Pressemitteilung

04.11.2019 14:13 Alter: 14 days

Jetzt an die Grippeschutzimpfung denken

Die Grippesaison steht vor der Tür. „Der November ist die richtige Zeit, um sich gegen die Grippe impfen zu lassen“, rät die Amtsleiterin des Gesundheitsamtes Dr. Monika Spannenkrebs. Nach der Impfung dauert es etwa zehn bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut hat. Da sich die Viren ständig verändern, ist jedes Jahr erneut eine Grippeschutzimpfung nötig. Die Impfung wird in aller Regel gut vertragen.


Das Kreisgesundheitsamt empfiehlt die Grippeschutzimpfung insbesondere für chronisch kranke Menschen, Schwangeren, Kindern sowie Menschen ab 60 Jahren. Der Arztbesuch ist zudem eine gute Gelegenheit, den gesamten Impfstatus checken zu lassen.

Wer soll sich impfen lassen?
Insbesondere chronisch Kranke, Menschen ab 60 Jahren sowie Schwangere sollten sich impfen lassen, da bei diesen Bevölkerungsgruppen ein erhöhtes Risiko besteht, dass die Erkrankung schwer verlaufen kann. Für medizinisches Personal gilt die Impfempfehlung gleichermaßen, da durch die Vielzahl enger Patientenkontakte grundsätzlich eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht. Zudem besteht das Risiko, dass sie die Grippeviren an ihre Patienten übertragen. Die Grippeimpfung ist auch sinnvoll für Personal in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten und für Menschen, die berufsbedingt mit viel Publikumsverkehr zu tun haben. In Baden-Württemberg ist die Grippeimpfung auch für Kinder ab dem fünften Lebensmonat empfohlen. Eltern sollten, insbesondere wenn die Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen betreut werden, an die Grippeimpfung denken.

Stellen Sie sich oder Ihr Kind in den nächsten Wochen bei Ihrem Haus- oder Kinderarzt zur Grippeimpfung vor!
Das Kreisgesundheitsamt rät, im Zuge der Grippeimpfung auch den gesamten Impfstatus prüfen zu lassen. Beim Impfcheck aller Sechstklässler im vergangenen Schuljahr deckte das Kreisgesundheitsamt zahlreiche Impflücken auf, unter anderem für Windpocken, Tetanus, Diphterie und Keuchhusten. Insgesamt hatten 40 Prozent der teilnehmenden Schüler keinen vollständigen Impfschutz nach den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Institutes.

Die echte Virusgrippe (Influenza)
Eine echte Virusgrippe (Influenza) ist keine einfache Erkältungskrankheit, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. Erkrankte müssen tagelang mit Fieber, starken Kopf- und Gliederschmerzen und ausgeprägter Mattigkeit, teils sogar mit Bronchitis und Lungenentzündung, im Bett verbringen. Es können sich auch Komplikationen einstellen, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen. Die Virusgrippe kann auch tödlich verlaufen. Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/2018 hat nach Schätzungen rund 25.100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet.