Aufenthaltserlaubnis für Au-pair-Beschäftigte (Nicht-EU/EWR) beantragen

Wenn Sie aus einem Staat außerhalb der EU oder des EWR kommen und als Au-pair-Beschäftigte oder -Beschäftigter in Deutschland arbeiten möchten, benötigen Sie

     

  • ein Visum, um nach Deutschland einzureisen und
  • anschließend eine Aufenthaltserlaubnis für Au-pair-Beschäftigung.
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Die Aufenthaltserlaubnis für eine Au-pair-Beschäftigung gilt nur für

     

  • die Mitarbeit im Haushalt der Gastfamilie und
  • die Kinderbetreuung.
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Nicht erlaubt sind Pflegetätigkeiten (z.B. die Kranken- oder Altenpflege).

Zuständigkeit

     

  • für die Erteilung eines nationalen Visums vor der Einreise in das Bundesgebiet: die deutsche Auslandsvertretung (Botschaft, Konsulat)
  • nach der Einreise: die Ausländerbehörde, i
    Ausländerbehörde ist
  • wenn Sie in einem Stadtkreis oder in einer großen Kreisstadt wohnen: die Stadtverwaltung
  • wenn Sie in einer kreisangehörigen Stadt wohnen: das Landratsamt
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Zuständig für die Städte und Gemeinden des Landkreis Biberach ist Ausländerbehörde des Ordnungsamtes. 

Ausnahmen:

    • Stadt Biberach

Voraussetzungen

     

  • Sie besitzen

       

    • eine Krankenversicherung,
    • einen abgeschlossenen Au-pair-Vertrag und
    • ein gültiges nationales "Visum für Au-pair-Beschäftigung",
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  • Sie sind mindestens 18 Jahre alt und nicht älter als 26 Jahre,
  • Sie verfügen über Grundkenntnisse der deutschen Sprache und
  • Sie haben sich bei Ihrer Gastfamilie mit Hauptwohnsitz angemeldet.
  • In Ihrer Gastfamilie

       

    • besitzt eine erwachsene Person die deutsche Staatsangehörigkeit und
    • wird Deutsch als Muttersprache gesprochen.
      Die Familie kann auch aus einem deutschsprachigen Land oder einem Landesteil stammen, in dem es Deutsch als Muttersprache gibt. Spricht die Familie Deutsch nicht als Mutter-, aber als Familiensprache, kann die zuständige Stelle Ihren Aufenthalt nur erlauben, wenn Sie nicht aus dem Heimatland der Gasteltern stammen.
      Als Familie zählen Ehepaare mit oder ohne Kind sowie unverheiratete Paare oder Alleinerziehende mit Kind im gemeinsamen Haushalt.
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  • Die Agentur für Arbeit stimmt Ihrer Beschäftigung zu.
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Unterlagen

     

  • gültiger Reisepass
  • ein aktuelles Passfoto
  • Meldebestätigung über den Hauptwohnsitz bei der Gastfamilie
  • Nachweis der Krankenversicherung
  • Au-pair-Vertrag
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Ablauf

Vor der Einreise nach Deutschland müssen Sie, wenn nötig, in Ihrem Heimatland ein nationales Visum für Au-Pair-Beschäftigte beantragen.

Nach der Einreise müssen Sie zuerst Ihren Hauptwohnsitz anmelden.

Danach beantragen Sie die Aufenthaltserlaubnis schriftlich bei der zuständigen Stelle. Ist die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erforderlich, holt die zuständige Stelle diese ein.

Anschließend erhalten Sie entweder die Aufenthaltserlaubnis oder einen Ablehnungsbescheid.

Achtung: Sie dürfen erst als Au-pair arbeiten, wenn Sie die Aufenthaltserlaubnis für die Au-pair-Beschäftigung erhalten haben.

Eine Arbeitsaufnahme vor Erteilung der Aufenthaltserlaubnis kann sich negativ auf Ihren Aufenthaltsstatus auswirken.

Die Aufenthaltserlaubnis gilt für höchstens ein Jahr. Sie können sie für denselben Zweck nicht verlängern lassen.

Gebühren

  • für das nationale Visum: 60 Euro
  • für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis: 100 Euro

Sonstiges

Sie benötigen kein Visum, sondern nur die Aufenthaltserlaubnis, wenn Sie aus einem der folgenden Staaten kommen:

     

  • Australien
  • Israel
  • Japan
  • Kanada
  • Neuseeland
  • Republik Korea
  • Vereinigte Staaten von Amerika
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Beantragen Sie Ihre Aufenthaltserlaubnis vor Ablauf von 90 Tagen nach Ihrer Einreise.

Tipp: Trotz bestehender Visumfreiheit kann es im Einzelfall empfehlenswert sein, mit einem Visum für eine Au-pair-Beschäftigung einzureisen. Erkundigen Sie sich dazu bei der deutschen Vertretung in Ihrem Heimatland.

Keine Aufenthaltserlaubnis benötigen Sie als Staatsangehörige oder Staatsangehöriger der Schweiz.

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