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Aufforstungen

Aufforstungen in der offenen Landschaft sind nach dem Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz (LLG) genehmigungspflichtig.

Im Genehmigungsverfahren wird überprüft (§ 25 Abs. 2 LLG), ob

  1. Erfordernisse der Raumordnung und Landesplanung der Aufforstung entgegenstehen,
  2. durch die Aufforstung die Verbesserung der Agrarstruktur behindert oder die Ertragsfähigkeit benachbarter Grundstücke erheblich gemindert würde,
  3. der Naturhaushalt, die Lebensstätten von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, naturschutzfachlich hochwertiges Dauergrünland oder das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigt würden,
  4. die Aufforstung den konkretisierten Zielvorstellungen der Gemeinde über die Entwicklung des Gemeindegebiets widerspricht oder
  5. die Aufforstung geeignet ist, die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs oder der Sicherheit von Gebäuden und deren Bewohner nachhaltig zu gefährden.

Außerdem dürfen weitergehende naturschutzrechtliche Bestimmungen nicht entgegen stehen (z.B. geschützte Biotope, Verbote in Natur- und Landschaftsschutzgebieten).

Bei einer Aufforstungsgenehmigung bleiben die Vorschriften des Gesetzes über das Nachbarschaftsrecht unberührt. Gemäß dem Nachbarrechtsgesetz ist mit Waldungen ein Abstand von 8 m und in erklärten Waldlagen ein Abstand von 4 m von der Grenze einzuhalten. Der vom Baumwuchs freizuhaltende Streifen kann bis auf 2 m (1m) Abstand von der Grenze mit Gehölzen bis zu 4 m (2 m) Höhe bepflanzt werden.

Aufforstungsanträge sind über die Gemeinde bei der Genehmigungsbehörde, dem Landwirtschaftsamt, einzureichen. Die Genehmigung ergeht im Einvernehmen mit der Gemeinde, dem zuständigen Forstamt und der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt.

Weihnachtsbaumkulturen, Kurzumtriebsplantage (§ 25a LLG)

Es gilt dasselbe Genehmigungsverfahren wie für Aufforstungen. 

Genehmigungsfrei aber anzeigepflichtig sind: 

  • Weihnachtsbaumkulturen, Schmuck und Zierreisigkulturen von bis zu 20 ar und bis zu einer Höhe von 3 m, bei Zierreisig bis zu 6 m
  • Kurzumtriebsplantagen von bis zu 20 ar

Eine Anzeige muss vor der Anpflanzung erfolgen, da z.B. Gründe des Naturschutzes entgegen stehen können. Zudem ist die 20 ar-Grenze betriebsbezogen und nicht grundstücksbezogen anzuwenden!

Antrags- und Anzeigeformulare können über das Formulare Center heruntergeladen werden. 

Rechtsgrundlage ist das Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz  (LLG).

Ansprechpartner

Gerd Romer
Telefon 07351 52-6740
Telefax 07351 52-50397

gerd.romer(at)biberach.de

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