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Was müssen Geflügelhalter beachten?

Die weiteren Kontrollaufgaben bleiben für die Geflügelhalter erhalten. Jeder Hühnerhalter ist verpflichtet, seine Tiere beim Veterinäramt zu melden. Die Verpflichtung besteht auch für die Halter von Enten, Gänsen, Puten, Wachteln, Perlhühnern, Rebhühnern und Straußenvögeln. Die Registrierung ist kostenfrei und dient lediglich dazu, dass im Seuchenfall die Informationen über die Tierhaltungen sofort verfügbar sind.

Alle Geflügelhalter müssen sich vollständig umziehen und gesondertes Schuhwerk oder Stiefel anziehen, bevor sie Stallungen oder überdachte Ausläufe betreten. Am Zugang werden Wannen mit einer gegen Viren wirksamen Desinfektionsmittellösung aufgestellt, in denen man vor dem Zutritt in den Stall die Stiefel desinfiziert. Eine Vorrichtung zum Händewaschen ist ebenfalls wichtig. Fahrzeuge und Behältnisse, mit denen Geflügel transportiert wird, müssen ebenfalls nach jedem Transport vollständig gereinigt und desinfiziert werden.

Auffälligkeiten von Tieren sofort melden und Buch über Tierverluste
Es ist besonders wichtig, dass Geflügelhalter ihre Tierbestände genau beobachten und Auffälligkeiten sofort dem Veterinäramt melden. Ein deutlicher Rückgang der Legeleistung zum Beispiel oder vermehrte Todesfälle können ein erstes Indiz für eine Infektion mit der Vogelgrippe sein. Damit man derartige Änderungen besser erkennt, muss ab sofort in allen Geflügelbeständen Buch über die Tierverluste geführt werden, für Bestände mit mehr als zehn Legehennen muss auch die tägliche Legeleistung dokumentiert werden.

Vorbeugemaßnahmen ernst nehmen
Es ist von großer Bedeutung, dass diese Vorbeugemaßnahmen ernst genommen werden. Wenn nicht, sind erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen für die Region zu befürchten, wenn die Vogelgrippe in einen Geflügelbestand verschleppt wird, denn im Landkreis sind 1.400 größere und kleine Geflügelhaltungen mit insgesamt etwa 460.000 Hühnern, Puten, Enten und Gänsen registriert.