Kurzzeitkennzeichen beantragen

Das Kurzzeitkennzeichen können Sie als Privatperson oder Firma für ein verkehrssicheres, aber nicht zugelassenes Fahrzeug beantragen.

Sie können es nur nutzen für:

     

  • Probefahrten und
  • Überführungsfahrten.
  •  

Sie können es nur für das im Fahrzeugschein eingetragene Fahrzeug verwenden. Das Kurzzeitkennzeichen gilt höchstens für fünf aufeinander folgende Kalendertage, einschließlich des Tages der Zuteilung.

Hinweis: Der Beginn der Geltungsdauer darf nicht vordatiert werden. Berücksichtigen Sie dies vor allem, wenn Sie es vor einem Wochenende oder vor Feiertagen beantragen.

Seit dem 1. April 2015 werden Kurzzeitkennzeichen nur noch an Fahrzeuge mit gültiger EG-Typgenehmigung oder Betriebserlaubnis und nur mit gültiger Hauptuntersuchsuchung/Sicherheitsprüfung vergeben. Sollte Ihr Fahrzeug diese Voraussetzungen nicht erfüllen, kann zwar ein Kurzzeitkennzeichen zugeteilt werden. Die Nutzung wird aber für bestimmte Zwecke eingeschränkt. Das Kurzzeitkennzeichen gilt in der Regel nur innerhalb von Deutschland. Wenn Sie ein Kurzzeitkennzeichen zur Überführung eines Fahrzeuges ins Ausland nutzen möchten, machen Sie dies auf eigenes Risiko. Für diesen Zweck steht Ihnen auch das Ausfuhrkennzeichen zur Verfügung.

Tipp: Erkundigen Sie sich vorher bei den zuständigen ausländischen Behörden, ob das deutsche Kurzzeitkennzeichen im Bestimmungsstaat anerkannt wird.

Zuständigkeit

die Zulassungsbehörde, in deren Bezirk Sie Ihren Hauptwohnsitz, Betriebssitz beziehungsweise Ihre Niederlassung haben oder die Zulassungsbehörde des Fahrzeugstandorts. Wenn Sie im Inland nicht gemeldet sind, ist die Behörde des Wohnorts oder des Aufenthaltsorts einer empfangsbevollmächtigten Person zuständig. Zulassungsbehörde ist,

     

  • für einen Stadtkreis: die Stadtverwaltung
  • für einen Landkreis: das Landratsamt.
  •  

Zuständig für den Landkreis Biberach ist die Zulassungsbehörde des Verkehrsamtes Biberach sowie die dazugehörigen Außenstellen Riedlingen, Laupheim oder Ochsenhausen. Wenn keine gültige Hauptuntersuchung oder gültige Betriebserlaubnis vorhanden ist, ist nur die Zulassungsbehörde, in deren Bezirk das Kraftfahrzeug steht, zuständig.

Voraussetzungen

Voraussetzungen für den Erhalt eines Kurzzeitkennzeichens sind:

     

  • Sie benötigen das Fahrzeug für

       

    • eine Probefahrt, auf der Sie die Gebrauchsfähigkeit feststellen und nachweisen können oder
    • eine Überführungsfahrt, um das Fahrzeug an einen anderen Ort zu bringen.
    •  

  • Sie haben einen eigenen konkreten Bedarf für die Zuteilung eines Kurzzeitkennzeichens. Beantragen Sie Kurzzeitkennzeichen für mehrere Fahrzeuge gleichzeitig, müssen Sie einen Bedarfsnachweis erbringen.
  • Sie müssen das Fahrzeug bei der Zulassungsbehörde konkret nennen und die Daten zum Fahrzeug nachweisen.
  • Für das Fahrzeug muss eine EG-Typgenehmigung oder Betriebserlaubnis vorliegen.
  • Für das Fahrzeug muss während des gesamten Gültigkeitszeitraums eine gültige Hauptuntersuchung (HU) und gegebenenfalls eine Sicherheitsprüfung (SP) nachgewiesen werden.
  •  

Wenn für Ihr Fahrzeug keine EG-Typgenehmigung oder Betriebserlaubnis vorliegt, dürfen Sie mit einem Kurzzeitkennzeichen nur Fahrten durchführen, die im Zusammenhang mit der Erlangung der erforderlichen Gutachten stehen. Dann dürfen Sie nur zur nächstgelegenen Begutachtungsstelle im Bezirk, die das Kennzeichen zugeteilt hat, oder im angrenzenden Bezirk mit dem Kurzzeitkennzeichen fahren.

