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Kreishaushalt 2011

Die letzten Haushaltsjahre waren gekennzeichnet von hoher Wirtschaftskraft und Stabilität. Die Finanz- und nachfolgend die Wirtschaftskrise haben die Unternehmen und die kommunalen Haushalte erschüttert und führten zu einer drastisch veränderten Ausgangssituation für den Haushalt 2011. Den sinkenden Einnahmen stehen weiterhin steigende Ausgaben, insbesondere im Bereich der sozialen Sicherung, gegenüber.

Der Landkreis hat die guten Haushaltsjahre dazu genutzt, wichtige Infrastrukturmaßnahmen (Neubau und Sanierung von Schul- und Verwaltungsgebäuden, Verkehrsprojekte) voranzubringen und größtenteils abzuschließen. Damit wurden wichtige Meilensteine erreicht. Daneben wurde die ohnehin geringe Verschuldung weiter zurückgeführt und Rücklagen angesammelt, um laufende Projekte abschließen zu können und eine Anschubfinanzierung für anstehende Projekte geben zu können.

Des Weiteren wurden die Konjunkturpakete von Bund und Land genutzt, um Investitionen vorzuziehen und die energetische Sanierung von Gebäuden voranzubringen. Flankiert wurde dies durch Sparmaßnahmen, die sich durch den gesamten Kreishaushalt ziehen. Die Gesamtheit dieser Maßnahmen und Entwicklungen führt dazu, dass der Landkreis unter aktuell schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen den Spagat zwischen Aufgabenerfüllung und Finanzausstattung bewältigen kann.

Eine weitere Zeitenwende steht mit der Umstellung des Haushaltswesens von der althergebrachten Kameralistik auf einen doppischen Haushalt an. Der Kreishaushalt 2011 ist der letzte „kamerale“ Haushalt. Mit der Reform des kommunalen Haushaltsrecht wird die bestehende, am Geldverbrauch orientierte Haushaltswirtschaft des Landkreises in der Rechnungsform der Verwaltungsbuchführung (sog. Kameralistik) durch ein ressourcenorientierte Haushaltwirtschaft in Form der doppelten Buchführung (kommunale Doppik) ersetzt. Dem neuen Rechnungskonzept liegt das Prinzip der intergenerativen Gerechtigkeit zugrunde, wonach jede Generation die von ihr verbrauchten Ressourcen mittels Entgelten und Abgaben wieder ersetzen soll, um nicht künftige Generationen damit zu belasten.

Wichtigste Kennzahlen des Kreishaushalts 2011:

Haushaltsvolumen:

Kernhaushalt:

Verwaltungshaushalt:

186.693.843 €

Vermögenshaushalt:

16.331.093 €

 

Eigenbetrieb "Immobilien der

Erfolgsplan:

7.177.600 €

Kreiskliniken"

Vermögensplan:

7.421.600 €

 

Abfallwirtschaftsbetrieb:

Erfolgsplan:

14.912.818 €

Vermögensplan:

16.234.478 €

 

Kernhaushalt:

Kreisumlagehebesatz:

28,40 % (unverändert)

Kreisumlageaufkommen:

55.119.932 €

Ausgaben für Soziale Sicherung: 

99.567.743 €

Zuführung an Vermögenshaushalt: 

4.464.193 €

Nettoinvestitionsrate (Zuführung abzgl. Tilgung):

4.025.600 €

Kreditermächtigung:

0 €

 

Investitionen:

Kernhaushalt:

15.600.200 €

davon für Kreisschulen:

4.694.000 €

für Kreisstraßen:

7.260.000 €

Eigenbetrieb „Immobilien der Kreiskliniken“:

615.000 €

Abfallwirtschaftsbetrieb:

995.000 €

Investitionen gesamt: 

17.210.200 €

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Kreiskämmerei

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Kreishaushalt 2011