Kommunale Entwicklungshilfe

Landrat Dr. Heiko Schmid hat im Rahmen der kommunalen Entwicklungshilfe sieben Initiativen und Projekten insgesamt 15.000 Euro übergeben. Bereits im Jahr 2018 wurde die Förderung von lokalen Eine-Welt-Projekten durch den Landkreis Biberach auf den Weg gebracht. Nun erhielten die sieben Projekte ihre Fördermittel im Landratsamt Biberach.

Folgende Hilfsprojekte haben eine Unterstützung erhalten:

Arbeitskreis Entwicklungspolitik Biberach e.V. und Don Bosco Mondo e.V.

Unterstützungsbeitrag: 2.500 Euro für ein Schulprojekt in Ghana

Ziel des Projektes ist es, Jugendlichen in Ghana mit einer adäquaten und marktrelevanten Berufsausbildung eine selbstständige Zukunft zu ermöglichen. Jährlich lernen am Don Bosco Technical Institute in der Stadt Sunyani 550 Jugendliche.

Mit der beantragten Förderung werden Infrastrukturmaßnahmen (u.a. Bereitstellung von Lehrmaterial) und laufende Kosten (u.a. Personalkosten für Ausbildungsassistenten) unterstützt.

Förderverein Piéla – Bilanga Ochsenhausen e.V.

Unterstützungsbeitrag: 1.000 Euro für ein Mikroprojekt zur Einkommensförderung für Frauen in Burkina Faso

Um das Einkommen für Frauen in Burkina Faso zu fördern, werden jedes Jahr sogenannte "Mikroprojekte" durchgeführt. Mikroprojekte sind kleine Vorhaben im Umfang von circa 500 bis 2.500 Euro, die von Gruppen von Frauen, Bauern und Handwerkern und Vereinigungen (Associationen) bei der Partnerorganisation beantragt werden und selbstständig umgesetzt werden. Begleitet werden die Menschen durch die Basisorganisationen, die damit lernen und in ihrer Wahrnehmung in der Bevölkerung gestärkt werden. Der Förderverein unterstützt dabei aus der Ferne. Ein Beispiel für ein solches Projekt ist die Herstellung von Shea-Seife.

Itzamna „Hilfe für Guatemala“ e.V.

Unterstützungsbeitrag: 2.500 Euro für anfallende Lehrerkosten einer Primar- und Mittelschule

180 Schülerinnen und Schüler lernen an der Primar- und Mittelschule Colegio Maya in Cantel in Guatemala. Insgesamt sind an der staatlich anerkannten Schule 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Da die Schule stetig wächst und der Verein Itzamna bei einem Schulerweiterungsbau 25 Prozent der Kosten selbst trägt, was die nötigen Reserven für die Sicherung der laufenden Kosten strak verringert hat, sollen mit der beantragten Förderung die anfallenden Lehrergehälter bezahlt werden.

Aktuell hat sich die Situation am Arbeitsmarkt in Guatemala, auch bedingt durch die Corona-Pandemie nochmals verschlimmert. Die Eltern sind dadurch noch weniger in der Lage, das Schulgeld zu bezahlen.

Katholische Kirchengemeinde Kirchdorf an der Iller

Unterstützungsbeitrag: 2.500 Euro für ein Schulprojekt in Uganda

Um Kindern und Jugendlichen in Uganda eine Schulausbildung zu ermöglichen, engagiert sich Pfarrer Lukwago um die Schule St. Immacultate Kindergarten in Maddu Parish mit dem nötigen Equipment auszurüsten.

Die Fördermittel werden für Schulräume, Schulmöbel, Unterrichtmaterialien und die Bezahlung der Lehrkräfte eingesetzt.

Initiative „Quelltopf – Hilfe für eine bessere Zukunft“ aus Mühlhausen

Unterstützungsbeitrag: 1.500 Euro für einen Bürgerbus in einem kleinen Dorf in Indien

Die Hilfsorganisation „Quelltopf“ unterstützt Projekte im Heimatdorf von Pater Vijay im indischen Bundesstaat Odisha.

Mit den beantragten Fördermitteln soll ein Bürgerbus realisiert werden, um allen Bewohnern des Dorfes die Möglichkeit zu geben, den Lebensmittelladen in der nächstliegenden Stadt zu erreichen und Einkäufe zu tätigen.

Seelsorgeeinheit St. Laurentius Mietingen

Unterstützungsbeitrag: 2.500 Euro zur Unterstützung eines Mädchenheims in der indischen Heimat von Pfarrer Dr. Johnson Kalathinkal

Mit der Coronapandemie bestehen große Probleme bei der derzeitigen Versorgung der 29 lebenden Mädchen, im Mädchenheim in der indischen Heimat von Pfarrer Dr. Johnson Kalathinkal. Durch Spenden wird derzeit der Unterhalt des Heims mitfinanziert. Zuvor wurde das von der Region und vom Mutterhaus des Ordens alleine getragen, was jetzt nicht mehr möglich ist, da die Armut größer und Lebensmittel und andere Dinge teuer geworden sind.

In weiterer Zukunft ist ein zusätzlicher Anbau geplant, um die Kapazität auf 50 Plätze zu erhöhen.

Verein Kinderhilfe Ugwako e.V.

Unterstützungsbeitrag: 2.500 Euro zur Unterstützung für den Bau einer Photovoltaik Anlage und einer Berufsschule in der Heimat in Nigeria von Pfarrer Dr. Paul Odoeme

Der Verein hat seinen Sitz in Nagold und wird maßgeblich vom ehemaligen Biberacher Pfarrvikar Dr. Paul Odoeme getragen. Über diesen Verein konnten in Ugwako einem größeren Dorf in Nigeria bisher eine Grundschule, ein Schulbus, ein Gymnasium, ein Schlafhaus und ein Sportkomplex realisiert werden. Nun ist man dabei eine Photovoltaikanlage und eine Berufsschule zu planen und umzusetzen.