Kirchdorf an der Iller

Im Einzugsbereich von Memmingen, aber auf der westlichen, württembergischen Seite der Iller liegt Kirchdorf an der Iller als östlicher Vorposten des Landkreises Biberach. Mit seinen Teilorten Kirchdorf, Unter- und Oberopfingen ist es rund 30 Kilometer von der großen Kreisstadt Biberach entfernt. Eine geographische Besonderheit sind seine beiden Wohnplätze Binnrot und Waldenhofen, die als Exklave vollständig von den beiden Nachbargemarkungen Berkheim und Erolzheim umfasst werden. Seinen rund 3.500 Einwohnern hat die Gemeinde viel zu bieten:

Schule und Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten, eine gute Anbindung an die Bundesautobahn A 7, Ärzte, Sportanlagen, ein großes Freibad, einen Bürgerpark und nicht zuletzt ein 15-stöckiges Hochhaus, das als Wahrzeichen der Moderne die Gemeinde überragt und sie dadurch in Deutschland wohl auch einzigartig macht.

Urkundlich erstmals erwähnt wurde die Gemeinde im Stiftungsbrief des Klosters Ottobeurens im Jahr 764 n. Chr.. Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges war die Gemeinde überwiegend von der Agrarwirtschaft geprägt. Erst mit dem Aufstieg der örtlichen Maurerfirma Sailer-Liebherr zum Konzern für Baumaschinen, setzte eine stürmische industrielle Entwicklung ein. Durch den raschen Erfolg der Firma Liebherr und die dadurch zahlreich entstehenden Arbeitplätze fanden in den Nachkriegsjahren Heimatvertriebene aus ehemals reichsdeutschen Ostgebieten in Kirchdorf ebenso eine Heimat wie Gastarbeiterfamilien aus südlichen Ländern Europas. Dieser Mix der Kulturen hat Kirchdorf bereichert und der Gemeinde eine weltoffenes und liberales Gepräge gegeben.

Neben den wirtschaftlichen Aktivitäten sorgen 29 örtliche Vereine und Gruppierungen für ein attraktives Lebensumfeld und dafür, dass man sich in Kirchdorf und seinen Teilorten wohlfühlt. Die landschaftlich reizvolle Umgebung mit viel Natur, durch die ein gut ausgebautes Radwegenetz führt, sowie der nahe Illerauwald, sorgen für weitere Sport- und Erholungsmöglichkeiten.

Begünstigt durch die Iller und den 1925 gebauten Illerkanal, aber auch durch zahlreiche private Initiativen im Bereich der solaren Energieerzeugung und der Biogasverstromung wurden so im letzten Jahr rund 64 Millionen Kilowattstunden Strom aus regenerativen Energiequellen erzeugt. Dieser Wert entspricht der zirka 2,4 fache Menge, die die Gesamtgemeinde einschließlich aller ihrer Industrie- und Gewerbeunternehmen im Jahr verbraucht. Durch den Export von sogenanntem „Grünem Strom“ leistet die Gemeinde damit einen regional bedeutenden Beitrag zur Einsparung fossiler Energieträger. Neben den Stromerzeugungsaktivitäten ist der Teilort Oberopfingen auf dem besten Weg zum Bioenergiedorf. Bis zum Jahresende werden über ein mehr als sechs Kilometer langes Nahwärmenetz insgesamt 150 der 222 Ortsgebäude mit sauberer und CO2 freier Energie aus der in Unteropfingen stehenden großen Biogasanlage versorgt werden.

Impressionen aus Kirchdorf an der Iller

Bürgerpark
Freibad
Kirche

Bürgermeister

Rainer Langenbacher

Adresse

Gemeinde Kirchdorf an der Iller
Rathausstraße 11
88457 Kirchdorf an der Iller
Telefon 07354 9332-0
Telefax 07354 9332-190
info(at)kirchdorf-iller.de
www.kirchdorf-iller.de