Archiv Energiespartipps

Energiespartipp Juli 2020

Solarstromanlagen: "Schwarze Schafe" erkennen

Immer mehr Eigenheimbesitzer sehen die Vorteile einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach: selbst produzierten Strom verbrauchen, Geld sparen und dazu noch das Klima schützen. Doch das gestiegene Interesse an der Solarenergie lockt auch unseriöse Geschäftemacher an. Diese versuchen vermehrt mit dubiosen Methoden Hausbesitzer zu schnellen Geschäftsabschlüssen bei Photovoltaikanlagen zu bewegen.

In den vergangenen Wochen sind vermehrt Beschwerden über Firmen eingegangen, die Verbraucher am Telefon oder an der Haustür Solaranlagen verkaufen wollen. „In unseren Beratungsgesprächen hören wir immer öfter von grenzwertigen Vertriebsmaschen, Verweigerung von Widerrufsrechten und falsch eingebauten Komponenten“, sagt Matthias Bauer, Abteilungsleiter Bauen, Wohnen, Energie bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Besondere Vorsicht ist geboten, da die Unternehmen oft vorgeben, im Auftrag von lokalen Stadtwerken oder gar der Landesregierung Baden-Württemberg anzurufen. Das ist aber gar nicht der Fall, solche Firmen sind nicht seriös.

Es ist daher wichtig keine sensiblen Daten wie Zählerstände, Informationen zu bestehenden Verträgen oder Kontoverbindungen weiterzugeben. „Wer einen Vertrag am Telefon abschließt, es sich aber anschließend anders überlegt, muss schnell handeln. Denn nur innerhalb von 14 Tagen kann der Vertrag widerrufen werden. Zudem gibt es seit einigen Jahren das „Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken“, welches Telefonwerbung und damit zusammenhängende Telefonabzocke verhindern soll. So ist ein Anruf bei fehlender Einwilligung ein unerlaubter Werbeanruf, der von der Verbraucherzentrale abgemahnt werden und den die Bundesnetzagentur mit bis zu 300.000 EUR Bußgeld ahnden kann.“, so Bauer weiter.

Generell empfiehlt es sich beim Thema Photovoltaik mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern einzuholen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Biberach bieten anbieterunabhängige Hilfe bei der Beurteilung von Angeboten an. Termine können unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 809 802 400 oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 - 37 23 74 vereinbart werden. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Energiespartipp Juni 2020

Den Keller im Sommer trocknen? - Vorsicht beim Lüften

Es klingt erst mal einleuchtend, einen feuchten Keller im Sommer durch warme
Luft zu trocknen. Leider gelingt das nicht in jedem Fall und kann sogar zum gegenteiligen Effekt führen.

Warme Luft kann viel Wasserdampf aufnehmen. Gelangt die warme Außenluft in
den kalten Keller, kühlt sie ab. Die relative Luftfeuchtigkeit erhöht sich, da kalte
Luft weniger Wasserdampf aufnehmen kann. An den kalten Wänden im Keller
oder der Souterrainwohnung kann es dann zur Bildung von Kondenswasser kommen,
wie bei einer kalten Flasche, die aus dem Kühlschrank genommen wird. Aber auch ohne Tropfenbildung an den Kellerwänden kann es zum Wachstum von Schimmelpilzen kommen, wenn die Luftfeuchte für längere Zeit bei 80 Prozent oder darüber liegt.

Das Lüften kalter Räume sollte in der warmen Jahreszeit besser in den kühleren
Abend-, Nacht- oder Morgenstunden erfolgen. Am besten wird das Fenster dabei
komplett geöffnet. Da die Luft in der warmen Jahreszeit bereits eine hohe relative
Luftfeuchtigkeit hat, kann sie kaum noch Feuchtigkeit aufnehmen. Der maximale
Sättigungswert ist somit schnell erreicht. Im Winter hingegen ist die Luft draußen
trockener als innen. Beim Lüften im Winter wird wärmere, feuchte Luft aus dem
Innenraum durch kältere, trockene Außenluft ausgetauscht. Die Frischluft erwärmt
sich und nimmt die Feuchtigkeit der Wohnung oder des Kellerraums auf, bis sie
wieder ausgetauscht wird. Über einen längeren Zeitraum wird der Raum so trockener.

Die Energieagentur Biberach und die Energieberatung der Verbraucherzentrale
Baden-Württemberg bieten eine kostenlose Beratung zu allen Fragen rund ums
Heizen, Lüften und Energiesparen an: Kontakt und Terminvereinbarung unter
07351 - 37 23 74.

Energiespartipp September 2019

Photovoltaik-Anlagen lohnen sich für Eigentümer

Jede erzeugte Kilowattstunde (kWh) Strom setzt im Durchschnitt 474 Gramm CO2 frei. Anders ist es bei der Photovoltaik. Umweltfreundlicher Solarstrom ist fast CO2-frei. Für selbst erzeugten Photovoltaik-Strom, der im eigenen Haushalt verbraucht wird, spart der Verbraucher die Bezugskosten ein. Sie betragen aktuell etwa 30 Cent pro kWh. Der überschüssige Strom wird ins Stromnetz eingespeist und der Anlagenbetreiber bekommt dafür „nur“ etwa 10 Cent pro kWh. Maßgeblich für die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage ist deshalb ein möglichst hoher Eigenverbrauchsanteil.

Photovoltaik-Anlagen werden mit Batteriespeichern derzeit nicht wirtschaftlicher

Mit einem Batteriespeicher kann der Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms erheblich erhöht werden. Dennoch wird die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik-Anlagen oft schlechter, wenn ein Batteriespeicher eigesetzt wird. Gründe hierfür sind die Anschaffungskosten für Batteriespeicher sowie die begrenzte Lebensdauer der Batterien. Verbraucher, die dennoch einen Batteriespeicher nutzen wollen, sollten darauf achten, dass dieser richtig dimensioniert wird. Maßstäbe für die Größe eines Batteriespeichers sind die Höhe des Strombedarfs sowie die Größe der Photovoltaik-Anlage. Bei zu großer Speicherdimensionierung entstehen unnötig hohe Kosten, denen bestenfalls ein geringer Nutzen gegenübersteht.

