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Spätaussiedler

Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler sind deutsche Volkszugehörige aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion und den anderen früheren Ostblockstaaten, die im Wege eines speziellen Aufnahmeverfahrens ihren Aufenthalt in Deutschland begründet haben.

Die Aufnahme der Personen, die wegen ihrer deutschen Volkszugehörigkeit auch heute noch von den Folgen des Zweiten Weltkrieges und seinen Nebenwirkungen betroffen sind, ist im Bundesvertriebenengesetz (BVFG) geregelt.

Baden-Württemberg muss nach einem Verteilungsschlüssel 12,2 Prozent aller Spätaussiedler in Deutschland aufnehmen. Das Land weist von der Landesaufnahmestelle Baden-Württemberg in Empfingen nach festgelegten Quoten, die sich nach Einwohner und Fläche bemessen, an die Stadt- und Landkreise Spätaussiedler zu. Für den Landkreis Biberach liegt diese Quote bei 2,8 Prozent.

Um die Hilfsangebote für Spätaussiedler zu koordinieren existiert seit 1989 ein kommunales Netzwerk im Landkreis Biberach. Ihm gehören an: Landratsamt, Kommunen, Polizei, Schulamt, Arbeitsamt sowie die Kirchen, Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, Christliches Jugenddorfwerk, die Landsmannschaften und ehrenamtliche Betreuer in den Gemeinden. Die Aufgabe besteht in der Unterstützung der Aussiedler bei der Eingliederung in die einheimische Gesellschaft.
 
 
Die Hilfen erstrecken sich auf alle Lebensbereiche wie z. B.

  • Informationen über behördliche Zuständigkeiten
  • Beratung in Fragen der wirtschaftlichen und sozialen Absicherung
  • Angebote im Bildungs-, Kultur- und Freizeitbereich
  • Hilfen bei der Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen aus dem Herkunftsland
  • Hilfen bei der Suche nach Arbeitsplatz und Wohnung

Informieren Sie sich in den unten stehenden Verfahren über die Voraussetzungen zur Aufnahme, Integrationskurse und Sprachfördermaßnahmen.

Kontakt

Sabrina Frik
Sekretariat

Telefon 07351 52-7399
Telefax 07351 52-5510

sabrina.frik(at)biberach.de