Pressemitteilung

11.07.2019 08:57 Alter: 72 days

Land Baden-Württemberg fördert Hacken von Käferholz

Begünstigt durch die Trockenheit im vergangenen Jahr hat der Borkenkäfer im Landkreis Biberach große Schäden angerichtet. Aufgrund der enormen Menge an Käferholz sind die Preise stark gefallen. Schwaches Fichtenholz kann nur noch teilweise verkauft werden, und die Preise, die Waldbesitzer dafür erzielen, decken nicht immer die Aufarbeitungskosten.


Waldbesitzer sind jedoch dazu verpflichtet, ihrer Forstschutzpflicht nachzukommen und zu verhindern, dass Borkenkäfer ausfliegen. Dazu müssen sie das befallene Holz schlagen und aus dem Wald schaffen.

Förderung rückwirkend möglich
Um Waldbesitzer zu entlasten, hat das Land Baden-Württemberg daher sogenannte Fördermaßnahmen des integrierten Waldschutzes zur Bewältigung von Naturkatastrophen eingeführt. So können Waldbesitzer rückwirkend ab dem 1. Januar 2019 für das Hacken von Kronenmaterial und befallenem Käferstammholz eine Förderung erhalten.

Das Land Baden-Württemberg fördert die Arbeitsstunde der Hackermaschine mit 80 Prozent der Nettokosten bis zu einem maximalen Betrag von 160 Euro je Maschinenarbeitsstunde.

Der Antrag kann auch als Sammelantrag oder Antrag in Trägerschaft zum Beispiel einer Gemeinde gestellt werden. Da der Einsatz eines Hackers nur waldbesitzübergreifend effizient und kostengünstig möglich ist und so Bagatellgrenzen besser zu überwinden sind, empfiehlt das Kreisforstamt, möglichst zusammengefasste Mengen für einen längeren Zeitraum (Sammelantrag) und für mehrere Waldbesitzer (gemeinschaftlicher Antrag) zu melden. Der Antrag kann auch rückwirkend gestellt werden. Dies bedeutet, dass keine wertvolle Zeit zwischen der Antragstellung und dem Hacken verloren geht.

Zum Hacken eignen sich befallene Kronen und nicht zu vermarktende Mengen an Holz, das heißt, Papierholz, sehr schwaches Stammholz schlechter Qualität und Kleinmengen.

Merkblätter und Formulare gibt es im Internet unter www.landwirtschaft-bw.info.
Förderanträge müssen digital ausgefüllt, ausgedruckt und unterschrieben werden. Das Kreisforstamt Biberach reicht sie dann zur Genehmigung beim Regierungspräsidium Tübingen ein. Die Anträge und die zugehörigen Verwendungsnachweise müssen dem Forstamt spätestens am 31.Oktober 2019 vorliegen. Die zuständigen Revierförster und die Forstbetriebsstellen des Landkreises in Riedlingen, Telefon 07351 52-6850, und Ochsenhausen, 07351-52 7400, beraten die Waldbesitzer, wie sie am besten ihrer Forstschutzpflicht nachkommen und so weitere Vermögensschäden im eigenen Wald und bei den Nachbarn vermeiden können.