Förderdeckel für Photovoltaik-Anlagen wird voraussichtlich 2020 erreicht

Verbraucher, die noch nach den aktuell geltenden Regeln eine Einspeisevergütung für Solarstrom erhalten wollen, sollten mit der Inbetriebnahme einer Photovoltaik-Anlage nicht zu lange warten. Nach Erreichen der Obergrenze sieht das Erneuerbare-Energien-Gesetz keine Einspeisevergütung für Solarstrom mehr vor. Es soll zwar eine Anschlussreglung geben. Wie diese aussehen wird, ist aber noch offen.

Bei Verbrauchern ergeben sich daraus viele Fragen, die bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Biberach beantwortet werden. Die Beratung findet persönlich (in einer Beratungsstelle oder beim Verbraucher zu Hause), telefonisch oder online statt. Bei dem speziellen Beratungsangebot „Eignungs-Check Solar“ besucht ein Energieberater den Verbraucher zu Hause und prüft, ob das Gebäude für eine Photovoltaik und/oder Solarthermie-Anlage geeignet ist. Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de und kostenfrei unter 0800 – 809 802 400 oder bei der Energieagentur Biberach unter 07351 - 37 23 74.

 

 

Energiespartipp August 2019

7 Tipps zum Hitzeschutz in Wohnräumen

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Biberach haben 7 Tipps zum Hitzeschutz in Wohnräumen zusammengestellt, die für ein angenehmeres Wohnklima im Sommer sorgen.

1. Richtig Lüften: Oft täuscht die subjektive Wahrnehmung von Temperatur.
Damit es drinnen wirklich kühler wird als draußen, bietet es sich an, ein Ther-mometer zu installieren, das Außen- und Innentemperatur misst und nur dann zu lüften, wenn es draußen kühler ist.

2. Rollläden und Außenjalousien: Da über Fenster ein Großteil der Wärme in den Innenraum eindringt, empfiehlt es sich besonders, einen Hitzeschutz anzubringen. Er sollte am besten von außen statt von innen installiert werden, da er so mehr Wärme abhalten kann. Automatisch gesteuerte Jalousien können für die Verschattung bei Abwesenheit sorgen.

3. Sonnenschutzfolien und Sonnenschutzverglasungen: Sie bieten ebenfalls einen wirksamen Hitzeschutz, verdunkeln allerdings dauerhaft die Räume. Zur Not hilft ein weißes Tuch, das von außen vor das Fenster gehängt wird.

4. Klimageräte: Klimageräte verbrauchen sehr viel Strom und verursachen damit erhöhte Kosten. Wer ein Klimagerät benutzen will, sollte ein Gerät mit einer möglichst hohen Energieeffizienzklasse wählen. Die Effizienzklasse ist Teil des Energielabels und steht gut lesbar auf jedem Gerät. Fest eingebaute Splitgeräte sind erheblich energieeffizienter als mobile Monoblockgeräte. Die beste Effizienzklasse ist A+++. Monoblockgeräte sind in der Regel drei Klassen schlechter. Bei der Auswahl sollte auch auf den Geräuschpegel des Klimageräts geachtet werden.

5. Ventilatoren: Vor der Anschaffung eines Klimageräts kann zunächst ein Ventilator ausprobiert werden. Er verbraucht erheblich weniger Strom und ist damit umweltfreundlicher und günstiger im Unterhalt.

6. Dach- und Fassadenbegrünung: Bäume, Sträucher, Fassaden- und Dach-begrünung sorgen für eine natürliche Verschattung auf Wänden und Dächern und tragen dadurch zum Hitzeschutz bei.

7. Konventionelle Dämmung: Eine gute Dämmung des Dachs und der Außenwände hat außerdem einen dauerhaften positiven Einfluss auf ein angenehmes Wohnklima.

Bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale erhalten Verbraucher indivi-duelle und unabhängige Informationen zu geeigneten Hitzeschutzmaßnahmen. Die Beratung findet persönlich, telefonisch oder online statt. Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei unter 0800 – 809 802 400 oder bei der Energieagentur Biberach unter 07351 - 37 23 74.

Energiespartipp Juli 2019

Solarstrom vom Balkon direkt in die Steckdose

Zwar dürfen Mieter mittlerweile die Sonne anzapfen und Energie aus kleinen Solaranlagen in das heimische Stromnetz einspeisen. Vor Inbetriebnahme sollten sie jedoch ein paar Spielregeln kennen. Im Interview erklärt Michael Maucher von der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Biberach, worauf Verbraucherinnen und Verbraucher achten müssen:

Herr Maucher, was genau ist denn der Solarstrom vom Balkon?
Maucher: Steckbare Solar-Geräte sind kleine, eigenständige PV-Anlagen, die einfach an einer haushaltsüblichen Steckdose angeschlossen werden (beson-derer Stecker / Steckdose). Auf diesem Weg speisen sie Strom direkt ins Stromnetz der Wohnung. Der Strom wird dann von den angeschlossenen und eingeschalteten Elektrogeräten verbraucht.

Muss ich meinen Vermieter fragen, ob ich ein PV-Modul auf meinem Balkon anbringen darf?
Maucher: Ich würde auf jeden Fall raten, vor der Montage den Mietvertrag zu prüfen und den Vermieter zu fragen. Ob dieser die Montage verbieten darf, ist juristisch allerdings noch nicht behandelt.

Wie viel Strom liefern die Balkon-Module?
Maucher: Während die Module auf dem Dach mehrere tausend Kilowattstunden erzeugen, sind es bei den Mini-PV-Anlagen auf dem Balkon nur wenige hundert Kilowattstunden. Typischerweise haben die meisten Balkon-Solarmodule eine Leistung von 200 bis 600 Watt.

