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Bau eines Wildgeheges

Wenn Sie Dam-, Rot-, Sika- oder Muffelwild als Nutztiere halten möchten, müssen Sie Bau und Standort des Wildgeheges bei dem örtlich zuständigen Landratsamt beziehungsweise der Stadtverwaltung anzeigen. Die nachfolgenden Angaben beziehen sich auf diese Art von Wildgehegen.

Hinweis: Für Gehege im Wald gibt es eigene Vorschriften: Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum über die Errichtung und Erweiterung von Gehegen im Wald (VwV Gehege).

Zuständigkeit

die unteren Verwaltungsbehörden

Untere Verwaltungsbehörde ist,

  • wenn Sie in einem Stadtkreis wohnen: die Stadtverwaltung
  • wenn Sie in einem Landkreis wohnen: das Landratsamt

Voraussetzungen

Sie müssen die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nachweisen.

Das Gehege muss

  • für mindestens fünf erwachsene Tiere ausgelegt sein,
  • mindestens einen Hektar, bei Rotwildgehegen mindestens zwei Hektar, bei Mischgehegen mindestens drei Hektar groß sein,
  • mit einem Zaun umgegeben sein, der für Damwild mindestens 1,80 Meter, für Rotwild mindestens zwei Meter hoch ist,
  • über ein Absperrgehege verfügen, damit einzelne Tiere für kurze Zeit von der Herde getrennt werden können,
  • für Kälber die Möglichkeit bieten, sich in den ersten Lebenswochen zu verstecken (sogenannte "Kälberschlupfe").

Außerdem muss ein Gehege ausgestattet sein mit

  • Sicht- und Witterungsschutz,
  • ausreichend Fütterungs- und Tränkeeinrichtungen für alle Tiere,
  • einer Fangeinrichtung,
  • einer Suhle (bei Rotwildhaltung) und
  • entsprechendem Bodenbelag für einen artgemäßen Klauenabrieb.

Hinweis: Bei optimalen Bedingungen können Sie bis zu zehn erwachsene Tiere mit Nachzucht (bei Rotwild fünf erwachsene Tiere mit Nachzucht) auf einem Hektar halten.

Ablauf

Sie müssen die nutztierartige Haltung von Wild der zuständigen Stelle anzeigen.

Die Anzeige muss folgende Angaben enthalten:

  • Art, Zahl und Geschlecht der Tiere
  • die für die Tierhaltung verantwortliche Person
  • Sachkunde der verantwortlichen Person
  • Gehegegröße und -ausgestaltung

Hinweis: Eine naturschutzrechtliche Genehmigung ist nicht erforderlich.

Zuständiges Amt

Kreisveterinäramt

Kontakt

Zentrale Anlaufstelle

Telefon 07351 52-6180
Telefax 07351 52-6186

vetamt(at)biberach.de

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8 - 12 Uhr, 14 - 16 Uhr

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