Nicht in die Zusammenschlussmasse eingehend ist der Unternehmenszweig „Nahwärmeversorgung“, der nach wie vor beim PROTEC bleibt. Der Jahresumsatz betrug im Jahr 2012 5,1 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag lag bei 1,5 Millionen Euro.