Das war das Jahr 2020 im Landkreis Biberach...

Januar

Neujahrs- und Bürgerempfang

Landrat Dr. Heiko Schmid und Prof. Dr. Josef Settele

Am Freitag, 10. Januar 2020, fand der traditionelle Neujahrsempfang des Landkreises in der Stadthalle in Bad Schussenried statt.

Professor Dr. Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ - Halle) referierte über den Insektenschwund. Der renommierte Forscher und Wissenschaftler legte Fakten dar und zeigt deren Folgen auf. Prof. Dr. Settele ist Co-Vorsitzender für das Globale Assessment des Weltbiodiversitätsrates und Co-Autor der Biodiversitätsstudie, die im Mai 2019 vorgelegt wurde und weltweite Beachtung fand. Er wuchs in Marktoberdorf auf und studierte an der Universität in Hohenheim Agrarbiologie.

Februar

Orkantief Sabine

Nachdem das Orkantief „Sabine“ im Februar über den Landkreis Biberach hinwegfegte, waren rund 60 Feuerwehrabteilungen und zirka 700 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner im Einsatz. Sie wurden durch den Führungsstab des THW unterstützt. Ebenso waren die Straßenmeistereien Warthausen, Riedlingen, Ochsenhausen und Laupheim mit rund 60 Kräften im Einsatz. Sie alle kümmerten sich vor allem um Straßensperrungen, umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer oder umgewehte Bauzäune.

März

Coronavirus im Landkreis Biberach

Das Coronavirus bestimmte auch im Landkreis Biberach ab März das Tagesgeschehen. Am 6. März bestätigte sich der erste Coronafall im Landkreis. Bis zum 31. März erhöhte sich diese Zahl auf 243 positiv getestete Bürgerinnen und Bürger.

Die Informationen auf den Internetseiten des Landratsamtes wurden stark in Anspruch genommen. An einem gewöhnlichen Werktag verzeichnet das Landratsamt zwischen 2.500 und 3.500 Klicks, an einem Samstag rund 1.000 und sonntags rund 1.300 Zugriffe. Eine absolute Ausnahme war am 7. und 8. März. Samstag (7. März) klickten 16.583 und Sonntag (8. März) klickten 21.681 auf die Internetseiten des Landratsamtes. Noch nie gab es so viele Zugriffe auf die Seiten.

Am besten waren die Seiten bisher am Montag nach den Kommunalwahlen am 27. Mai 2019 besucht. Damals klickten 14.338 Nutzer auf die Internetseite des Landratsamtes.

April

Bleib daheim. So schön kann´s sein!

Landrat Dr. Heiko Schmid appellierte mit den 45 Oberbürgermeistern, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern an die Bürgerinnen und Bürger, auch über Ostern die Kontakt- und Abstandsregelungen einzuhalten. Mit dem Slogan „Bleib daheim. So schön kann’s sein!“ gaben er und die Stadt- und Gemeindeoberhäupter ganz individuelle Tipps und Ratschläge, wie man die Osterfeiertage daheim und bei guter Laune verbringen kann. Dazu Landrat Dr. Heiko Schmid: „Wir wollten auch in dieser schwierigen Zeit positive Botschaften an die Bürgerinnen und Bürger senden. Ich finde es immer noch toll, dass die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mitgemacht haben. Wir alle wollten mit gutem Beispiel vorangehen."

Die Kampagne wurde in den Medien geschaltet und über die Homepages des Landratsamtes und einzelner Städte und Gemeinden gepostet. Besondere Höhepunkte waren auch einzelne Videoclips der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister.

Über das verlängerte Wochenende zum 1. Mai wurde die Kampange fortgeführt. Dieses Mal bedankten sich alle Kreistagsmitglieder bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Engagement und ihr "Daheimbleiben" während der Einschränkungen durch das Coronavirus.

