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Eröffnungsbilanz

Erstmals in der Geschichte des Landkreises hat ein Projektteam der Landkreisverwaltung unter der Leitung von Kämmereiamtsleiter Holger Adler das komplette Vermögen des Landkreises erfasst und bewertet. Die Mitglieder des Kreistags sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich damit ein umfassendes Bild über die Vermögenslage des Landkreises machen.

Mit der Eröffnungsbilanz hat der Landkreis einen wichtigen Meilenstein im Projekt zur Einführung des Neuen Kommunalen Haushaltsrechts erreicht. Die Eröffnungsbilanz wurde am 19. März im Verwaltungs- und Finanzausschuss vorberaten und am 26. März durch den Kreistag beschlossen.

Der Landkreis Biberach hat ein Bilanzvolumen von 239 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote beträgt 81 Prozent. Mit 3,39 Millionen Kreditverbindlichkeiten hat er einen der niedrigsten Schuldenstände unter den Kreisen in Baden-Württemberg. Die bebauten Grundstücke sind 82 Millionen wert. Dazu zählen unter anderem die Schulgebäude des Kreises mit 56,6 Millionen Euro aber auch die Dienst- und Verwaltungsgebäude mit 16,9 Millionen Euro. Die 550 Kilometer Kreisstraßen haben zusammen mit den Brücken und Unterführungen einen Vermögenswert von 58,6 Millionen Euro.

Die komplette Umstellung des Rechnungswesens und die Erstellung der Eröffnungsbilanz war für die gesamte Verwaltung eine enorme Herausforderung. Mit dem neuen Haushaltsrecht wird die Transparenz und Aussagekraft der Haushaltspläne und Jahresabschlüsse deutlich verbessert.

Hintergrund
Vor drei Jahren hat der Kreistag die Einführung des an kaufmännischen Regeln orientierten Neuen Kommunalen Haushaltsrechts (NKHR) beschlossen. Zur Umstellung auf das neue Rechnungswesen sind alle baden-württembergischen Landkreise, Städte und Gemeinden spätestens ab dem Jahr 2020 verpflichtet. Der Landkreis Biberach entschied sich nach umfangreichen Vorplanungen zu einem frühzeitigen Umstieg auf das neue Recht. Bis zum 31.Dezember 2011 buchte der Kreis noch nach der Kameralistik, eine Ausgaben- und Einnahmebetrachtung ohne dabei die die Abschreibungen zu berücksichtigen.