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Pressemitteilung

Ressourcentag schafft Bewusstsein bei Geflüchteten

20.12.2016

Sparsam mit Wasser und Energie umzugehen und Abfälle richtig zu trennen – warum das wichtig ist und wie das geht, wird jungen Geflüchteten bundesweit mit dem Projekt „Ressourcentag“ vermittelt. Im Modellprojekt der ANU – Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Bundesverband e.V. (ANU) wird den Geflüchteten in eintägigen Schulungen Hintergrundwissen zum Thema vermittelt und eine Orientierungshilfe für den Alltag gegeben.


Die Geflüchteten lernen beim Ressourcentag den sparsamen Umgang mit Ressourcen sowie die Mülltrennung kennen

Einer der bundesweit 100 geplanten Projekttage fand kürzlich in der Gemeinschaftsunterkunft in der Bahnhofstraße in Biberach statt. Beim „Ressourcentag“, den die ANU zusammen mit der Flüchtlingsbeauftragten Simone Bleichner und den Sozialarbeitern des Landratsamts Biberach organisierte, lernten die asylsuchenden Menschen Möglichkeiten zum verantwortungsbewussten Umgang mit den Ressourcen Wasser, Energie und Abfall kennen. Zielgruppe des Projekts sind Geflüchtete zwischen 18 und 30 Jahren mit „Bleibeperspektive“ in Deutschland.

Manchen Geflüchteten ist nicht bewusst, dass der Schutz von Ressourcen in Deutschland einen hohen Stellenwert einnimmt. Auf den ersten Blick erscheint es als Land des Überflusses, in dem Sparen nicht notwendig ist. Auch der Umgang mit Abfällen in den Unterkünften ist sehr unterschiedlich: „Die Gewohnheiten, Müll zu entsorgen, reichen weltweit von einfach auf die Straße werfen, wilden Müllkippen bis hin zum akkuraten Ausspülen leerer Joghurtbecher. Die prallen in den Unterkünften alle aufeinander“, so Doris Nebel, die als Trainerin die Schulungen in Unterkünften durchführt.

Handlungswissen stärken
In den Schulungen wird praxisnahes Wissen, wie beispielsweise der Unterschied zwischen Dauer- und Stoßlüften, vermittelt. Trainerin Doris Nebel erläutert ebenso, dass sich ressourcenschonendes Verhalten, wie Gas- und Stromsparen, auch auf den Geldbeutel auswirkt.

Hintergrund
Projektträger ist die ANU – Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Bundesverband e.V. mit den Projektpartnern und Initiatoren Energieagentur Unterfranken e.V., Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern e.V. und dem Ausländeramt des Landkreises Fürstenfeldbruck. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium des Inneren in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.