Mai

Landrat sagt neuem Dekan "Grüß Gott"

Mit einem aufrichtigen und fröhlichen „Grüß Gott“ begrüßte Landrat Dr. Heiko Schmid den neuen evangelischen Dekan Matthias Krack im Landkreis Biberach. „Sie, lieber Herr Dekan, haben sich mit Biberach für den schönsten Kirchenbezirk der württembergischen Landeskirche entschieden, der den gesamten Landkreis Biberach und auch Teile des Landkreises Sigmaringen und des Alb-Donau-Kreises umfasst.“

Evangelische und katholische Christen im Landkreis pflegen einen regen Austausch über die Konfessionsgrenzen hinweg. Das Simultaneum in Biberach, die gemeinsame ökumenische Flüchtlingsarbeit und auch Notfallseelsorge sind wenige von zahlreichen Beispielen für dieses hervorragende Miteinander.

Juni

Fleißige Bienen arbeiten nun im Museumsdorf

Landrat Dr. Schmid lässt sich von Bezirksimker Werner Schad das neue Bienenvolk des Museumsdorfs zeigen.

Ein neues Bienenvolk ist in das Oberschwäbische Museumsdorf Kürnbach eingezogen, dem man auch noch beim Arbeiten zusehen kann: Im Schaukasten können Besucherinnen und Besucher vieles über die kleinen Tiere lernen – und nebenbei auch noch die Bienenkönigin suchen.

Bereits im letzten Jahr stieß die neue Präsentation des Themas Bienen im Museumsdorf bei den Besucherinnen und Besuchern auf großes Interesse. Gemeinsam mit dem Bezirks-Imkerverein Biberach ermöglicht das Museumsdorf in Kürnbach auch in diesem Jahr bemerkenswerte Einblicke in das Leben der Bienen. Nachdem Werner Schad vom Bezirks-Imkerverein das Bienenvolk im Winter ausquartiert hatte, brachte er nun das neue Volk für den Schaukasten nach Kürnbach. Die Bienen reisten bequem auf mehreren Rähmchen an und wurden vom Imker fachgerecht in den Schaukasten umgesiedelt.

Juli

Spatenstich für das neue Recyclingzentrum an der Mittelbiberacher Steige

v.l.: Abfallwirtschaftsamtsleiter Frank Förster, Bürgermeister Florian Hänle, Oberbürgermeister Norbert Zeidler, Landrat Dr. Heiko Schmid, Andreas Braun, Geschäftsführer Grüner und Mühlschlegel, und Alexander Schumacher, Technischer Leiter und Prokurist Grüner und Mühlschlegel beim Spatenstich zum neuen Recyclingzentrum an der Mittelbiberacher Steige.

Mit einem Spatenstich haben Landrat Dr. Heiko Schmid, Biberachs Oberbürgermeister Norbert Zeidler, Mittelbiberachs Bürgermeister Florian Hänle, Frank Förster, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs sowie Andreas Braun, Geschäftsführer von Grüner und Mühlschlegel, den Startschuss für den Bau des neuen Recyclingzentrums an der Mittelbiberacher Steige gegeben. Der Betriebsausschuss des Abfallwirtschaftsbetriebs hat den Auftrag für die Tief- und Betonarbeiten an die Firma Grüner und Mühlschlegel aus Biberach vergeben.

Das neue Recyclingzentrum entsteht im Biberacher Gewerbegebiet „Mittelbiberacher Steige“ in unmittelbarer Nähe zur Gemarkung der Gemeinde Mittelbiberach. Der Landkreis kaufte dazu ein Grundstück von der Stadt Biberach.

Dabei sieht das Konzept des neuen Recyclingzentrums eine räumliche Trennung von kostenloser Anlieferung wie beispielsweise Wertstoffen, gelber Sack und Grüngut und kostenpflichtiger Anlieferung wie Restmüll, Bauschutt, Sperrmüll, belastetes Altholz vor.

Das neue Recyclingzentrum bietet den Bürgerinnen und Bürgern viel Komfort: Grüngut kann zukünftig ebenerdig abgeladen werden. Genauso bequem funktioniert die Abgabe von Sperrmüll und Restmüll. Zu den Containern für Wertstoffe gelangt man mit dem Fahrzeug über eine Rampe. Dadurch entfällt das Treppensteigen zu den Containern.