Was passiert mit dem Strom, der nicht gleich selbst verbraucht wird?
Maucher: Dieser wird in das normale Stromnetz eingespeist. Wichtig zu wissen: Der Stromzähler darf nicht rückwärtslaufen. Das würde aber passieren, wenn mehr Strom eingespeist als verbraucht wird. Rechtlich sind Verbraucher auf der sicheren Seite, wenn sie einen Zähler mit Rücklaufsperre haben.

Können Mieter mit den Mini-PV-Anlagen zur Energiewende beitragen?
Maucher: Ein wesentlicher Vorteil der Mini-PV-Anlagen besteht darin, dass sie sich unkompliziert installieren lassen und auch bei einem Umzug schnell ab- und wieder angebaut sind. Damit sind sie bislang die einzige Technologie, mit der auch Mieterinnen und Mieter wirklich selbst erneuerbare Energie für den Eigenverbrauch erzeugen können.

Müssen Verbraucher die Mini-Solaranlage anmelden?
Maucher: Wer ein Solargerät auf dem Balkon installieren möchte, muss es bei seinem Netzbetreiber anmelden. Bisher gibt es allerdings keine einheitlichen Regelungen und Vorschriften, wie die Netzbetreiber damit umgehen müssen. Da Mini-PV-Anlagen am Stromnetz hängen und Strom ins Netz eingespeist wird, sind auch diese Anlagen im Marktstammdatenregister einzutragen.

Zu allen Fragen rund um das Thema Solar berät die Bundesförderung für Energiebera-tung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Bera-tungsgespräch. Termine können unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 - 809 802 400 oder bei der Energieagentur Biberach unter 07351 - 37 23 74 vereinbart werden. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Energiespartipp Mai 2018

Die wichtigsten Schritte zur effizienten Heizung  - Der Frühling ist die beste Zeit, mit ineffizientem Heizen Schluss zu machen und mit der Planung einer neuen Heizung zu beginnen.

Der Energiebedarf eines Haushaltes kann durch die Optimierung der Heizungsanlage deutlich sinken. Im Folgenden werden die fünf wichtigsten Maßnahmen zur Modernisierung einer Heizungsanlage aufgelistet:

  1. Ein effizienter Heizkessel: Erhebungen der Energieberatung der Verbraucherzentrale ergaben, dass allein der Austausch eines alten Heizkessels gegen einen effizienten Neuen, den Brennstoffverbrauch durchschnittlich um 15 Prozent reduziert.
    Die Kombination mit zusätzlichen Maßnahmen kann das Einsparpotenzial um weitere 15 Prozent steigern. Daher sollte beim Einbau eines neuen Heizkessels stets die gesamte Anlage optimiert werden:
  2. Der hydraulische Abgleich: Mit dem hydraulischen Abgleich passt der Fachmann den Wasserdurchfluss in den Heizkörpern an.
  3. Eine effiziente Umwälzpumpe: Der Einbau von Hocheffizienzpumpen verringert den Energieverbrauch weiter. Werden alte Umwälzpumpen ersetzt, reduziert das den Stromverbrauch der Heizung (Wärmeverteilung) um bis zu 80 Prozent.
  4. Die richtige Einstellung: Ist der Fachmann einmal im Haus, sollte er auch die Regelungseinstellungen optimieren. Eine Heizung, die auf die persönlichen Bedürfnisse eingestellt ist, verbraucht deutlich weniger Energie als eine, die mit Werkseinstellungen läuft.
  5. Gut eingepackt: Eine vollständige und ausreichend dicke Dämmung der Rohre und Armaturen erhöht die Effizienz der Heizung ebenfalls. Ist die Dämmung nicht schon beim Einbau der Heizungsanlage erfolgt, kann auch nachträglich gedämmt werden. Es gibt Anlagen, bei denen der Wärmeverlust die Hälfte des eingesetzten Brennstoffs ausmacht.

Das konkrete Einsparpotenzial eines Haushaltes kann nur individuell eingeschätzt werden. Unterstützung finden Verbraucher bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur.

Erkennen von veralteter Technik
Tätig werden sollten vor allem die Verbraucher, die sehr hohe Temperaturen im Heizraum haben. Oft sind die fehlende Dämmung oder zu hohe Systemtemperaturen die Auslöser. Auch zu hohe oder zu niedrige Temperaturen in Wohnräumen, legen den Optimierungsbedarf einer Heizung nahe. Strömungsgeräusche und ein auffälliger Wasserverlust sowie Heizkessel mit dem Effizienzlabel Klasse C, oder schlechter, lassen ebenfalls auf eine veraltete Heiztechnik schließen. Seit 2016 müssen Schornsteinfeger Heizkessel mit entsprechendem Effizienzlabel kennzeichnen.

Weitere Aspekte der Heizanlagen-Optimierung
Gas- oder Ölheizung lassen sich mit einer Solarkollektoranlage ergänzen, so dass fossile Brennstoffe eingespart werden können. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Alternativen zu Öl- und Gasheizungen wie Pellet-Heizungen, Wärmepumpen oder Blockheizkraftwerke.

Förderung für effiziente Heizungsanlagen
Die KfW Bankengruppe und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördern Investitionen in effiziente Heiztechnik. Sowohl neue Heizungen wie auch die Optimierung bestehender Anlagen werden unterstützt. Die Art der Unterstützung variiert zwischen Zuschüssen und verbilligten Darlehen mit Tilgungszuschuss.

Die Förderprogramme mit den jeweiligen Bedingungen sind kompliziert. Auch die Entscheidung für eine individuell geeignete Heizungsanlage ist komplex. Die Energieberater der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Ravensburg helfen kompetent und anbieterneutral die besten Förderungen sowie die passende Heizungsanlage zu finden.

Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei unter 0800 809 802 400 oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp April 2018

Frühjahrsdiät für die Stromrechnung - Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Biberach helfen beim persönlichen Sparprogramm

Im Frühjahr blickt mancher mit Kummer auf die Rettungsröllchen, die der Winter hinterlassen hat. Doch nicht nur Menschen setzen in der kalten Jahreszeit gerne ein paar Reserven an, auch die Stromrechnung legt oftmals kräftig zu. Dann ist es Zeit für eine Radikaldiät:

Bei der Diät für die Stromrechnung heißt es zuerst: Wo entwischt Energie? Um das Zuhause auf Schlupflöcher zu überprüfen wird folgende Checkliste empfohlen:

  • Stromverbrauch: Wie hoch ist der Stromverbrauch? Liegt er über dem Durchschnitt ähnlicher Haushalte? Hat er sich in den vergangenen Jahren verändert? 
  • Kühlschrank, Waschmaschine und Co.: Welche Haushaltsgeräte sind im Einsatz? Wie alt sind sie? Wo stehen sie? Wie und wie häufig werden sie genutzt?
  • Lampen und Leuchten: Wie wird die Wohnung beleuchtet? Gibt es noch viele alte „Glühbirnen“, oder besser, schon viele Energiesparleuchten und LEDs?
  • Unterhaltungselektronik: Wie viele Geräte (Notebook, Drucker, Fernseher, DVD-Player, Stereoanlage etc.) sind im Dauerbetrieb? Lassen sie sich ganz ausschalten, oder leuchtet ständig ein Stand-by-Lämpchen?

Wer diese Liste durchgeht und erste Maßnahmen umsetzt, ist schon einen großen Schritt weiter hin zu einer schlanken Stromrechnung. Schnell gemacht ist es zum Beispiel alle Glühbirnen durch LEDs zu ersetzen. Hilfreich ist auch die Zähler-Check-Karte der Energieberatung der Verbraucherzentrale, mit der sich die Stromzählerstände übersichtlich erfassen lassen.

Bei allen Fragen zum Stromsparen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Sie informiert anbieterunabhängig und individuell. Für Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter
0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp März 2018

Kellerdeckendämmung: Schluss mit kalten Füßen.

Kalte Füße gehören im Erdgeschoss eines älteren Hauses mit nicht beheiztem Keller oft dazu. Abhilfe schafft die Dämmung der Kellerdecke, die auch nachträglich angebracht werden kann. Sie verbessert den Wohnkomfort und ist eine schnelle und preisgünstige Energiesparmaßnahme.

Ist die Decke eines unbeheizten Kellers nicht gedämmt, gibt das Erdgeschoss permanent Wärme über den Fußboden ab. Das zeigt sich dann an erhöhten Heizkosten und kalten Füßen im Erdgeschoss. Dabei ist die Dämmung der Kellerdecke eine der einfachsten Energiesparmaßnahmen. Je nach Gebäude können die Bewohner insgesamt rund fünf bis sieben Prozent Energie sparen.

Dennoch dämmen viele Hausbesitzer die Kellerdecke nicht. Die Kellerdeckendämmung ist nicht wie die Dämmung der obersten Geschossdecke gesetzlich vorgeschrieben. Aber wer die Kellerdecke eines Wohngebäudes freiwillig dämmt, kann damit das in Baden-Württemberg gültige Erneuerbare-Wärme-Gesetz, teilweise erfüllen. Das Gesetz verpflichtet Verbraucher, beim Heizungswechsel mindestens 15 Prozent erneuerbare Energien verwenden. Um dies zu erreichen sollte das Material eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzen. Die erreichte Qualität gibt der Wärmedurchgangskoeffizient, auch U-Wert genannt, an. Er darf für die Erfüllung des EWärmeG max. 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin erreichen. Hausbesitzer können dann einen Zuschuss aus dem Programm 430 der staatlichen KfW-Förderbank beantragen.

Zu den Details der Kellerdämmung beraten die Energieberater der Verbraucherzentrale und die Energieagentur Biberach: online, telefonisch oder in einem persönlichen Beratungsgespräch. Sie informiert anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Beratungstermine sind unter der kostenfreien Rufnummer
0800 809 802 400 oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter
07351 37 23 74.

Weitere Informationen finden Sie auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Februar 2018

Saubere Luft trotz Öfen und Kaminen - Seit 1. Januar gelten strengere Feinstaub-Grenzwerte für Kamine und Kachelöfen

Verbraucher, die ihre vier Wände mit einem Kachelofen oder einem Kamin beheizen, müssen seit dem 1. Januar 2018 strengere Auflagen für den Betrieb ihrer Feuerstätte beachten.

Alte Öfen geben neben wohliger Wärme, auch eine erhebliche Menge Feinstaub ab. So erzeugt ein Kaminfeuer in einer Stunde etwa genauso viel Feinstaub, wie ein Dieselfahrzeug bei einer 100 Kilometer langen Fahrt. Neue Feuerstätten verbrennen effizienter als alte Öfen. Somit sparen sie Brennholz und produzieren weniger Feinstaub. Der Gesetzgeber reagierte, indem er die Feinstaub-Grenzwerte herabsetzte und festlegte, dass ab dem 1. Januar 2018 Öfen, die vor 1985 eingebaut wurden, mit Feinstaubfiltern nachgerüstet oder komplett ausgetauscht werden müssen. Außerdem können Gemeinden und Kommunen je nach Luftqualität Betriebsverbote für Feuerstätten aussprechen, wie es z. B. in Stuttgart bei Feinstaubalarm passiert.

Jeder Verbraucher kann selbst auf die Feinstaub-Emission Einfluss nehmen, indem er

  • gut abgelagertes, trockenes Brennholz verwendet
  • geeignete Anzünder verwendet
  • keinen Müll verbrennt
  • eine geeignete Feuerstätte zum Heizen nutzt
  • auf sehr hohe Raumtemperaturen verzichtet
  • Feuerstätten für Holzpellets wählt, diese haben weniger Feinstaubemissionen, statt solche mit Brennholz

Mit Brennholz zu heizen, ist häufig teurer als gedacht. Der Brennstoff ist zwar meist preiswerter als Erdgas oder Heizöl, aber Kamine und Öfen haben oft höhere Wärmeverluste, da sie den Brennstoff schlechter ausnutzen. Inwiefern es sich lohnt, eine Holzfeuerstätte an das zentrale Heizungsnetz anzuschließen, beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale und geben darüber hinaus eine Reihe genereller Empfehlungen zum Einbau einer Holzfeuerstätte sowie andere Tipps zum Thema Energie.

Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter
0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Weiterführende Informationen zur ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes unter www.gesetze-im-internet.de/bimschv_1_2010/BJNR003800010.html

Energiespartipp Januar 2018

So halten Sie Ihre Wohnung warm – und Ihre Heizkosten niedrig!

Wie lässt sich mein Heizungsverbrauch reduzieren? Diese Frage stellen sich angesichts der sinkenden Temperaturen derzeit viele. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Biberach geben wichtige Spartipps.

Die drei wichtigsten Fragen:

Was bedeuten die Zahlen und Symbole am Thermostat?
Das „Sternchen“-Symbol stellt ein Schneekristall dar. Das ist die Frostschutzeinstellung, damit die Heizung nicht einfriert. Bei dieser Einstellung heizt sie auf ungefähr 5 Grad Celsius. Die Ziffer 1 bedeutet eine Raumtemperatur von rund 12 Grad. Dreht man das Thermostat auf 2, wird das Zimmer auf 16 Grad erwärmt und bei 3 auf 20 Grad. Auf Stufe 4 wird es mit circa 24 Grad bereits ziemlich kuschelig. Stufe 5 bringt eine Raumtemperatur von 28 Grad und sollte nicht ständig eingestellt sein. Die weitverbreitete Annahme, dass ein Zimmer schneller warm wird, wenn die Heizung auf Stufe 5 läuft, ist falsch. Die Heizung heizt den Raum nicht schneller, sie läuft lediglich länger, da sie die Temperatur auf 28 Grad hochheizt - und Verbraucher zahlen dementsprechend auch mehr.

Müssen alle Räume einer Wohnung geheizt werden?
Ja. Auch in wenig genutzten Räumen sollte es mindestens 16 Grad warm sein, damit sich kein Schimmel an den Wänden bilden kann. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte Luft, kann sich an den kalten Wänden durch die Feuchtigkeit Schimmel bilden. Zudem kühlen sich die Wände in der Wohnung beim Abschalten so weit ab, dass durch das Wiederaufheizen mehr Kosten entstehen. Es ist also besser und günstiger, die Räume gleichmäßig zu beheizen.

Zentralheizung wird nachts nicht ausgestellt: Wie kann man trotzdem Heizkosten sparen ohne zu frieren?Besonders in Mehrfamilienhäusern wird die Heizung in der Nacht oft nicht abgestellt, da sie wegen Schichtarbeit oder anderer Schlafgewohnheiten auch nachts benötigt werden kann. Um die Wohnung nicht unnötig zu heizen, sollten Mieter programmierbare Heizkörperventile installieren. Diese sind für wenig Geld im Baumarkt erhältlich und können auch von Laien angebracht werden. Mit Hilfe der Ventile lässt sich genau programmieren, wann die Heizung läuft und wann sie ruht. So können im Schlaf Heizkosten gespart werden, ohne dass morgens das Badezimmer kalt bleibt.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale beantwortet alle Fragen rund um die Themen Heizen und den effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten: online, telefonisch oder in einem persönlichen Beratungsgespräch. Sie informiert anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Beratungstermine sind unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 809 802 400 oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74 erhältlich.

Weitere Informationen finden Sie auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Energiespartipp September/Oktober/November 2018

Ist Ihr Haus ein Sanierungsfall? Der Gebäude-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Biberach beantwortet Fragen zur energetischen Sanierung.

Die Fenster sind undicht, die Fassade zeigt Risse und auch die Heizung hat ihre besten Zeiten hinter sich: Irgendwann ist ein Haus verlebt – das eine früher, das andere später. Gebäudeeigentümer stehen dann vor vielen Fragen: Welche Sanierungsmaßnahme ist für ihr Gebäude notwendig? Welche ist die beste? Wo liegen die größten Möglichkeiten der Energieeinsparung? Und: Welche Kosten sind mit einer Sanierung verbunden?

Hier hilft der Gebäude-Check der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Biberach weiter. Für den Check kommt ein unabhängiger Energieberater zu den Ratsuchenden nach Hause und identifiziert gemeinsam mit ihnen energetische Schwachstellen am Haus und wichtige Stellschrauben für Einsparungen. Zusätzlich werden die Gebäudehülle, sprich Außenwände, Fenster, Haus- und Kellertüren und Dach, sowie die Heizungsanlage, also Wärmeerzeuger und Verteilsystem, unter energetischen Aspekten geprüft. 

Das Besondere an dem Gebäude-Check: Anhand einer anschaulichen Auswertung können Verbraucher schnell beurteilen, welche Maßnahmen sie kurzfristig selbst umsetzen können und bei welchen Aspekten sich eine tiefergehende Folgeberatung empfiehlt. Innerhalb von vier Wochen erhalten die Verbraucher per Post einen Kurzbericht mit den Ergebnissen des Gebäude-Checks und den Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte.

Der Gebäude-Check kostet 20 Euro und ist ein Angebot für Eigentümer und Vermieter, gegebenenfalls auch für Mieter, die Einfluss auf Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle und der Haustechnik nehmen können.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp August 2017

Sie brauchen Urlaub? Ihre Stromrechnung auch. - Mit diesen drei Tipps macht auch der Stromzähler mal Pause

Koffer packen und ab in den Urlaub – so lautet bei vielen Leuten in diesen Tagen das Motto. Die meisten Reisenden sehen vor der Abreise noch einmal nach: Lichter aus? Müll rausgebracht? Türen und Fenster zu? Dass aber die Stromfresser im Haushalt vom Netz genommen werden sollten, wird oft vergessen. Dabei ließe sich damit einiges an Geld sparen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Biberach erklären, wie man mit drei einfachen Tipps verhindert, dass der Stromzähler in der Urlaubszeit fleißig weiterläuft.

