Pressemitteilung

10.08.2018 11:56 Alter: 9 days

Oberschwäbisches Museumsdorf Kürnbach erhält EU-Fördermittel für neue museumspädagogische Impulse

Mit 131.520 Euro fördert die LEADER-Aktionsgruppe Oberschwaben das Projekt „Neue museumspädagogische Impulse für das Mittlere Oberschwaben“ des Oberschwäbischen Museumsdorfs Kürnbach.


Neuer Museumspädagoge im Oberschwäbischen Museumsdorf Kürnbach: Diplom-Soziologe Peter Schüßler. Bild: Landratsamt

Im Dezember des vergangenen Jahres reichte der Landkreis Biberach den Projektantrag „Neue museumspädagogische Impulse für das Mittlere Oberschwaben“ ein, nun erhielt er den offiziellen Förderbescheid.  LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union und des Landes Baden-Württemberg für den Ländlichen Raum.

Im Rahmen des Projektes engagiert der Landkreis als Träger des Museumsdorfes einen weiteren Museumspädagogen und intensiviert die Museumspädagogik. „Wir nehmen die Museumspädagogik in unserem Freilichtmuseum sehr ernst“, sagt Landrat Dr. Heiko Schmid. „Wir möchten hier in Zukunft auch neue Wege gehen, auch gegenüber neuen Zielgruppen. Dafür bietet uns dieses Projekt nun die Möglichkeit.“

Mit rund 70.000 Besucherinnen und Besuchern im Jahr zählt das Kürnbacher Freilichtmuseum zu einem der attraktivsten touristischen Ziele zwischen Ulm und dem Bodensee. Ziel des dreijährigen Projektes „Neue museumspädagogische Impulse für das Mittlere Oberschwaben“ ist es, neue Angebote zu schaffen und neue Besucherinnen und Besucher zu gewinnen, beispielsweise durch inklusive Angebote für Menschen mit Behinderung oder englischsprachige Angebote für internationale Gäste. Doch auch die Stammbesucherinnen und Stammbesucher sollen profitieren. Künftig sollen beispielsweise Besucherinnen und Besucher ihr eigenes Wissen und ihre Erfahrungen mit einbringen können, wenn es um die Verän-derungen im Dorfalltag der letzten Jahrzehnte geht. Außerdem sollen ein intensive-res Beratungsangebot für Lehrerinnen und Lehrer sowie passgenauere Angebote für Schulen und Horte entstehen.

Mit Peter Schüßler hat das Museumsdorf dafür einen erfahrenen Museumspädagogen gewonnen. Der Diplom-Soziologe hat im Deutschen Museum in München langjährige Erfahrung gesammelt und einen familiären Bezug zur Region. Die Vollzeitstelle ist auf drei Jahre befristet und wird zu 60 Prozent durch die EU-Fördermittel finanziert.