Pressemitteilung

11.06.2019 10:11 Alter: 5 days

Borkenkäfer: Holz muss bis zum 8. Juli unschädlich gemacht werden

Zum Schutz des Waldes und des Eigentums aller Waldbesitzer hat das Kreisforstamt einen Forstaufsichtlichen Hinweis nach § 68 Landeswaldgesetz für den Landkreis Biberach veröffentlicht. Demnach muss bis zum 8. Juli 2019 das vom Borkenkäfer befallene Holz aus dem aktuellen Schwärmflug unschädlich gemacht sein.


Das Borkenkäfer-Monitoring des Kreisforstamtes ergab eine temperatur- und witterungsbedingt erste, gering ausfallende Schwärmaktivität der Buchdrucker um den 20. April und einen starken Schwärmflug um den 24. Mai. Erste frisch befallende Fichten sind jetzt zu finden. Man erkennt sie an braunem Bohrmehl, das aus den Einbohrlöchern am Stamm kommt und sich im Bereich des Stammfußes sammelt, sowie Harztropfen auf der Rinde.

Alle Fichtenbestände ab einem Alter von 30 Jahren müssen den Sommer über mindestens alle zwei Wochen auf frischen Befall kontrolliert werden. Um eine Massenvermehrung zu verhindern, müssen befallene Bäume, auch wenn die Krone noch grün ist, sofort aufgearbeitet werden. Das Holz kann dann, damit keine Gefahr mehr von ihm ausgeht, entweder aus dem Wald gefahren werden (Trockenlager mindestens 500 Meter von Fichtenbeständen entfernt), mit Insektiziden behandelt, gehackt oder entrindet werden.

Informationstermine für Waldbesitzer
Das Forstamt bietet zwei Informationstermine rund um das Thema Borkenkäfer für Waldbesitzer an. Die erste Informationsveranstaltung findet am Freitag, 28. Juni 2019 von 16 bis 18 Uhr bei Riedlingen im Zusammenarbeit mit der VHS statt. Treffpunkt ist der Parkplatz Österberg (von Riedlingen Richtung Pflummern fahren, bei der Abzweigung nach Grüningen an der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Parkplatz Österberg).

Die zweite Informationsveranstaltung ist ebenfalls am 28. Juni 2019, aber von 18 bis 20 Uhr für den östlichen Landkreis bei Erolzheim. Treffpunkt ist der Parkplatz beim Kloster Bonlanden.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wichtiger Hinweise für die Waldbesitzer
Frisches Käferholz mit einem Mittendurchmesser von 25 Zentimeter mit Rinde und stärker soll möglichst als Langholz ausgehalten werden. Die maximale Länge ist wegen dem Transport 19 Meter mit 30 Zentimeter Übermaß. Länge und Durchmesser müssen angeschrieben werden.

Schwächeres Käferholz als Kurzholz aushalten. Längen 4 Meter und 5 Meter mit jeweils 10 bis 20 Zentimeter Übermaß. Der Zopf (Durchmesser am dünnen En-de) muss mindestens 16 Zentimeter mit Rinde sein. Bei Mengen über 50 Festmeter getrennt nach 4 und 5 Meter poltern.

Altes Käferholz, an dem schon die Rinde abfällt, kann nur noch als D-Holz verkauft werden. Das Forstamt kann ab einer Mindestmenge von 10 Festmeter das Holz verkaufen.

Die örtlich zuständigen Revierförster und die Forstbetriebsstellen des Landkreises in Riedlingen (Telefon 07351 52-6850) und Ochsenhausen (Telefon 07351 52-7400) beraten die Waldbesitzer gerne und unterstützen bei der Holzaufarbeitung und Holzvermarktung.