Pressemitteilung

13.11.2019 10:49 Alter: 3 yrs

Teilnehmer diskutieren die Ergebnisse eines Impfchecks bei 6.-Klässlern

In der Kommunalen Gesundheitskonferenz diskutieren Verantwortungs- und Entscheidungsträger aus dem Präventions- und Gesundheitsversorgungsbereich darüber, wie Gesundheit für die Menschen im Landkreis Biberach am besten ermöglicht wird.


von links nach rechts: Effi Holland, stellvertretende Leiterin der Volkshochschule Biberach, Julia Zahren, Leiterin der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz, Anna Sproll, kommissarische stellvertretende Amtsleiterin des Staatlichen Schulamts Biberach, Eugen Birk, BKK VerbundPlus, Dr. Monika Spannenkrebs, Amtsleiterin des Kreisgesundheitsamts, Rolf Preißing, Sportkreis Biberach, Gabi Huber, AOK Ulm-Biberach Geschäftsbereichsleiterin Versorgungsmanagement, Andrea Schill, Psychosoziale Beratungsstelle

Bei der 11. Gesundheitskonferenz stellte Andrea Schill von der Psychosozialen Krebsberatungsstelle Ulm die Außensprechstunde in Biberach vor. Seit März 2018 können sich Krebspatienten sowie deren Angehörige und Freunde zu psychosozialen Fragestellungen in sämtlichen Phasen der Erkrankung beraten, unterstützen und begleiten lassen. Die psychosoziale Krebsberatung findet mittwochs zweimal pro Monat nach telefonischer Terminvereinbarung unter 0731 88016520 über die Krebsberatungsstelle Ulm in den Räumen des Gesundheitsamts in Biberach statt.

Dr. Katja Kohlsdorf, Kinder- und Jugendärztin im Gesundheitsamt, präsentierte die Ergebnisse eines Impfprojekts. Die Kommunale Gesundheitskonferenz hatte sich die Steigerung der Masern-Impfquote zum Ziel gesetzt. Um dieses Ziel zu erreichen und gleichzeitig die Impfquoten für alle durch Impfungen vermeidbaren Erkrankungen zu verbessern, führte das Kreisgesundheitsamt während der ersten Schulwochen des Schuljahres 2018/2019 einen freiwilligen Impfcheck bei den 6.-Klässlern an allen Schulen des Landkreises durch. Hierfür konnten die Schüler ihren Impfpass zur Durchsicht vorlegen und erhielten eine schriftliche Auswertung und individuelle Impfempfehlung. 59,7 Prozent des Jahrgangs nahmen am Impfcheck teil. Davon hatten lediglich 714 Kinder und Jugendliche (60,1 Prozent der Teilnehmer) einen vollständigen Impfstatus. Die häufigsten Impflücken bestanden für Meningokokken C, einem Erreger der eitrigen Hirnhautentzündung, sowie für Windpocken und Hepatitis B. Die empfohlene Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten im Alter von fünf bis sechs Jahren fehlte in bis zu 30 Prozent der Fälle. Bei 95,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit vorgelegtem Impfbuch lag ein vollständiger Schutz gegen Masern, Mumps und Röteln durch zwei Impfungen vor. Der Impfstatus für Masern, Mumps und Röteln der Kinder, welche nicht an dem Impfcheck teilnahmen (40,3 Prozent des Jahrgangs) ist allerdings unbekannt. Der erstmals im Landkreis Biberach angebotene Impfcheck für eine Jahrgangsstufe ermöglichte es, Impflücken aufzudecken. Das Thema Impfen wurde in das Bewusstsein der Familien gerufen, und einige fehlende Impfungen wurden nachgeholt.

Julia Zahren, Geschäftsstellenleiterin der Kommunalen Gesundheitskonferenz, gab einen Einblick in den Entwurf des ersten Kommunalen Gesundheitsberichts für den Landkreis Biberach, der derzeit erstellt und danach veröffentlicht werden soll.

Weitergehende Informationen zur Gesundheitskonferenz gibt es unter 07351 52-6177, per E-Mail an julia.zahren@biberach.de oder im Internet unter
www.biberach.de/landratsamt/kreisgesundheitsamt/gesundheitskonferenz.html