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Pressemitteilung

Zehn Jahre Jobcenter

22.12.2014

Bereits zehn Jahre ist es jetzt her, dass die damalige Sozialhilfe und die Arbeitslosenhilfe zur „Grundsicherung für Arbeitssuchende“, kurz: Arbeitslosengeld II oder Hartz IV, zusammengefasst wurde. Und seit zehn Jahren wird diese Leistung im Jobcenter des Landratsamtes ohne die Beteiligung der Arbeitsagentur bearbeitet. Das Jobcenter, die ganzheitliche Betreuung der Langzeitarbeitslosen, so Landrat Dr. Heiko Schmid im Rückblick vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sei eine Erfolgsgeschichte.


Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters im Landratsamt Biberach

„Sie bewegten in diesen zehn Jahren rund 200 Millionen Euro, führten 90.000 Beratungsgespräche. Lag die Zahl der betreuten Arbeitslosen 2005 noch bei 3.162 Personen, so sind es heute knapp über 1.000. Sie haben in zehn Jahren annähernd 10.000 Menschen in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis oder in einer Ausbildung gebracht. Da kann man dann schon von einer Erfolgsgeschichte sprechen“, so der Landrat.

Petra Alger, Sozialdezernentin, erinnerte an die Anfänge als so genannte Optionskommune, eine von 69 bundesweit. „Klar war, es geht am 1. Januar 2005 los. Innerhalb von wenigen Wochen musste eine komplett neue Organisation im Landratsamt auf die Beine gestellt werden. Die notwendigen Stellen dafür schrieben wir bundesweit aus, 800 Bewerbungen gingen ein und die anschließenden 80 Bewerbungsgespräche führten wir von Donnerstag bis Samstag. 60 Prozent der Mitarbeiter sind von Anbeginn dabei und das trotz der hohen Arbeitsbelastung in diesem Bereich“, sagt eine sichtlich stolze Sozialdezernentin. Die erste Bewährungsprobe bestand das Jobcenter als zum 1. Januar 2005 alle Leistungsempfänger ihr Geld auf dem Konto hatten.

Sehr schnell wurden die bezogenen Räumlichkeiten im Landratsamt zu eng. Der Umzug in das Landratsamt am Wielandpark (ehemaliges Kaufhaus X) brachte 2007 die notwendige räumliche Entspannung und die Möglichkeit einer Hilfegewährung nicht nur aus „einer Hand“, sondern auch „unter einem Dach“.

2010 legte der Bundesgesetzgeber fest, die ursprünglich auf sechs Jahre befristete Aufgabenübertragung in eine unbefristete zu übertragen. Im Wettbewerb der Organisationen hatte die alleinige Verantwortung der Stadt- und Landkreise überzeugt, worauf die bisher bundesweiten 69 Optionskommunen auf 110 Optionskommunen aufgestockt wurden.

„Es war vor zehn Jahren die richtige Entscheidung des Kreistages, diese Aufgabe in alleiniger Zuständigkeit zu übernehmen. Wir würden es heute wieder so machen“ so Landrat Dr. Heiko Schmid und Sozialdezernentin Petra Alger übereinstimmend.