1. Stecker raus!
Bei Elektrogeräten den Stecker zu ziehen, spart Strom und damit bares Geld. Gerade Spielkonsolen verbrauchen im Standby-Modus beinahe genauso viel Energie wie im normalen Betrieb. Auch sind Geräte, die nicht am Stromnetz hängen, vor Blitzschlag geschützt. Wer den Stecker nicht ziehen möchte, der kann zumindest den Stromverbrauch mittels einer ausschaltbaren Steckerleiste auf null setzen.

2. Kühlschrank abtauen!
Wer Kühlschrank und Gefriertruhe sowieso mal wieder abtauen wollte, kann Lebensmittel vor dem Urlaub rechtzeitig aufbrauchen, beide Geräte leer räumen und den Stecker ziehen. Die Türen sollten während des Urlaubs offen gelassen werden, damit sich weder Schimmel noch schlechte Gerüche bilden können.

3. Standby verbraucht Unmengen an Strom!
Selbst wenn an der Stereoanlage im Off-Zustand keine Kontrolllämpchen mehr leuchten: Im Stand-by-Modus verbrauchen elektrische Geräte auch ohne sichtbares Zeichen Strom – ältere Exemplare sogar ziemlich viel. Daher gilt: Im Zweifelsfall besser den Stecker ziehen.

Bei allen Fragen zum effizienten Betrieb von elektrischen Geräten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Juli 2017

Immer schön kühl bleiben! - Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Biberach geben Tipps für heiße Tage

Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, verwandeln sich viele Wohnungen in wahre Backöfen. Um die Zimmertemperatur auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, reichen aber schon ein paar einfache Tricks:

Tipp Nummer Eins: Lassen Sie tagsüber alle Fenster zu. Auch querlüften bringt nur heiße Luft in die Wohnung. Nur früh morgens oder am Abend und in der Nacht sollten die Fenster wieder geöffnet werden, dann am besten auch die Zimmertüren, so dass die frische, kalte Luft quer durch die Wohnung ziehen kann.

Tipp Nummer Zwei: Verdunkeln Sie die Fenster. Denn heißes Sonnenlicht bringt Wärme in die Wohnung. Am effektivsten sind Außenrollos. Wer die nicht hat, sollte zumindest bei Terrassen oder Balkontüren versuchen, Sonnensegel von außen anzubringen, selbst ein Betttuch, von außen vor die Scheibe angebracht, kann helfen. Auch Verdunkelung von innen hilft, ein wenig die Hitze draußen zu halten, ist aber längst nicht so effektiv, wie der Schutz von außen. Rollos, Lamellen, sollten möglichst hell oder silberfarben sein, um das Licht zu reflektieren.

Tipp Nummer Drei: Große Wärmequellen, wie Herd, Computer, Deckenfluter, oder auch Plasma-Fernseher sollten sparsam benutzt werden. Denn der Kampf gegen die Außenwärme nutzt nichts, wenn man gleichzeitig im Raum unnötig Wärme produziert.

Für Hausbesitzer gilt: Wer gerade neu baut, oder renoviert, sollte auf die richtige Dämmung achten. Dachwohnungen schützt man am besten vor Hitze, indem möglichst viel Masse eingebracht wird, für die Dämmung also schwere Holzweichfaserplatten eingesetzt werden.

Und auch eine Wärmepumpe hat gegen Hitze ihre Vorteile: Mit ihr kann man Häuser nicht nur heizen, sondern auch kühlen.

Bei allen Fragen zum effizienten Hitzeschutz hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Juni 2017

Energieausweis: endlich erklärt - Hintergrundwissen von der Energieberatung der Verbraucherzentrale und der Energieagentur Biberach

Auf den ersten Blick deutlich machen, wie energieeffizient ein Gebäude ist, das soll der Energieausweis laut Energieeinsparverordnung (EnEV) leisten. Eigentümer, Mieter und Käufer sollen Klarheit erhalten über die zu erwartenden Energiekosten einer Immobilie. Ob der Energieausweis diese Aufgabe erfüllt, und welche Informationen er tatsächlich enthält, erläutern die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Biberach. 

Was steht drin?
Den fünfseitigen Energieausweis gibt es in zwei Formen: Als Bedarfsausweis enthält er die Kennwerte für den Energiebedarf, als Verbrauchsausweis diejenigen für den Energieverbrauch. In vielen Fällen ist jedoch nur der Bedarfsausweis zulässig. Der Energiestandard des Gebäudes wird mittels Energieeffizienzklassen von A+ bis H veranschaulicht, ähnlich wie bei Kühlschrank und Waschmaschine. Zudem beinhaltet der Ausweis – soweit möglich – Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung des energetischen Gebäudezustands. Hier handelt es sich um Empfehlungen. Am besten bespricht man mit einem Energieberater, was möglich und sinnvoll ist.

Wer braucht einen Energieausweis?
Verpflichtend ist der Energieausweis immer dann, wenn ein Gebäude neu gebaut, umfassend saniert, verkauft oder neu vermietet werden soll. Bei der Vermietung müssen die wichtigsten Kenndaten des Ausweises bereits in der Immobilienanzeige genannt werden. Bei der Besichtigung eines Hauses oder einer Wohnung muss der Vermieter den Ausweis oder eine Kopie unaufgefordert aushändigen oder gut sichtbar aushängen. Spätestens bei Vertragsabschluss muss der Mieter das Original oder wiederum eine Kopie erhalten. Keinen Energieausweis brauchen Eigenheimbesitzer, für deren Haus die Baugenehmigung vor dem 1.10.2007 erteilt wurde, und die ihr Haus selbst bewohnen.

Wer stellt den Energieausweis aus?
Ein Energieausweises muss von Fachleuten mit besonderer Qualifikation ausgestellt werden. Ein amtliches Zertifikat oder eine vollständige Liste aller Aussteller gibt es allerdings nicht. Wichtig ist: Ein Energieausweis ersetzt keine Energieberatung. Wer plant, die Empfehlungen umzusetzen, sollte unbedingt eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen. 

