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Trinkwasserüberwachung

Trinkwasser im Landkreis Biberach wird aus unterschiedlichen Schichten der Erde (4m - 600m) zu Tage gefördert. In den meisten Fällen wird keine Aufbereitung vorgenommen, das heißt, das Wasser kommt ohne Chlor oder sonstigen Zusätzen ins Haus. Teilweise ist aber eine Aufbereitung des Grundwassers vor der Verteilung nötig. Auskünfte, ob Ihr Trinkwasser aufbereitet wird, erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger bzw. bei Ihrer Gemeinde.

Das Kreisgesundheitsamt überwacht die Trinkwasserqualität im Landkreis Biberach. Dies geschieht zum einen durch die Kontrolle der Wasseranalysen, die der Betreiber in festgelegten Abständen dem Gesundheitsamt vorzulegen hat, sowie durch Besichtigungen der einzelnen Trinkwasseranlagenteile.

Hinweise zur neuen Trinkwasserverordnung

Wenn Sie Informationen zur novellierten Trinkwasserverordnung, die ab dem 14. Dezember 2012 gültig ist,  suchen, finden Sie allgemeine Hinweise auf der Internetseite des Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches.

Legionellen in der Hausinstallation:

Die Meldepflicht hat sich geändert!

Bitte beachten Sie: erst eine Überschreitung des Technischen Maßnahmenwertes führt zu einer Meldepflicht an das Gesundheitsamt und zu weiteren Pflichten.

Bei Objekte, bei denen Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit abgegeben wird, wurde das Untersuchungsintervall von 1x /Jahr auf 1x / 3 Jahren verlängert.

Hier finden Sie weitere Informationene zum Thema Legionellen.

Untersuchungsstellen:

Zugelassene Trinkwasseruntersuchungstellen finden Sie in der Landesliste nach §15 über zugelassene Analyseninstitute für Trinkwasseruntersuchungen in Baden Württemberg.

Wasseranalysen und Gesetze:

In der Trinkwasserverordnung ist festgelegt, in welchen Abständen und in welchem Umfang der Betreiber einer Wasserversorgung Qualitätsuntersuchungen durchzuführen hat.

Wichtige chemische Parameter sind z.B.: Nitrat, Eisen, Mangan, Arsen, Pestizide, Härte u.a. (Grenzwerte siehe Trinkwasserverordnung)

Um die Verbreitung von gefährlichen Darmerkrankungen zu verhindern sind zusätzlich mikrobiologische Untersuchungen notwendig. So dürfen z.B. keine Coliformen Bakterien oder Escherichia Coli nachweisbar sein.


Wasserhärte:

Beim Durchfließen der verschiedenen Bodenschichten nimmt Wasser viele Stoffe und Mineralien auf. Dies ist unter anderem auch Calcium und Magnesium. Diese Mineralien bestimmen die Härte des Wassers.

In der Bundesrepublik Deutschland hat das Trinkwasser von Natur aus überwiegend eine mittlere Härte.

Das Trinkwasser im Kreis Biberach hat eine hohe Härte, das heißt, es sind viele Mineralien gelöst enthalten. Der Härtegrad beträgt 3-4.

Die Kenntnis der Trinkwasserhärte ist wichtig für die richtige Dosierung von Wasch- und Reinigungsmittel.  Das dient dem Gewässerschutz.  Viele Waschmittel enthalten u.a. noch Phosphate, die Flüsse und Seen mit Nährstoffen so "überdüngen" können, dass Algen und Plankton übermäßig wachsen.  Sterben sie ab, wird dem Wasser Sauerstoff entzogen, und es bilden sich schädliche Zersetzungsprodukte. In jedem Fall gilt es, Waschmittel sparsam zu dosieren - entsprechend der Anleitung auf der Waschmittelpackung.
 
Über die Wasserhärte informiert Sie Ihr Wasserversorgungsunternehmen; mindestens einmal jährlich veröffentlicht es den Härtebereich des gelieferten Wassers.  

Für Essen und Trinken verwendetes Trinkwasser aus dem Hahn bedarf keinerlei Enthärtung oder einer anderen Behandlung. Wasserenthärtung im Haushalt  darf in keinem Fall zu hygienischen Nachteilen (z.B. Verkeimung der Anlage mit nachfolgender bakterieller Verunreinigung des Wassers) führen. 

