Obstkultur im Oberschwäbischen Museumsdorf Kürnbach

Im Bereich Obstbau arbeitet die Obst- und Gartenbau Akademie Biberach eng mit dem Oberschwäbischen Museumsdorf Kürnbach zusammen.

 

 

Foto vom restaurierten Kernobstkabinett

Historisches Kernobstkabinett

Seit 2006 ist im Obstbaumuseum in Kürnbach eine Vitrine mit Äpfeln und Birnen aus Wachs aus dem 19. Jahrhundert ausgestellt. Eher durch Zufall entdeckten Mitarbeiter des Landratsamtes Biberach im Frühjahr 2005 die Vitrine auf dem Dachboden des Landwirtschaftsamtes. Die Modellfrüchte wurden mit großer Wahrscheinlichkeit von der Manufaktur Ludwig Zwirner († 1900) hergestellt und handbemalt. Ein Sandgemisch wurde zum Nachahmen des natürlichen Durchschnittsgewichts der einzelnen Sorten verwendet. Damit ist das Kabinett ein seltenes und kulturhistorisch wertvolles Zeugnis aus der Blütezeit des Streuobstbaus in Oberschwaben.

 

Obstbrand vom heimischen Streuobst

Kreiseigene Brennerei</strong</p>

Der Kreisschnaps mit den Sorten, Kernobstbrand, Birnenbrand und Zwetschgenbrand wird in der aus Dürmentingen übertragenen Brennerei Hagmann aus dem Jahre 1877 gebrannt.

Große Obstsortenausstellung auf dem Herbstmarkt in Kürnbach (Foto: SZ)

Obstsortenausstellung

Beim jährlichen Herbstmarkt werden bis zu 300 verschiedene heimische Apfel- und Birnensorten ausgestellt. Die Ausstellung wird immer am 1. Sonntag im Oktober eröffnet und kann bis Ende des Monats von den Besuchern bestaunt werden.

Die Streuobstwiese im Museumsdorf in voller Blüte

Obstsortenarboretum

Im Museumsdorf stehen ca. 250 Kern- und Steinobstbäume, darunter 150 verschiedene Sorten. Es sind überwiegend heimische Apfel-, Birnen-, Pflaumen- und Zwetschgenbäume anzutreffen.