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Gastfamilien für minderjährige Flüchtlinge gesucht


„Die jungen Menschen sind derzeit, bis auf absolute Ausnahmen, alle männlich und überwiegend zwischen 14 und 17 Jahren alt. Sie kommen überwiegend aus Afghanistan und Syrien“, erklärt Edith Klüttig, Leiterin des Kreisjugendamts. „Deshalb ist bei den Gastfamilien wichtig, dass sie offen für andere Kulturen sind“, so Klüttig.

Noch sind die Zahlen bei den unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten (UMA) nicht so hoch wie vor fünf oder sechs Jahren, doch sie stiegen zuletzt dramatisch an. Die Minderjährigen dürfen nicht in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden. Eine Alternative sind Wohngruppen, für die der Gesetzgeber eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung vorschreibt. Diese Plätze sind jedoch bereits alle belegt.

Das Kreisjugendamt sucht daher Familien, die bereit und in der Lage sind, einen jungen Menschen bei sich aufzunehmen. Immer wieder kommen auch Geschwisterpaare, die natürlich nicht getrennt werden sollten. „Daher wäre es schön, wenn Familien gefunden werden könnten, die auch mehr als einen Jugendlichen aufnehmen könnten“, so Klüttig.  Die potentiellen Gastfamilien erhalten selbstverständlich eine finanzielle Unterstützung, die sich aus den Kosten für den Sachaufwand, den Kosten für die Betreuung und Erziehung und diversen Beihilfen zusammensetzen.

Das Jugendamt übernimmt die Aufgaben von der eigentlichen Vermittlung über die Suche nach einem Schulplatz und lässt die potentiellen Gastfamilien auch nach der Vermittlung nicht allein. Zudem erhält jedes Kind einen meist ehrenamtlichen Vormund. Nach den ersten drei Monaten erfolgt eine detaillierte Hilfeplanung, die dann im Halb-Jahres-Rhythmus wiederholt wird.

Weitere Informationen erhalten interessierte Familien im Kreisjugendamt bei

Sabine Bachner, Telefon 07351/526517, E-Mail sabine.bachner@biberach.de und Denise Brischar, Telefon 07351/526254, E-Mail denise.brischar@biberach.de

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