August

Aktion "Blühender Landkreis" - Nahrungsgrundlage für Bienen - bunte Blütenpracht schmückt Wegränder

Hübsche Farbtupfer am Feldrand und Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und weitere Insekten: Im Rahmen des Projekts „Blühender Landkreis“ entstand dieser Blühstreifen mit Sonnenblume, Malven, Phazelia, Hederich und mehr.

Rund 214 bunte Blühstreifen mit einer Gesamtlänge von 58 Kilometern schmückten im August die Feldränder entlang von Straßen, Rad- und Spazierwegen im Landkreis Biberach. Die Blühflächen ergänzen und verbessern in allen Gemeinden im Landkreis die Nahrungsgrundlage für Bienen, Hummeln und weitere Insekten. Das Projekt „Blühender Landkreis“ startete bereits 2012 und wurde auch in diesem Jahr erfolgreich fortgesetzt. Über 134 Landwirte stellten für die bunte Blütenpracht ihre Ackerflächen zur Verfügung. Die Kosten für das Saatgut und die Ansaat für Sonnenblume, Malve, Ringelblume, Phazelia und Co. (insgesamt über 45 Arten) wurden vom Landkreis Biberach übernommen. Die Samenmischung ist so abgestimmt, dass in der Zeit von Juni bis September ständig Pflanzen blühen und Nahrung spenden. Im August tummelten sich in den Blühstreifen unzählige Bienen und Wildinsekten. Vögel und Wildtiere fanden in den Ackerrandstreifen Nahrung und Deckung. Die Förderung der Artenvielfalt, sowie die Aufwertung des Landschaftsbildes sind weitere Ergebnisse der bunten Blühmischung.

September

Fachkräfte der Zukunft für den öffentlichen Dienst

Am 1. September haben 17 junge Frauen und Männer ihre Ausbildung beim Landratsamt Biberach begonnen. Im Oktober folgten ihnen noch für duale Studentinnen.

Am 1. September 2020 haben 17 neue Auszubildende mit ihrer Ausbildung im Landratsamt Biberach begonnen, fünf duale Studentinnen starteten am 1. Oktober ihr Studium beim Landratsamt. Unter den 17 Auszubildenden sind sieben Verwaltungsfachangestellte, eine Anwärterin für den mittleren Verwaltungsdienst, vier Verwaltungspraktikanten im Bachelorstudiengang Public Management (gehobener Verwaltungsdienst), zwei Vermessungstechniker, ein Fachinformatiker Systemintegration sowie zwei Straßenwärter. Von den fünf dualen Studentinnen sind vier im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit eingeschrieben und eine Studentin im Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen.

Landrat Dr. Heiko Schmid freut sich, dass sich wieder junge, qualifizierte Menschen für die Ausbildung im öffentlichen Dienst entschieden haben. Er begrüßte die neuen Auszubildenden und wünschte ihnen zum Berufsstart viel Motivation, Ausdauer, Kraft und Spaß. „Sie sind die Zukunft der öffentlichen Verwaltung. Seien Sie neugierig und bringen Sie Ihre Ideen in die tägliche Arbeit ein“, so Dr. Schmid zu den Auszubildenden.

Oktober

Landrat Dr. Heiko Schmid beteiligt sich zusammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreisforstamtes an der bundesweiten Aktion "Einheitsbuddeln"

Landrat Dr. Heiko Schmid hat einen Tulpenbaum in der Hand, den er gemeinsam mit dem Leiter des Kreisforstamtes, Hubert Moosmayer, im Wald bei Sommershausen pflanzt.

Ein Baum kann über sein Leben beträchtliche Mengen CO2 binden. Zum Tag der Deutschen Einheit beteiligte sich der Landkreis Biberach mit „Mein Baum fürs Land“ an der bundesweiten Aktion „Einheitsbuddeln“. Um den Wald zu erhalten und ihn fit für den Klimawandel zu machen, haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen mit Landrat Dr. Heiko Schmid an der Aktion teilgenommen. Gemeinsam wurden im kreiseigenen Wald bei Sommershausen 50 Tulpenbäume gepflanzt.

