Prüfungs- und Befähigungsnachweise

Ausländische Bildungsnachweise wie Schulzeugnisse, Studienbescheinigungen oder Hochschuldiplome können bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen baden-württembergischen Zeugnissen gleichgestellt werden.

Für eine Feststellung der Gleichwertigkeit müssen Sie in der Regel amtlich beglaubigte Fotokopien der originalsprachlichen Zeugnisse und der Übersetzungen der Zeugnisse einreichen. Die Übersetzungen müssen öffentlich bestellte und beeidigte Urkundenübersetzer oder Urkundenübersetzerinnen anfertigen.

Sofern Sie eine Anerkennung Ihres Schulabschlusses für den Zugang zu einer schulischen oder beruflichen Ausbildung benötigen, können Sie die ausländischen Zeugnisse durch die Zeugnisanerkennungsstelle beim Regierungspräsidium Stuttgart prüfen lassen. Diese bewertet Bildungsnachweise aus dem Ausland im Hinblick auf die eventuelle Zuerkennung eines vergleichbaren Bildungsabschlusses (z.B. Hauptschul- und Realschulabschluss, Hochschul- und Fachhochschulreife).

Hinweis: Die Anerkennung der Hochschulzugangsberechtigung für Ausländer und Ausländerinnen (nicht Spätaussiedler und Spätaussiedlerinnen) erfolgt im Rahmen der Bewerbung um einen Studienplatz durch die jeweilige Hochschule.

Die berufliche Anerkennung ist nur dann nötig, wenn es sich um einen reglementierten Beruf handelt. Reglementiert sind Berufe, deren Berufszugang und die Berufsausübung an den Nachweis einer Qualifikation gebunden ist.

Das sind in Deutschland:

     

  • Gesundheitsberufe (z.B. Arzt, Krankenschwester, Hebamme, Physiotherapeut)
  • Berufe im technischen Bereich (z.B. Architekten, Ingenieure, Industriemeister, Handwerksmeister)
  • Berufe im schulischen, sozialpädagogischen und sozialen Bereich (z.B. Lehrer, Sozialarbeiter, Erzieher, Altenpfleger)
  • Berufe in der Schifffahrt/Seefahrt
  • Verkehrsberufe (z.B. Straßenmeister)
  • Rechtsberufe (z.B. Anwalt, Rechtspfleger)
  • Berufe in der Forstwirtschaft
  • Berufe der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung
  • der Beruf des Lebensmittelchemikers
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Ist der Beruf, in dem Sie in Deutschland arbeiten möchten, nicht reglementiert, entscheidet der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin darüber, ob die Qualifikation anerkannt wird. Das heißt, Sie können die Tätigkeit ohne staatliche Anerkennung ausüben.

Für die Ausübung eines der reglementierten Berufe ist eine Anerkennung notwendig, die Sie bei den zuständigen Stellen beantragen müssen. Informationen erhalten Sie bei dem Regierungspräsidium, in dessen Bezirk Sie wohnen.

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