Pressemitteilung

18.04.2020 18:57 Alter: 39 days

455 bestätigte Fälle – rund 260 Genesene

Im Landkreis Biberach wurden aktuell (Stand 18. April 2020, 17 Uhr) 455 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das sind sieben Personen mehr als am gestrigen Freitag. Hinzu kamen im Laufe des Tages zwei positiv getestete Män-ner und fünf positiv getestete Frauen.


Mittlerweile sind rund 260 Personen wieder genesen. Außerdem vermeldet das Gesundheitsamt einen weiteren Todesfall. Es handelt sich um einen 91-jährigen Mann. Insgesamt sind damit 15 Personen im Landkreis Biberach an Covid-19 verstorben. Es handelt sich um fünf Frauen und zehn Männer. Alle Personen verstarben im Krankenhaus, teilweise nach mehrwöchiger intensivmedizinischer Behandlung. Zehn Verstorbene waren 75 Jahre alt und älter, fünf zwischen 60 und 74 Jahre. Alle Verstorbenen hatten eine oder mehrere Vorerkrankungen, die teilweise auch die Immunabwehr einschränkten. 
 
Fünfte Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Coronaverordnung
 
Durch die Fünfte Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung am 17. April ergeben sich folgende vorsichtige Lockerungen. Die wesentlichen Änderungen nachfolgend. Sie können auch auf den Internetseiten des Landkreises unter www.biberach.de und des baden-Württembergischen Sozialministeriums unter https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de abgerufen werden.


1. Schrittweise Öffnungen im Einzelhandel und bei Bibliotheken  
 
Die Schließung von Einrichtungen wird teilweise aufgehoben.
In einem ersten Schritt wird die Öffnung folgender Einrichtungen ab dem 20. April 2020 bei Einhaltung der Hygienevorgaben und Abstandsregelungen – zusätzlich zu den bereits in den letzten Wochen zulässigen Öffnungen – wieder erlaubt:
 
•    Ladengeschäfte mit einer Verkaufsfläche von nicht mehr als 800 Quadratmetern.
•    Unabhängig von der Verkaufsfläche Kfz-Händler, Fahrradhändler, Buchhandlungen.
•    Bibliotheken – auch an Hochschulen.
•    Archive.
 
Friseurbetriebe sollen nach Beschluss von Bund und Ländern unter strengen Auflagen zum Infektionsschutz und Hygieneauflagen voraussichtlich ab 4. Mai wieder öffnen können. Dazu müssen in einer späteren Änderung der Verord-nung Regelungen erlassen werden. Sobald die Regelungen festgelegt sind, werden Sie hier veröffentlicht.
 
 
2. Geschlossen bleiben:
 
•    Gaststätten, Cafés, Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen. Der Außer-Haus-Verkauf Gaststätten, Eisdielen und Cafés ist allerdings gestattet.
•    Veranstaltungen sind weiterhin grundsätzlich untersagt.
•    Großveranstaltungen sollen nach Beschluss von Bund und Ländern voraussichtlich mindestens bis zum 31. August 2020 nicht möglich sein. Hierzu müssen die Details noch festgelegt werden.
 
Die Regelung, dass über die üblicherweise bestehenden Sonntagsöffnungen hinaus weitere Geschäfte am Sonntag geöffnet haben dürfen, wird wieder auf-gehoben.
 
 
3. Stufenweise Öffnung der Schulen und Hochschulen  
 
Die stufenweise Öffnung der Schulen beginnt am 4. Mai 2020 mit den Schülerinnen und Schülern aller allgemeinbildenden Schulen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, sowie den Abschlussklassen der beruflichen Schulen. Das Kultusministerium erarbeitet ein Konzept zur stufenweisen weiteren Öffnung.
 
Kindertageseinrichtungen und Kindergärten bleiben vorerst geschlossen. Die Notbetreuung bleibt gewährleistet und wird erweitert. Das Kultusministerium erarbeitet ein Konzept hierzu.
 
Hochschulen
Der Studienbetrieb an den Universitäten, Pädagogischen Hochschulen, Kunst- und Musikhochschulen, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) und den Akademien des Landes bleibt bis zum 3. Mai 2020 ausgesetzt. Er wird zum 20. April 2020 aber in digita-len Formaten wieder aufgenommen. Bereits begonnener Studienbetrieb wird in digitalen Formaten fortgesetzt. Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- oder Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern wie etwa Laborpraktika und Präpa-rierkurse, sind nur unter besonderen Schutzmaßnahmen zulässig, wenn zwin-gend notwendig.
 
Mensen und Cafeterien bleiben geschlossen. Hochschulbibliotheken können unter Auflagen öffnen.
 
 
4. Besuchsverbot Wohnungslosenhilfe  
 
Neu eingeführt wird bei den vulnerablen Gruppen ein Betretungsverbot zu Besuchszwecken für stationäre und teilstationäre Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe.
 
 
5. Es bleiben unter Auflagen geöffnet  
 
Wie bisher bereits, sind unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen folgende Geschäfte geöffnet:
•    Der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste
•    Getränkemärkte
•    Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien
•    Tankstellen
•    Banken und Sparkassen, Poststellen
•    Reinigungen, Waschsalons
•    Der Zeitungsverkauf
•    Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte
•    Der Großhandel.
 
Handwerker- und Dienstleistungsbetriebe (mit Ausnahmen im Bereich der Körperpflege) können ihrer Tätigkeit, wie in den letzten Wochen, grundsätzlich weiter nachgehen.
 
 
6. Unverändert geschlossen bleiben müssen
 
•    Gastronomiebetriebe, abgesehen vom Außerhaus-Verkauf.
•    Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen.
•    Theater, Opern, Konzerthäuser, zoologische und botanische Gärten und ähnliche Einrichtungen.
•    Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen.
•    Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen.
•    Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern.
•    Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.
•    Spielplätze.
•    Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe.
 
7. Weiter bestehende Einschränkungen  
 
Beibehalten werden müssen auch noch folgende Einschränkungen:
•    Das Abstandsgebot und die Kontaktbeschränkungen bleiben aufrechterhalten, einschließlich des Verzichts auf private Reisen und Verwandtenbesuche.
 
•    Ergänzend wird nun neu den Bürgerinnen und Bürgern dringend empfohlen, in der Öffentlichkeit, insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf im Einzelhandel, wo das Abstandsgebot im Alltag praktisch nicht eingehalten werden kann, sogenannte (nicht-medizinische) Alltagsmasken zu nutzen.
 
•    Die Einschränkungen hinsichtlich der Religionsausübung bleiben zunächst bestehen. Der Ministerpräsident und die Kultusministerin werden mit den Re-ligionsgemeinschaften das Gespräch zum weiteren Vorgehen aufnehmen.
•    Ebenfalls weiterhin untersagt sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonsti-gen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich. Ausnahmen gelten für den Bereich des Spitzensports.
•    Besuchsverbote in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen bleiben bestehen.