Kreishaushalt 2018

Landrat Dr. Heiko Schmid hat am 8. November 2017 in einer ersten Lesung den Mitgliedern des Biberacher Kreistags den Entwurf des Haushaltsplan für das kommende Jahr vorgestellt. Das Volumen beträgt annähernd 250 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Sozialhaushalt 154 Millionen Euro. Innerhalb des Sozialhaushaltes ist die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen mit rund 37,7 Millionen Euro der größte Posten. Für die Integration der 3.500 im Landkreis lebenden Flüchtlinge plant die Landkreisverwaltung mit 20 bis 25 Integrationsmanagern, die das Land Baden-Württemberg bezuschusst. Sie sollen in den 45 Städten und Gemeinden vor Ort als Ansprechpartner dienen. 

Ein weiterer Schwerpunkt soll der Breitbandausbau im Landkreis sein. Dafür will der Kreis zwei weitere Stellen schaffen und allein im kommenden Jahr 4,1 Millionen Euro für die digitale Infrastruktur ausgeben. Für den Ausbau des Backbonenetzes, also die schnellen Verbindungen zwischen den Städten und Gemeinden, sieht die Finanzplanung in den Jahren 2019 bis 2021 weitere Mittel in Höhe von annähernd 20 Millionen Euro vor. 

Senkung des Kreisumlagehebesatzes vorgeschlagen 
Landrat Dr. Schmid schlägt vor, den Hebesatz der Kreisumlage von 28 auf 27 Prozentpunkte zu senken. Der Hebesatz ist eine wichtige Kennzahl für die Städte und Gemeinden, die eine Umlage an den Kreis zu zahlen haben. Damit, so Dr. Schmid, wolle man die Haushalte der Städte und Gemeinden entlasten. 

Schuldenfrei und keine neuen Kredite
Der Landkreis hat in diesem Jahr seine Restschulden von 600.000 Euro zurück-gezahlt und ist damit im Kernhaushalt schuldenfrei. Auch im kommenden Jahr sind keine Kreditaufnahmen vorgesehen und das trotz eines Investitionsvolumens von 20 Millionen Euro in die Bereiche Bildung, Straßen und Breitband. Der Haushalt kann demnach zum 13. Mal in Folge ohne Schulden finanziert werden.

Wichtigste Kennzahlen des Kreishaushalts 2018:

Gesamtergebnishaushalt:

Erträge                               248.002.264 Euro
Aufwendungen247.502.264 Euro
Veranschlagtes Gesamtergebnis       500.000 Euro
Kreisumlagehebesatz:   27,00 % (Reduzierung)
Kreisumlageaufkommen:  82.236.197 Euro
Aufwendungen für Soziales:154.338.822 Euro

  

Gesamtfinanzhaushalt:

Zahlungsmittelüberschuss aus laufender
Verwaltungstätigkeit: (Cash flow): 
                       6.154.186 Euro
Kreditermächtigung:0 Euro
Schuldenstand Ende 2018:                                              0 Euro


Eigenbetrieb „Immobilien der Kliniken“:

Erfolgsplan:                                                     2.657.100 Euro
Vermögensplan:     5.159.800 Euro

 

Abfallwirtschaftsbetrieb:

Erfolgsplan:                                                        14.112.272 Euro
Vermögensplan:12.253.641 Euro

 

 

Investitionen:

Kernhaushalt:20.362.100 Euro
davon für Bildungsinfrastruktur:6.697.200 Euro
für verkehrliche Infrastruktur:6.180.000 Euro

für digitale Infrastruktur:

4.100.000 Euro
Eigenbetrieb „Immobilien der Kliniken“:1.140.000 Euro       
Abfallwirtschaftsbetrieb:4.770.000 Euro
gesamt:26.272.100 Euro