Pressemitteilung

20.02.2020 12:04 Alter: 47 days

Coronavirus (SARS-CoV-2): Aktuelle Hinweise auf der Internetseite des Landkreises Biberach

Im Landkreis Biberach gibt es aktuell keinen Verdachtsfall und auch keinen nachgewiesenen Fall des Coronavirus (SARS-CoV-2). Das Kreisgesundheitsamt informiert jedoch ständig auf den Internetseiten des Landratsamtes unter www.biberach.de über Aktuelles zum Coronavirus. Mittlerweile wurde auch in Baden-Württemberg im Landkreis Göppingen eine erste Infektion bestätigt.


Das Kreisgesundheitsamt steht in ständigem Austausch mit dem Landesgesundheitsamt und richtet sich in seinem Vorgehen nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI). Damit im begründeten Verdachtsfall schnell, angemessen und situationsangepasst gehandelt werden kann, haben sich das Kreisgesundheitsamt, die Kliniken und der Rettungsdienst in den letzten Wochen bereits ausgetauscht um auf notwendige Maßnahmen vorbereitet zu sein. Im konkreten Einzelfall berät das Gesundheitsamt die niedergelassene Ärzteschaft zum weiteren Vorgehen. 

Bei einem Nachweis des Coronavirus im Landkreis veranlasst das Gesundheitsamt auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes alle erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen. Hierzu zählen beispielsweise die Isolierung betroffener Patienten, die Erfassung und Untersuchung von Kontaktpersonen und die Absonderung ansteckungsverdächtiger Kontaktpersonen zum Beispiel durch häusliche Beobachtung. Im Falle einer landesweiten Ausbreitung wird das Kompetenzzentrum Gesundheitsschutz beim Landesgesundheitsamt die zentrale Koordination im Land übernehmen und die Gesundheitsämter vor Ort unterstützen.

Hygienehinweise
Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (zirka ein bis zwei Meter) nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten.

Hinweise für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Zu den Risikogebieten zählen derzeit (26.2.2020,12 Uhr):
• In China: Provinz Hubei (inklusive Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang.
• Im Iran: Provinz Ghom
• In Italien: Provinz Lodi in der Region Lombardei und die Stadt Vo in der Pro-vinz Padua in der Region Venetien.
• In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)

Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben und bis 14 Tage nach der Rückkehr beziehungsweise dem Kontakt grippeartige Krankheitssymptome entwickeln, sollten einen Arzt aufsuchen. „Nehmen Sie in diesem Fall unter Hinweis auf den Aufenthalt in einem Risikogebiet immer zuerst telefonisch Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Notdienst auf. Vermeiden Sie unnötige Kontakte, bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause, halten Sie beim Husten und Niesen Abstand zu anderen und drehen Sie sich weg; halten Sie die Armbeuge vor Mund und Nase oder benutzen Sie ein Taschentuch, das sie sofort entsorgen“, rät Dr. Monika Spannenkrebs, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, in Abstimmung mit dem Landesgesundheitsamt

Wenn eine Person Kontakt mit einer Person im Risikogebiet hatte, die bereits an einer Infektion mit Covid19 erkrankt ist, soll sich diese Person, auch wenn sie keine Symptome hat, beim Gesundheitsamt Biberach unter der Telefonnummer 07351 52-6151 melden.

Telefon-Hotline und weitere Informationen beim Landesgesundheitsamt

Für allgemeine Fragen zum Coronavirus hat das Landesgesundheitsamt eine Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger eingerichtet. Sie erreichen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werktags zwischen 9 und 16 Uhr telefonisch unter der Telefonnummer 0711 904-39555. Dort gibt es auch noch weitergehende Informationen unter www.gesundheitsamt-bw.de.