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Pressemitteilung

Allergenkennzeichnung meisterlich umgesetzt

08.12.2015

Karina Kekeisen aus Mittelbuch im Landkreis Biberach ist eine von 44 Meisterinnen und Meistern der Haus- und Landwirtschaft, die kürzlich in einer Feierstunde im „Haus am Stadtsee“ in Bad Waldsee ihre Meisterbriefe von Regierungspräsident Dr. Jörg Schmidt erhielten. In den Fachschulen in Ravensburg, Bad Waldsee und Biberach wurden die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer auf die Herausforderungen vorbereitet.


Aus der Hand von Regierungspräsident Dr. Jörg Schmidt erhielt Karina Kekeisen den Meisterbrief in der Hauswirtschaft und wurde als Jahrgangsbeste geehrt

Eine Auszeichnung als Jahrgangsbeste erreichte Karina Kekeisen. Sie schloss den Meistertitel in der Hauswirtschaft mit sehr guten Ergebnissen ab. Zwei Jahre lang besuchte sie je zwei Tage in der Woche berufsbegleitend die Fachschule für Landwirtschaft mit der Fachrichtung Hauswirtschaft. Neben der Fachschule arbeitete sie als hauswirtschaftliche Fachkraft im Jugendhaus St. Norbert in Rot a.d. Rot mit einem Stellenumfang von 75 Prozent. Für ihr Arbeitsprojekt im Rahmen der Meisterprüfung nahm sie im Betrieb das noch ausstehende Allergenmanagement in Angriff und baute dieses auf. Ein anspruchsvolles Vorhaben, das bereitgefächertes Fachwissen, Eigeninitiative, aber auch Zusammenarbeit mit dem Betrieb sowie Präsentationsgeschick und ein halbes Jahr intensive Arbeit erforderte.

Karina Kekeisens Auftrag bestand darin, für den Betrieb mit Außerhausverpflegung, deren Mitarbeiter und Gäste eine praktikable Lösung zu finden. Dazu beschaffte sie die Produktdatenblätter der zugelieferten Lebensmittel, erfasste die eigenen Rezepturen hinsichtlich der Allergene und baute eine Rezeptkartei auf. Auf diese können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun bei Nachfragen eines Gastes zurückgreifen.

Außerdem erstellte sie ein zirka 40-seitiges Handbuch zu Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten mit Handlungsempfehlungen. Dort ist anschaulich und allgemeinverständlich dargestellt, was zu beachten ist, wenn  beispielsweise ein Tagungsteilnehmer eine Laktoseintoleranz angibt. Sie erfasste die einzelnen Krankheitsbilder im Hinblick auf ernährungsrelevante Informationen und stellte sie zu einem Handlungsleitfaden zusammen. Ebenfalls stellte sie einen Notfallplan für eine allergische Reaktion auf. In Abstimmung mit der Hausleitung führte sie ihre Kolleginnen und Kollegen der Bereiche Küche und Service mit einem Schulungsvortrag in das Allergenmanagement ein. Sogar den Besuch der Lebensmittelüberwachung hat sie bereits erfolgreich hinter sich gebracht.

In einer PowerPoint-Präsentation vor dem Prüfungsausschuss stellte Karina Keckeisen ihre anspruchsvolle Arbeit und die Ergebnisse überzeugend vor und erhielt die Note 1,0. Ihre Freude ist groß, dass sie die Meisterprüfung so erfolgreich abgeschlossen hat. Nun verfügt sie mit dem Meistertitel über neue Zukunftsperspektiven. Denkbar sind für sie  Leitungs- wie auch Führungsaufgaben in der Hauswirtschaft. Möglich scheint ihr auch, für Betriebe Allergenschulungen anzubieten, um ihnen das von ihr entworfene Allergenhandbuch vorzustellen.