Lehrfahrt für Bäuerinnen bietet Einblicke in Geflügel- und Kartoffelhof
Auf dem Geflügelhof der Familie Zembrot auf dem Atzenberg bei Bad Schussenried nahmen Betriebsinhaber Rainer Zembrot und sein Sohn Manuel Zembrot die Teilnehmerinnen mit auf einen Rundgang durch den Betrieb. In der Eierverpackungsstation erhielten die Teilnehmerinnen interessante Informationen zur Herkunft der ungekochten Eier, die auf dem Betrieb gekennzeichnet und verpackt werden. Die Eier werden mittels Maschine auf Schäden und Mängel kontrolliert und anschließend nach Gewicht sortiert. Durch die Kennzeichnung wird es den Verbrauchern ermöglicht nachzuvollziehen, woher die Eier stammen.
Manuel und Rainer Zembrot informierten über das große Einzugsgebiet der Lohnfärberei des Geflügelhofs Zembrot, welches bis in den Schwarzwald und nach Stuttgart reicht. In der Färberei werden nur Eier der Größe M gefärbt, da die Dauer des Kochprozesses auf diese Größe abgestimmt ist. Die Teilnehmerinnen erfuhren außerdem, wie sich die lebensmittelechte Farbe zusammensetzt und dass diese das Ei luftdicht verschließt. Während des Jahres werden die Vespereier in lediglich drei Farben gefärbt, in der Zeit des Ostergeschäfts sind es sechs Farben. Nach dem Färben werden die Eier gekühlt, damit der wachsweiche Kern entsteht. Anschließend werden die Eier direkt für die entsprechenden Betriebe verpackt.
Hofladen, Ferienwohnungen, Eventraum
Auf dem Kartoffelhof Daiber in Bad Schussenried-Sattenbeuren nahm Familie Daiber die Teilnehmerinnen im Eventraum in Empfang. Benjamin Daiber berichtete über die Geschichte und Entwicklung des Betriebs zum Kartoffelhof mit Pflanzkartoffeln und Speisekartoffeln und stellte darüber hinaus die Ferienwohnungen, den Eventraum und den Hofladen vor.
Die Ferienwohnungen sowie der rund um die Uhr geöffnete Hofladen werden sehr gut angenommen. Besonders am Wochenende wird der Hofladen gerne von Verbrauchern besucht.
Nach einem Imbiss, bei dem die Besucherinnen drei verschiedene Kartoffel-sorten probieren konnten, ging es gemeinsam in die gekühlte Kartoffelhalle. Dort erläuterte Benjamin Daiber den Anbau und die Ernte der Kartoffeln sowie die Auswirkungen der langanhaltenden Trockenheit. Außerdem erhielten die Teilnehmerinnen Informationen zur Lagerung, zur Reinigung und zum Sortieren der angebauten Kartoffeln. Das Abfüllen der Kartoffeln in unterschiedliche Gebinde mithilfe einer Maschine wurde dann anschaulich vorgeführt.
Die Lehrfahrt bot den Teilnehmerinnen vielfältige Einblicke in zwei interessante Betriebe im Landkreis Biberach und zeigte eindrucksvoll, wie eine erfolgreiche Erzeugung, Verarbeitung, Lagerung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten gelingen können.