Pressemitteilung

16.12.2019 06:58 Alter: 314 days

Landrat und Regionalgeschäftsführer fordern weitere internistische Facharztsitze für Riedlingen

Landrat Dr. Heiko Schmid und Andreas Ruland, Regionalgeschäftsführer der Sana Kliniken AG, wenden sich in einem Schreiben an den stellvertretenden Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, Dr. Johannes Fechner. Sie fordern darin weitere internistische Facharztsitze für den Standort Riedlingen.


Sie schreiben wörtlich: „Die vorhandenen ambulanten fachärztlichen Versorgungsangebote, die in den letzten Jahren am Standort Riedlingen aufgebaut wurden, will SANA konsequent weiterentwickeln und steht dafür auch weiterhin zur Verfügung. Die strukturellen Voraussetzungen für eine chirurgische und internistische fachärztliche-ambulante Versorgung sind am Standort Riedlingen jedoch noch nicht vollständig gegeben. Bisher stehen für die ambulante chirurgische Versorgung zwei volle Zulassungen sowie für die ambulante internistische Versorgung eine halbe Zulassung zur Verfügung. Aus unserer Sicht würde mit der Fortführung der ambulanten chirurgischen Versorgung und mit dem Ausbau der ambulanten internistischen Versorgung auf mindestens zwei Sitze eine für die Bevölkerung im Raum Riedlingen adäquate und zukunftsfähige fachärztliche Versorgung sowohl aus medizinischer, organisatorischer und wirtschaftlicher Sicht realisiert werden können. In Ergänzung mit dem stationären Versorgungsangebot im Zentralkrankenhaus Biberach und mit dem Zentrum für Älterenmedizin in Laupheim entstünde damit eine gute und zeitgemäße Gesundheitsversorgung im Landkreis Biberach.“

Ergänzend zum Schreiben sagen Dr. Schmid und Ruland übereinstimmend, dass nach den Beschlüssen des Kreistags und der Gesellschafterversammlung der Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH es notwendig sein werde, für die Raumschaft Riedlingen weitere Facharztsitze zu bekommen, um ein gutes ambulantes Angebot bieten zu können. Im Moment gibt es lediglich einen halben Facharztsitz für die Innere Medizin in Riedlingen. Ein weiterer halber Sitz, der am 28. Januar 2019 durch die Sana beantragt wurde, wurde von der Kassenärztlichen Vereinigung abgelehnt. „Dagegen haben wir Widerspruch bei der Kassenärztlichen Vereinigung eingelegt“, so Andreas Ruland. „Eine endgültige Entscheidung in Form eines Widerspruchbescheides liegt noch nicht vor.“ Im Übrigen erinnern Landrat Dr. Heiko Schmid und Regionalgeschäftsführer Andreas Ruland daran, dass in einer öffentlichen Bürgerversammlung im Juli 2017 in Ertingen die Kassenärztliche Vereinigung bereits einen ganzen internistischen Facharztsitz für Riedlingen in Aussicht gestellt habe. „Einer ist zu wenig. Der Standort Riedlingen und die Menschen dort brauchen mindestens zwei Sitze.“

Über diese Zusage und über das weitere Verfahren wollen die beiden mit Dr. Fechner von der Kassenärztlichen Vereinigung reden. Das Gespräch soll Anfang des kommenden Jahres zustande kommen.