Wenn Ihr Fahrzeug keine gültige HU oder SP hat, erhält es ein Kurzzeitkennzeichen nur für die Fahrt

     

  • zur nächstgelegenen Untersuchungsstelle im Zulassungsbezirk und zurück oder
  • in eine nächstgelegene Werkstatt im Zulassungsbezirk, in dem das Kennzeichen ausgegeben wurde oder in einen angrenzenden Bezirk und zurück zur unmittelbaren Reparatur festgestellter erheblicher oder geringer Mängel.
  •  

Dies gilt nicht für Fahrzeuge, die als verkehrsunsicher eingestuft wurden.

Unterlagen

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Bei Vertretung zusätzlich: Schriftliche Vollmacht
  • Bei juristischen Personen/Firmen: Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung oder Vereinsregisterauszug
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (früher: Fahrzeugschein) –Kopie/Fax erlaubt, bitte beachten: Vorder- und Rückseite
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (früher: Fahrzeugbrief) -  Kopie/Fax erlaubt
  • Gültige Hauptuntersuchung (wenn keine vorhanden ist, bitte Hinweise unten beachten)
  • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Code) speziell für Kurzzeitkennzeichen
  • Genehmigter Typ oder Einzelgenehmigung des Kraftfahrzeugs (bei Eigenumbauten)

Hinweise zur Verwendung von Kurzzeitkennzeichen

Bei Kurzzeitkennzeichen ist zu beachten, dass es sich um ein nationales Kennzeichen handelt. Bei Überführung in ein Nachbarland ist ein Ausfuhrkennzeichen zu beantragen. Nicht in allen EU-Ländern wird ein Kurzzeitkennzeichen anerkannt.

Bei fehlender Hauptuntersuchung (HU), Einzel- oder Typgenehmigung ist ein Kurzzeitkennzeichen am Standort des Fahrzeugs zu beantragen.  (Beispiel: Wenn sich das Fahrzeug in Ulm befindet, der Halter seinen Wohnsitz in Biberach hat und das Fahrzeug keine gültige HU hat, ist somit das Kurzzeitkennzeichen in Ulm zu beantragen).

Wenn keine HU oder SP nach §29 StVZO vorliegt, dürfen Kurzzeitkennzeichen zur nächstgelegenen Untersuchungsstelle im Zulassungsbezirk des Fahrzeugstandorts und zurück verwendet werden. Die Beschränkung der Fahrt zur Erlangung einer Betriebserlaubnis, Einzelgenehmigung oder Fahrt zur Abnahme einer HU oder SP, wird im Fahrzeugschein vermerkt.

Zur Überführung des Kraftfahrzeugs muss der Halter ein zweites Mal vorsprechen und die notwendigen Unterlagen vorlegen.

Ablauf

Sie selbst, eine bevollmächtigte oder eine empfangsberechtigte Person müssen das Kurzzeitkennzeichen bei der zuständigen Zulassungsbehörde beantragen. Je nach Angebot der Zulassungsbehörde steht Ihnen ein Formular zum Download oder ein Onlinedienst über das Internet zur Verfügung.

Tipp: Kennzeichenschilder erhalten Sie bei privaten Anbietern in der Nähe der Zulassungsbehörden.

Hinweis: Als antragstellende Person, die nicht in Deutschland gemeldet ist, können Sie das Kurzzeitkennzeichen bei der zuständigen Zulassungsbehörde beantragen, wenn Sie eine empfangsberechtigte Person nennen.

Gebühren

12,80 Euro

Die Kosten für die Kennzeichenschilder sind in den Gebühren nicht enthalten.

Die Bezahlung ist bar oder mit EC-Cash möglich.

Zuständiges Amt

Zulassungsbehörde

Ansprechpartner/in

Zulassungshotline

Telefon 07351 52-6070
Telefax 07351 52-5395

zulassungsbehoerde(at)biberach.de

 

Oliver Fechter

Telefon 07351 52-6070
Telefax 07351 52-5395

oliver.fechter(at)biberach.de

 

Michael Skanda

Telefon 07351 52-6070
Telefax 07351 52-5395
michael.skanda(at)biberach.de

Sprechzeiten

Montag
7.30 – 15.30 Uhr

Dienstag
7.30 – 14 Uhr

Mittwoch
7.30 – 17 Uhr

Donnerstag
7.30 – 15.30 Uhr

Freitag
7.30 – 12 Uhr

Formulare

Im Formulare Center stehen die wichtigsten Formulare für Sie zum Download bereit.

Information

Die Inhalte werden über eine Schnittstelle der imakomm vom Portal service-BW vollständig übernommen und eingelesen