Pressemitteilung

13.08.2019 15:52 Alter: 8 days

Kapazitätsengpässe beim Gewerbemüll

In den letzten Wochen gingen beim Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) vermehrt Anfragen zur Entsorgung von Gewerbeabfällen ein. Einige Entsorgungsfirmen verweigerten ihren Kunden die Anlieferungen. Hintergrund sind Kapazitätsengpässe in den Verwertungsanlagen. Die Müllverbrennungsanlagen sind nahezu ausgelastet. Hinzu kommen aktuell noch revisionsbedingte Stillstandszeiten in einigen Ersatzbrennstoffanlagen wie zum Beispiel bei Zementwerken. Wann sich die Situation für die Gewerbeabfälle entspannen wird, ist derzeit noch nicht absehbar.


Der Abfallwirtschaftsbetrieb weist darauf hin, dass auf den Entsorgungszentren in Unlingen und Laupheim vorrangig die Abfälle aus den privaten Haushalten angenommen werden. Dazu gehören die Siedlungsabfälle, die mengenmäßig nicht über die graue Restmülltonne entsorgt werden können sowie der Sperrmüll aus den privaten Haushalten und angemeldeten Gewerbebetrieben. Die Entsorgungszentren sind nur für diese Mengen ausgelegt. Zusätzliche Gewerbeabfälle können aus Kapazitätsgründen nicht angenommen werden.

Der Landkreis ist nicht verpflichtet, verwertbare Gewerbeabfälle anzunehmen. Hierfür bleibt weiterhin die Privatwirtschaft zuständig. Zudem schreibt die Gewerbeabfallverordnung die getrennte Erfassung und Verwertung von bestimmten Abfällen vor. Wichtig ist, dass die Abfallfraktionen möglichst wiederverwendet oder stofflich recycelt werden. Erst am Schluss ist dann Platz für die energetische Verwertung von gewerblichen Abfällen.