Der Tulpenbaum stammt aus Amerika. Er wird in Deutschland als Park- und Zierbaum angepflanzt und vor allem wegen seiner Herbstfärbung geschätzt. In Deutschland gewinnen „exotische“ fremdländische Baumarten wie der Tulpenbaum angesichts des Klimawandels zunehmend Bedeutung in der Forstwirtschaft. Die Wälder haben aufgrund des Wassermangels und der Dürre der letzten Jahre sehr gelitten. Die geschwächten Bäume starben direkt oder durch den Befall von Schädlingen mitunter großflächig ab. Die aktuellen Entwicklungen müssen wohl als eine Folge des Klimawandels angesehen werden. 

November

Landrat Dr. Heiko Schmid eröffnet Kfz-Zulassungsbehörde in der Rollinstraße 15

Obermeister Joachim Dünkel, Landrat Dr. Heiko Schmid und Architekt Rolf Gurland durchschneiden symbolisch das Band zur Eröffnung der Kfz-Zulassungsbehörde im neuen Verwaltungsgebäude.

Jährlich kommen etwa 60.000 Bürgerinnen und Bürger mit ihren Anliegen zur Kfz-Zulassungsbehörde nach Biberach. Künftig werden diese im neuen Verwaltungsgebäude des Landratsamtes bedient, in diesem auch das Gesundheitsamt und das Amt für Organisation und Digitalisierung untergebracht werden. Die Räume sind hell, einladend und modern ausgestattet. Um den Service zu verbessern wurde für die Zulassungsbehörde sowie für die Führerscheinstelle eine neue Aufrufanlage eingebaut. Kundinnen und Kunden sehen per QR-Code auf dem eigenen Smartphone wie viele Wartende vor einem sind. Die Arbeitsplätze verfügen außerdem über EC-Cash Geräte, mit denen ein bargeldloses Bezahlen direkt am Schalter möglich ist.

„Dieser Neubau kann sich nicht nur optisch, sondern auch energetisch sehen lassen“, freut sich Landrat Dr. Heiko Schmid. Mit der Holzhybridkonstruktion prägt der Baustoff Holz, ein nachwachsender Rohstoff, das Erscheinungsbild. Der Landkreis erhielt hierfür einen Zuschuss von 300.000 Euro aus dem Holz Innovativ Programm des Landes, finanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Gebäudehülle wurde in Passivhausqualität ausgeführt. Zur Wärmeerzeugung und Kühlung der Server wird Grundwasser verwendet. Die Abwärme der Server dient zudem der Wärmerückgewinnung. Aus einer Photovoltaikanlage sind 99 Prozent des Stroms selbst nutzbar. Zudem ist die Förderung der Elektromobilität ein Anliegen des Landkreises. Auf dem Parkplatz befinden sich vier frei zugängliche Ladepunkte für die Elektrofahrzeuge.

Dezember

Kreisimpfzentrum entsteht in Ummendorf

Das Sozialministerium hat am Mittwoch, 2. Dezember 2020, bekannt gegeben, dass das Kreisimpfzentrum für den Landkreis Biberach in Ummendorf entstehen soll.

Das Landratsamt Biberach, der DRK-Kreisverband Biberach und die Kassenärztliche Vereinigung arbeiten mit Hochdruck daran, das Kreisimpfzentrum (KIZ) in der Gemeindehalle Ummendorf aufzubauen. Nach den landesweiten Planungen für die Impfzentren soll es am 15. Januar 2021 in Betrieb gehen.

„Ein solches Impfzentrum hat es noch nie gegeben. Es ist eine Herkulesaufgabe, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Deshalb wollen wir auch die Aufgabe partnerschaftlich und im guten Miteinander angehen“, sagen Landrat Dr. Heiko Schmid, DRK-Präsident Peter Schneider und Dr. Steffen Gauß, Pandemiebeauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung übereinstimmend. Landratsamt und DRK haben jeweils Arbeitsgruppen eingerichtet, die den Aufbau und den Betrieb planen, sich regelmäßig austauschen und abstimmen.

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