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Energiesparen im Haushalt

Besser Duschen statt Baden

Rund ein Drittel des Trinkwassers wird zum Baden oder Duschen gebraucht.  Die Energiekosten für ein Vollbad sind ungefähr dreimal höher als für das Duschen. Ein 4-Personen-Haushalt kann im Jahr zirka 150 Euro Energie- und Wasserkosten sparen, wenn öfter die Dusche statt der Badewanne benutzt wird.  

 

Kleine Investition mit großer Wirkung

Mit Durchflussbegrenzern lassen sich die Energie- und Wasserkosten um bis zu 35 Prozent senken, ohne dass eine Beeinträchtigung im Komfort spürbar wird. Der Durchflussbegrenzer wird zwischen Armaturenauslauf und Luftsprudler (Perlator) bzw. Brauseschlauch geschraubt (nicht geeignet für Durchlauferhitzer und drucklose Speicher).

 

Richtig Waschen

Etwa 14 Prozent des Trinkwassers werden für die Wäschepflege benötigt. Neue Techniken lassen hier viel Wasser sparen. Die Waschwirkung von Waschmitteln ist heute so gut, dass Ihre Kochwäsche auch bei 60°C sauber wird. Nutzen Sie die Füllmenge der Waschmaschine immer optimal aus und verzichten Sie bei normal verschmutzter Wäsche auf den Vorwaschgang. Wenn Sie zusätzlich Buntwäsche bei 30 bis 40°C waschen, können Sie im Jahr zirka 200 Kilowattstunden Strom, 5.000 Liter Wasser und 16 Kilogramm Waschmittel sparen.  

 

Mit Geschirrspüler sparen

Moderne Geschirrspüler benötigen heute nur noch gerade mal 13 Liter Wasser, um bis zu 14 Maßgedecke sauber zu spülen. Das ist etwa die Hälfte dessen, was für das Spülen von Hand benötigt wird. So sparen Sie also nicht nur jede Menge Wasser, sondern auch noch bis zu 50 Prozent Energie. Grundsätzlich gilt, nie das Geschirr unter fließendem Wasser spülen, den Geschirrspüler immer vollbeladen laufen lassen.

 

Achtung beim Gerätekauf

Bei der Neuanschaffung von Haushaltsgeräten lohnt es sich, auf die Energieeffizienz der Geräte zu achten. Kaufen Sie keine Geräte, die nicht mindestens der Energieeffizienzklasse A angehören – auch dann nicht, wenn ein vermeintlich günstiger Kaufpreis lockt. Für Kühl- und Gefriergeräte existieren zusätzlich die Klassen A+ und A++. Diese Geräte verbrauchen 25 bis 45 % weniger Energie als vergleichbare Kühl- und Gefriergeräte der Klasse A.

 

Kühlen mit System

Öffnen Sie die Tür des Kühlschranks nur so kurz wie nötig, denn eindringende warme Luft führt leicht zur Eisbildung und damit zur Erhöhung des Stromverbrauchs. Kontrollieren Sie auch regelmäßig die Temperatureinstellung. Im Kühlschrank sind 7°C vollkommen ausreichend. Für Gefriergeräte reicht eine Temperatur von -18°C. Jedes Grad kühler kostet Sie 10 Prozent mehr Energie.

 

Kochen mit Köpfchen

Achten Sie darauf, dass Topf und Heizplatte im Durchmesser übereinstimmen, damit die Wärme optimal genutzt wird. Energiesparende Töpfe haben zudem ebene Böden und gut sitzende Deckel. Im Vergleich zu einem gewölbten Boden spart der ebene Topf 15 Prozent Energie. Wer konsequent den Deckel auf dem Topf lässt, kann weitere 60 Prozent sparen.

 

Mehr Licht für weniger Energie

Herkömmliche Glühlampen wandeln nur zirka 5 Prozent der eingesetzten Energie in Licht um, der Rest wird als Wärme abgegeben. Energiesparlampen verbrauchen bei gleicher Lichtleistung etwa 80 Prozent weniger Strom als die herkömmlichen Glühlampen und haben eine acht- bis zehnmal so lange Lebensdauer. Die etwas höheren Anschaffungskosten für die Energiesparlampe im Vergleich zur konventionellen „Glühbirne“ rechnen sich schon nach zirka 1.000 Benutzungsstunden.

 

Stopp dem Stromklau

Viele Geräte befinden sich tagein, tagaus im „Stand-by“-Modus und verbrauchen auch dann noch Strom, wenn sie eigentlich nicht gebraucht werden. In einem 4-Personen-Haushalt kommen so im Jahr knapp 100 Euro zusammen. Eine schaltbare Steckerleiste ist hier schon Gold wert. Für Komfortbewusste gibt es unterschiedliche Vorschaltgeräte, die die angeschlossenen Geräte automatisch bei Nichtbenutzung vom Netz trennen. 

 

Wohnungsreinigung:

Drei Prozent des Trinkwassers entfallen auf die Wohnungsreinigung. Da Wohnungshygiene sein muss, ist hier zu beachten, dass umweltverträgliche Reinigungsmittel in vernünftiger Dosierung zum Einsatz kommen. Leider steigt der Verbrauch an Putz- und Pflegemitteln ständig. Sie geben umweltschädliche Chemikalien an das Abwasser.

 

Tropfende Wasserhähne:

Sie sind reine Wasserverschwender. Ein Tropfen pro Sekunde bedeutet einen Verbrauch von 0,7 Litern pro Stunde (das sind 16,8 Liter pro Tag und 6,132 Kubikmeter pro Jahr). Ein dünnes Rinnsal, das fortwährend durch die Toilette läuft, kann sich auf vier Liter pro Stunde summieren, das sind 96 Liter pro Tag.

Weiterführende Informationen

Energieagentur Biberach

European Energy Award