Pressemitteilung

09.08.2019 09:16 Alter: 121 days

Zumeldung: Regierungspräsidium bestätigt Vorzugsvarianten des Landkreises und der Kommunen vor Ort

Das Regierungspräsidium Tübingen hat das Raumordnungsverfahren für den geplanten Ausbau der B 312 zwischen Biberach-Ringschnait und Erlenmoos-Edenbachen abgeschlossen. Der aus dem Abwägungsprozess hervorgegangene bevorzugte Streckenverlauf der Ortsumfahrungen entspricht der Vorzugsvariante, für die sich der Landkreis, die Städte Biberach und Ochsenhausen sowie die Gemeinde Erlenmoos im Rahmen der Beteiligung ausgesprochen haben. Die Entscheidung des Regierungspräsidiums wird deshalb seitens des Landkreises ausdrücklich begrüßt.


Die aus dem Raumordnungsverfahren hervorgegangene Vorzugsvariante für die Ortsumfahrungen von Ringschnait (Linie A) und Ochsenhau-sen/Erlenmoos/Edenbachen (Linie H5).

Die Südumfahrung von Ringschnait (Linie A) hat eine Länge von 2,43 Kilometer und hat im Vergleich zu einer Nordumfahrung insbesondere verkehrliche und naturschutzfachliche Vorteile. Mit der gewählten Variante wird der Ort am wir-kungsvollsten entlastet und die Eingriffe in geschützte Gebiete sind im Vergleich zu einer Nordumfahrung deutlich geringer.

Für den Abschnitt von Ochsenhausen über Erlenmoos nach Edenbachen über-wiegen die Vorteile einer nördlichen Umfahrung von Goppertshofen in Verbindung mit einer abgesetzten Linienführung zwischen Erlenmoos und Edenbachen und einem direkten Übergang zu einer nördlichen Umfahrung von Edenbachen (Linie H5). Diese hat eine Länge von 11,3 Kilometer. Die Variante beinhaltet den Rückbau der heutigen B 312 zwischen Erlenmoos und Edenbachen. Damit wird das Entlastungspotential in Erlenmoos und Edenbachen zusätzlich vergrößert und der Eingriff in Natur und Landschaft minimiert. Für eine nördliche Umfahrung von Goppertshofen spricht insbesondere, dass mit dieser Variante neben der Ortsdurchfahrt von Ochsenhausen auch die Ortsdurchfahrt von Goppertshofen vom Verkehr und dem damit verbundenen Lärm entlastet wird. Bei einer südlichen Umfahrung von Goppertshofen würde dagegen im Vergleich zur heutigen Situation zusätzlicher Verkehr durch Goppertshofen fließen. Die Lärmsituation würde sich weiter verschärfen.

Der Landkreis Biberach hatte im Juni 2018 im Auftrag der Planungsbehörde im Regierungspräsidium Tübingen den Antrag auf Einleitung des Raumordnungsverfahrens gestellt. Vor der Beteiligung der betroffenen Behörden und der Bevölkerung, wurde im Rahmen einer Öffentlichkeitsveranstaltung der Ablauf des Raumordnungsverfahrens sowie die Beteiligungsmöglichkeit am Verfahren erläutert.

Nachdem das Raumordnungsverfahren abgeschlossen ist, folgt als nächster Ver-fahrensschritt das sogenannte Linienbestimmungsverfahren durch das Bundes-verkehrsministerium. Dabei handelt es sich um ein rein behördeninternes Bewer-tungsverfahren, bei dem das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens in den Entscheidungsprozess mit einfließt. Die aus diesem Verfahren hervorgegangene Linie wird anschließend weitergeplant und ist Grundlage für das dann folgende Planfeststellungsverfahren.