KOMM - Kommunaler Präventionspakt im Landkreis Biberach
Was ist KOMM ?
Seit 2008 besteht der Kommunale Präventionspakt des Landkreises Biberach - KOMM, der sich drei wesentliche Themenbereiche zum Auftrag gemacht hat: Suchtprävention, Gewaltprävention und Jugendschutz. Dieser Kommunale Präventionspakt wurde zwischen dem Landkreis, den Städten und Gemeinden, der Polizeidirektion und der Caritas geschlossen. Es geht dabei um gemeinschaftliches Handeln verschiedener Kompetenzen. Wichtige Kooperationspartner sind neben den oben genannten die Kreiskliniken, die Zentren für Psychiatrie Südwürttemberg sowie das Staatliche Schulamt Biberach.
Es ist uns ein Anliegen, die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Mit einer Vielzahl von Aktivitäten werden Jugendschutz, Suchtprävention und Gewaltprävention in den Mittelpunkt gerückt mit dem Ziel, diese Themen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen, dafür zu sensibilisieren und die Kenntnis darüber zu steigern.
Initiative "Keine Bildschirmgeräte in Kinderzimmern"
Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), untersucht seit Jahren die Frage, was Kinder und Jugendliche ins Abseits bringt, was sie in den sozialen oder auch in den schulischen Misserfolg treibt. Eine seiner Thesen lautet, dass Computerspiele sich negativ auf Schulnoten auswirken und dass insbesondere Jungen gefährdet sind. Prof. Dr. Pfeiffer kann seine Aussagen durch aktuelle Forschungsergebnisse belegen und plädiert für ein attraktives Freizeitprogramm für Kinder und Jugendliche.
Ausgehend von den Landkreisen Biberach, Reutlingen und der Stadt Biberach, die bereits seit einigen Jahren mit der Aktion „Bildschirme raus aus Kinderzimmern“ mit Prof. Dr. Pfeiffer zusammenarbeitet, möchte er eine bundesweite Aktion starten. Zum einen geht es darum, Eltern, Schulen, Kindergärten und in der Jugendarbeit Verantwortliche auf die Problematik hinzuweisen und zu sensibilisieren, zum anderen möchte Prof. Dr. Pfeiffer die Verantwortlichen konkret dazu auffordern, attraktive Angebote in der Nachmittagsbetreuung anzubieten und bei Kindern und Jugendlichen die „Lust auf Leben“ zu wecken.
Die Lenkungsgruppe Kommunale Kriminalprävention (KKP) hat eine Arbeitsgruppe beauftragt, eine Mustergestattung sowie aktuelle Empfehlungen und Hinweise für Veranstalter zu erarbeiten. Die in der Arbeitsgruppe erarbeitete und abgestimmte Mustergestattung sowie eine Checkliste für Veranstalter finden Sie untenstehend zum download.
Die Mustergestattung ist eine Empfehlung. Die Empfehlungen gehen zum Teil über das gesetzlich Mögliche hinaus und können den Veranstaltern nicht vorgeschrieben werden, sind aber im Wege einer freiwilligen Selbstverpflichtung und eines verbesserten Jugendschutzes wünschenswert.
In der Arbeitsgruppe waren Vertreter der Polizeireviere Laupheim, Riedlingen, Biberach sowie Frau Jerg, Stadt Laupheim, Herr Fischer, Stadt Riedlingen vertreten. Sie stehen für Fragen gerne zu Verfügung, ebenso das Ordnungsamt und das Kreisjugendreferat des Landratsamtes.