Was kann der Energieausweis nicht?
Insbesondere der Verbrauchsausweis liefert Mietinteressenten keine genaue Prognose über die künftigen Heizkosten. Denn die Werte darin werden maßgeblich vom Nutzerverhalten, zum Beispiel der eingestellten Raumtemperatur und dem Lüftungsverhalten, beeinflusst. Alle Energieausweise beziehen sich grundsätzlich auf das ganze Gebäude und nicht auf einzelne Wohnungen. Die Lage der Wohnung im Gebäude spielt aber eine erhebliche Rolle für den Energieverbrauch. 

Bei allen Fragen zum Energieverbrauch in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Mai 2017

Neue Fenster – ja oder nein? - So können Verbraucher testen, ob die Fenster ein Sanierungsfall sind

Neue Fenster senken den Energieverbrauch und machen das Wohnen komfortabler. Doch wann sollte man die Fenster austauschen? Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Biberach erklären, wie man anhand von drei Fragen selbst prüfen kann, ob ein Fenster saniert werden sollte.

Hat das Fenster eine Wärmeschutzverglasung? Wenn das Fenster vor 1995 eingebaut wurde, hat es in der Regel keine Wärmeschutzverglasung. Baujahr und Produktname stehen oft auf dem Distanzhalter zwischen den Scheiben. Aufschlussreich ist auch der Feuerzeug-Test. Halten Sie vor dunklem Hintergrund eine Flamme vor das Fenster. Bei Wärmeschutzglas hat eines der Spiegelbilder der Flamme eine andere Farbe als die restlichen. Grund für diesen Effekt ist eine Metallbedampfung auf der inneren Scheibe. Sie reflektiert das Licht anders als unbeschichtetes Glas.

Ist der Rahmen in Ordnung? Er sollte nicht morsch, verwittert, verrostet, gerissen, verzogen oder anderweitig beschädigt sein.

Ist das Fenster dicht? Um die Dichtheit zu testen, klemmt man einen Streifen Papier zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel. Lässt sich das Papier bei geschlossenem Fenster nicht herausziehen, ist das Fenster an dieser Stelle dicht genug. Wiederholen Sie den Test an mehreren Stellen.

Sind die Fenster nicht mehr in Ordnung wird eine unabhängige Energieberatung empfohlen. So kann sichergestellt werden, dass die Fenster zum Haus und eventuellen weiteren Sanierungsvorhaben passen. Bei ungedämmten Außenwänden ist es ratsam, den Austausch der Fenster mit einer nachträglichen Fassadendämmung zu verbinden.

Auch eine Beratung zu Förderprogrammen ist sinnvoll: Die KfW zum Beispiel fördert neue Fenster, die die gesetzlichen Wärmeschutzvorgaben übertreffen. Die Mittel müssen beantragt werden, bevor der Handwerker beauftragt wird. Deshalb ist immer frühzeitig mit der Planung und der Prüfung der Konditionen zu beginnen.

Bei allen Fragen zur energetischen Sanierung und richtigem Lüften hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp April 2017

Energie-Label für Holzheizungen - Neue Kennzeichnung ab 1. April verpflichtend

Ab 1. April 2017 wird das Energie-Label nun auch für neue Holzpellet-, Hackschnitzel- und Scheitholzkessel – die sogenannten Festbrennstoffkessel – Pflicht. Das Label weist die von Elektrogeräten bekannte Einteilung in verschiedene Effizienzklassen auf, die auf einer Farbskala von grün bis rot abgetragen werden.

Wie bei Elektrogeräten gilt: Je grüner, desto effizienter. Bezeichnet werden die Klassen mit Buchstaben-Codes von A++ bis G. Verbindlichen Aufschluss über die zu erwartenden Heizkosten liefert das Label dennoch nicht. Die Heizung muss zum Gebäude und den Bewohnern passen. Auch der effizienteste Heizkessel kann nicht sparsam arbeiten, wenn Rohrsystem oder Regelung nicht in Ordnung sind.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp März 2017

Schleuder Kurs

Bei gering verschmutzter Wäsche reichen Waschtemperaturen um 30 °C vollkommen aus. Kaltaktive Waschmittel reinigen sogar bei noch geringeren Temperaturen. Auch auf die Vorwäsche kann meist verzichtet werden.

Ersparnis = ca. 130 €/Jahr
(Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft)

Nähere Informationen erhalten Sie bei der Energieagentur Biberach unter der
Telefonnummer 07351 37 23 74, oder bei einer der Außenstellen.

Aktuelle Informationen finden Sie auch unter www.energieagentur-biberach.de

Energiespartipp Februar 2017

Fitnessprogramm für die Heizung - Leistung verbessern, Verbrauch senken, Förderprogramme nutzen

Viele Heizungsanlagen arbeiten ineffizient – sie verbrauchen zu viel und bescheren ihren Besitzern unnötig hohe Heizkosten. Doch Brennstoffverbrauch und Kosten lassen sich häufig ohne große Investitionen spürbar senken. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Biberach, stellt die wichtigsten Stellschrauben vor:

Heizungswasser zu warm:
Ist das Heizwasser wärmer als nötig, kann es auf seiner Tour durchs System gar nicht genug Wärme abgeben – die Heizkörper werden also sehr heiß, und das Heizwasser ist noch viel zu warm, wenn es in den Kessel zurückströmt. Die Räume sind zwar schön warm, allerdings verbraucht das System unnötig viel Energie. Besserung verspricht eine Veränderung der Heizkurve an der Heizungsregelung, durch die die Systemtemperaturen abgesenkt werden. Durch diese Anpassung kühlen sich nicht die Räume ab, sondern nur die überheißen Heizkörper.