Bei Einsatz von Wasserenthärtungsanlagen (nur mit DVGW-Prüfzeichen!) sollten folgende Anforderungen erfüllt sein:

  • Begrenzung der Wassernachbehandlung möglichst auf den eigentlichen Verwendungszweck (z.B. nur auf die Warmwasserinstallation).
  • Einbau durch ein qualifiziertes Installationsunternehmen.
  • Abstimmung der Anlage auf die jeweilige Wasserhärte: Rücksprache mit dem örtlichen Wasserversorgungsunternehmen wird empfohlen.
  • Sorgfältige und regelmäßige Wartung der Anlage.

Da das Kochsalz, das im allgemeinen für die Regeneration der Enthärtungsanlage benötigt wird, biologisch nicht abbaubar ist und dem Wasserkreislauf letztlich zugeführt wird, kann die Wasserenthärtung zudem nicht als umweltfreundlich angesehen werden.

Von einer generellen Trinkwasser-Nachbehandlung wird abgeraten!

Für den Einsatz von Zusatzstoffen im Trinkwasser gelten Grenzwerte. Die zulässigen Höchstkonzentrationen stehen in der Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren

Ein Problem für die Wasserqualität stellt in vielen Fällen die eigene Hausinstallation und falsches Nutzungsverhalten dar. Auch wenn seit 1878 die Verwendung von Blei als Leitungsmaterial in Württemberg verboten ist, können sich Schwermetalle (Blei, Cadmium, Nickel) aus verzinkten Stahlleitungen im Wasser lösen. Grundsätzlich sollte Wasser, dass länger als 4 Stunden stagniert (in den Leitungen "steht") nicht getrunken und für die Lebensmittelzubereitung verwendet werden. Lassen Sie deshalb vor allem morgens das Wasser so lange aus dem Hahn laufen, bis es spürbar kälter ist. So haben Sie die Gewäht, frisches Wasser zu zapfen und nicht Wasser das über Nacht in den Leitungen des Hauses stand. Verwenden Sie auch immer kaltes Wasser zum Trinken und für die Nahrungszubereitung. Warmes Wasser steht unter Umständen tagelang im Boiler.

 

 

Anlagenüberwachung:

Jedes Jahr führt das Gesundheitsamt eine Kontrolle der Wasserversorgungsanlagen durch. Hierbei wird besonders auf den hygienischen Zustand der Wassergewinnung und Lagerung geachtet. So darf beispielsweise kein Ungeziefer in den Brunnen oder Hochbehälter eindringen, ebenso  müssen alle Anlagenteile sauber und hygienisch sein.

Im Rahmen der Lebensmittelüberwachung entnimmt das Kreisgesundheitsamt jedes Jahr stichprobenartig bei verschiedenen Gemeinden Wasserproben aus dem Versorgungsnetz. Die nachfolgende, sehr umfangreiche, Untersuchung auf verschiedenste chemische- und mikrobiologischen Bestandteile des Wassers bietet einen tiefen Einblick in die Zusammensetzung unseres Trinkwassers. Solche Untersuchung finden zusätzlich zu den von den Wasserversorgern entnommenen Proben "als Kontrolle der Kontrolle" statt.


Regen- oder Grauwasseranlagen:

Jeder, der eine Regen- oder Grauwasseranlage betreibt, ist verpflichtet diese beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Diese Meldung ist auch dann notwendig, wenn das gesammelte Wasser nur zum Bewässern des Garten genutzt wird (Vorraussetzung: Regenwasserinstallation im Gebäudekeller).


Eigenwasserversorgungsanlagen:

Neben den öffentlichen Wasserversorgungen unterliegen auch die Eigenwasserversorger der Überwachung durch das Gesundheitsamt. Auch hier müssen die Parameter der Trinkwasserverordnung eingehalten werden sowie der bauliche Zustand den allgemeinen Regel der Technik entsprechen. Notwendige Untersuchungen werden nur von zugelassenen Untersuchungsstellen anerkannt.

Ansprechpartner/in

Karlfried Spieler

Kreisgesundheitsamt &
Wasserwirtschaftsamt
Telefon 07351 52-6263
Telefax 07351 52-5263
karlfried.spieler(at)biberach.de

 

Robert Schwenk
Kreisgesundheitsamt
Telefon 07351 52-6163
Telefax 07351 52-5163
robert.schwenk(at)biberach.de

 

Jochen Schmid
Kreisgesundheitsamt
Telefon 07351 52-7637
Telefax 07351 52-5214
jochen.schmid(at)biberach.de

 

Cordula Heinrich
Kreisgesundheitsamt
Telefon 07351 52-6162
Telefax 07351 52-5162
cordula.heinrich(at)biberach.de

Formulare

Im Formulare Center stehen die wichtigsten Formulare für Sie zum Download bereit.