Pressemitteilung

09.09.2019 14:32 Alter: 9 days

Vom Borkenkäfer befallenes Holz jetzt aus dem Wald schaffen

Bis Dienstag, 1. Oktober, müssen Waldbesitzer im Landkreis Biberach vom Borkenkäfer befallenes Holz einschlagen, aufarbeiten und abfuhrbereit lagern. Dies teilt das Kreisforstamt im Rahmen einer Allgemeinverfügung mit. Sollte das Holz nicht unmittelbar nach der Lagerung verkauft und abgefahren werden, müssen die befallenen Stämme mit einem zugelassenen Insektizid entseucht werden. So sollen weitere Waldschäden durch die Ausbreitung von Borkenkäfern verhindert werden. Bei Nichtbeachtung und nach Ablauf der Frist kann die untere Forstbehörde (Kreisforstamt) forstaufsichtliche Anordnungen, bei akuter Gefahr mit sofortigem Vollzug mittels Ersatzvornahme, verfügen.


Hintergrund der Allgemeinverfügung ist der schwere Befall von Fichtenholzbeständen mit dem Borkenkäfer. Durch die lang anhaltende Trockenheit und Wärme im vergangenen Jahr konnten sich die Käfer 2018 massenhaft ausbreiten und haben schwere Schäden verursacht.

Um zu verhindern, dass die Käfer überwintern können und im kommenden Frühjahr in großer Zahl ausschwärmen, ist es jetzt notwendig, das befallene Holz möglichst vollständig aus dem Wald zu bringen. Da Buchdrucker im Lauf des Sommers drei Generationen entwickeln, kann sich ein einziger Frühjahrskäfer bis zum Herbst auf bis zu 8.000 Tiere vermehren. Wenn es gelingt bis zum ersten Ausschwärmen im Frühling die Hälfte aller Bäume, in denen Käfer überwintern, unschädlich zu machen, reduziert sich - nach Untersuchungen der Forstlichen Versuchsanstalt - die Käferholzmenge im Herbst auf weniger als 20 Prozent der maximal möglichen Menge. Die Arbeit zahlt sich also aus.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.forstbw.de oder www.fva-bw.de und bei den zuständigen Revierleitern.