Pressemitteilung

12.02.2020 15:06 Alter: 15 days

Borkenkäfer – Sturmholz nach Orkan „Sabine“ rasch aufarbeiten und aus dem Wald schaffen

Das Kreisforstamt empfiehlt dringend, das beim Orkan „Sabine“ angefallene Holz spätestens bis Ende März aufzuarbeiten und gegen einen Befall durch den Borkenkäfer unschädlich zu machen.


Dazu muss das jetzt angefallene Sturmholz aufgearbeitet, abtransportiert oder gespritzt werden, damit den im Frühjahr ausfliegenden Käfern keine Brutstätte geboten wird. Der Borkenkäfer konnte sich 2019 optimal entwickeln und überwintert zurzeit in den zuletzt befallenen Bäumen und im Boden unter der Streu. Bei einer Tageslänge von 14 Stunden und mehr und einer Temperatur ab 16,5 Grad Celsius schwärmt der Borkenkäfer aus. Dies ist in der Regel im April der Fall.  Alle befallenen Bäume, in denen möglicherweise Käfer überwintert haben, müssen daher bis Ende März gefällt, aus dem Wald gebracht oder mit Insektizid behandelt werden.
Das Team des Kreisforstamtes steht Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern zur Beratung über Aufarbeitungsmethoden und zu Fragen der Vermarktung des Holzes zur Verfügung. Es können auch Unternehmer für die Aufarbeitung vermittelt werden. Waldbesitzer werden gebeten, sich frühzeitig an die für sie zu-ständigen Revierleiter zu wenden.

Kreisforstamt - Reviere
Revier 1 Langenenslingen    Hainzl    Johannes    0172 7359975
Revier 2 Riedlingen    Jochum    Bernadette    0172 7194235
Revier 3 Ertingen-Bussen    Schlegel    Armin    0175 1804369
Revier 4 Federsee    Schmid    René    0175 1804366
Revier 5 Risstal West    Glanz    Philipp    0173 1953907
Revier 6 Laupheim    Schick    Norbert    0172 7621938
Revier 7 Risstal Ost    Schmid    Alexander    0172 7621941
Revier 8 Ochsenhausen    Lukat    Claus    0173 3062582
Revier 9 Iller-Rottal    Rees    Kevin    0173 3062932



Kennzeichen eines Käferbefalls
Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer erkennen einen möglichen Befall des Hol-zes an folgenden Kennzeichen:

-    braunes Bohrmehl auf der Rinde, unter Rindenschuppen, auf Spinnwe-ben, am Stammfuß und auf der Bodenvegetation (bei Temperaturen über 13 Grad Celsius)
-    Harztröpfchen und Harzfluss am Stamm, vor allem am Kronenansatz
-    helle Flecken, sogenannte ‚Spiegel‘, auf der Rinde durch die Tätigkeit der Spechte, wodurch größere Rindenstücke abfallen und das helle Splint-holz sichtbar wird
-    charakteristische Bohrlöcher und Fraßgänge unter der Rinde
-    Rötung beziehungsweise Dürre der Baumkrone
-    Abfall grüner oder roter Nadeln