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Avatare für soziale Teilhabe erkrankter Kinder und Jugendlichen


Wenn es bislang Schülerinnen und Schülern nicht möglich war am Unterricht teilzunehmen, waren die Lösungen eher unzufrieden stellend. Eine betroffene Schülerin berichtet beispielsweise, dass sie während dieser Zeit per Videokonferenz dem Unterricht zugeschaltet war. Dabei wurden ihre Meldungen trotz eingeschalteter Kamera oftmals von den Lehrern kaum bis gar nicht wahrgenommen. Schwerwiegender war jedoch, dass die Videokonferenz schon beim Start oder der ständigen fehlerbehafteten Verbindung scheiterte.

Die Avatare, die in Norwegen entwickelt wurden, sind einfach zu bedienen und verfügen über mehr Funktionen, welche den Schülerinnen und Schülern das Gefühl ermöglichen, mitten im Geschehen zu sein. Der Avatar wird einfach an den Platz des Schülers oder der Schülerin gestellt und schaltet sie durch einen einzigen Knopfdruck ein. Der Schüler oder die Schülerin ist nun per Tablet verbunden und kann jegliche Anweisungen erteilen. Zum Beispiel verfügt der Avatar über eine 360 Grad Funktion, er leuchtet, wenn man sich melden will oder er signalisiert durch Gesichtsausdrücke Emotionen, sodass die Lehrkraft sehen kann, ob das Thema gerade verstanden wird.

Einer Schülerin aus dem Landkreis hat der Avatar in diesem Jahr zum Abitur verholfen. Für Landrat Mario Glaser zeigte das auf, dass die Avatare in Zukunft vermehrt in Schulen eingesetzt werden sollten. „Einfach nur toll, was inzwischen durch Technik erreicht werden kann“, bemerkt er dazu bei der Vorstellung an und er ergänzte: „Ich bin froh, dass das Kreismedienzentrum mit den Avataren nun einzelnen Kindern und Jugendlichen eine Teilhabe ermöglichen, welche sonst nur schwer umsetzbar wäre. Das hilft und stärkt betroffene Familien in schweren Zeiten.“

In naher Zukunft sollen die „technischen Helfer“ konkret an einer Schule im Landkreis mit mehreren erkrankten Kindern eingesetzt werden, um weiteres Feedback von den betroffenen Schülern, als auch von den Lehrern einzuholen.

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