Dämmung der Rohrleitungen:
Heizungsrohre, die durch unbeheizte Räume führen, zum Beispiel auf dem Dachboden oder im Keller, müssen gedämmt sein, sonst geht sehr viel Wärme verloren. Die Dämmung lässt sich auch nachträglich meist leicht anbringen – sie ist sogar in der Energieeinsparverordnung vorgeschrieben. Die Dämmung sollte dabei etwa so dick sein wie das Rohr selbst.

Verteilung des Heizungswassers:
Häufig werden manche Heizkörper im Heizsystem viel zu warm, typischerweise im Erdgeschoss, andere hingegen nicht warm genug – häufig in den Obergeschossen. Abhilfe bringt der sogenannte hydraulische Abgleich. Hier werden die Thermostatventile an den einzelnen Heizkörpern so eingestellt, dass durch jeden Heizkörper genau so viel Heizungswasser fließt, wie benötigt wird, um den Raum zu heizen – nicht weniger, aber auch nicht mehr. Die Wärme wird optimal verteilt. Eventuell müssen dafür vorhandene Thermostatventile ausgetauscht oder nachgerüstet werden.

Heizungspumpe:
Nicht allen Heizungsbesitzern ist bewusst, dass ihre Anlage nicht nur Brennstoff, sondern auch Strom verbraucht. Vor allem alte Heizungspumpen sind wahre Stromfresser. Der Wechsel auf eine Hocheffizienzpumpe kann den Stromverbrauch um mehr als die Hälfte verringern. Gleichzeitig mit dem Pumpentausch ist es in vielen Fällen ratsam, einen hydraulischen Abgleich durchzuführen und so die Verteilung des Heizwassers zu verbessern.

Förderprogramme:
Seit August 2016 fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle den Heizungspumpentausch und den hydraulischen Abgleich sowie alle dafür erforderlichen Komponenten mit Zuschüssen. Die Einstellung der Heizkurve durch einen Fachmann ist ebenfalls förderfähig. Die Förderhöhe beträgt 30 Prozent der Nettoinvestition, höchstens 25.000 Euro je Standort.

Was bei der Antragstellung zu beachten ist, können Interessierte bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale erfahren. Einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Heizungsanlage und Tipps für ihre Optimierung bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale außerdem mit dem Heiz-Check, für den ein Energieberater nach Hause kommt und das Heizungssystem genau unter die Lupe nimmt.

Der Heiz-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die z.B. einen Gas- oder Ölheizkessel, eine Fernwärmestation oder eine Wärmepumpe zuhause haben. Termine für den Heiz-Check können unter der kostenfreien Nummer 0800 – 809 802 400 oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74 gebucht werden. Die Kostenbeteiligung beträgt 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist das Angebot kostenlos. Der Heiz-Check wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Energiespartipp Januar 2017

Winterzeit – der Schimmel blüht auf - Die Energieberatung der Verbraucherzentrale gibt Tipps zur Vermeidung von Schimmelbefall

Schwarze Flecken, modriger Geruch - gerade in der kalten Jahreszeit breitet sich in vielen Wohnungen wieder Feuchtigkeit und Schimmel aus. Mehr als zwölf Prozent der Bevölkerung ist nach eigener Einschätzung von Feuchtigkeitsschäden betroffen. Darauf weist das Statistische Bundesamt in seinem Jahrbuch hin.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Biberach erläutern die Ursachen des Schimmelbefalls und erklären, wie man die eigene Wohnung schützen kann:

Auch ungenutzte Räume niedrig heizen
In der kalten Jahreszeit ist es wichtig, alle Räume regelmäßig zu beheizen, um das Auskühlen der Wände und damit einhergehende Feuchtigkeits- und Schimmelbildung zu vermeiden. Dass Haushalte angesichts wieder steigender Energiekosten ihren Heizbedarf senken wollen, ist absolut verständlich. Doch wird oft am falschen Ende gespart. Gerade Räume, die im Winter nicht oder nur unzureichend beheizt werden, bieten dem Schimmel einen hervorragenden Nährboden. Daher sollten Raumtemperaturen von 16 Grad Celsius nicht unterschritten werden.

Lüften, Lüften, Lüften - aber keine Dauerlüftung durch Kippstellung
Abzuraten ist von dauerhaftem Kipplüften. Dabei wird nur Wärme zum Fenster hinausgeheizt. Wesentlich sparsamer und effektiver ist dagegen mehrmaliges Stoßlüften in allen Räumen für mindestens fünf Minuten, um einen Austausch zwischen feuchter Innen- und trockener Außenluft vorzunehmen. In Räumen, in denen viel Feuchtigkeit entsteht, wie zum Beispiel in der Küche, im Bad oder beim Wäschetrocknen, muss zusätzlich gelüftet werden. Lüften sollte man ab 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit, um feuchte Wände und Schimmelbildung zu vermeiden. Feststellen lässt sich dies mit dem Hygrometer, mit dem  die Luftfeuchtigkeit in den einzelnen Räumen gemessen werden kann. Außerdem kann man damit auch den Lüfterfolg kontrollieren.

Was tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist?
Sind Feuchtigkeitsschäden in der Wohnung festgestellt worden, sollten Mieter ihren Vermieter darüber informieren. Dieser sollte dann einen Fachmann zu Rate ziehen, um das Ausmaß der Schäden zu prüfen und entsprechende Schritte zur Trocknung der betreffenden Stellen einzuleiten. Nur Fachleute können außerdem sicherstellen, dass auch die gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes vollständig entfernt werden. Einfach nur weiß überstreichen löst das Problem dagegen nicht!

Darüber hinaus hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale bei allen Fragen zum Erkennen und Vermeiden von Schimmelschäden online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Dezember 2016

Ausblick 2017: Das ändert sich für Energieverbraucher

Neues Jahr, neue Regeln – auch 2017 ändert sich für Energieverbraucher einiges. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Biberach erklären, was für private Haushalte wichtig wird:

  • Strompreise: Die Ökostrom-Umlage wird 2017 angehoben, um 0,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Auch die Netzentengelte werden deutlich steigen. Viele Anbieter werden daher wohl die Strompreise anheben. Allerdings müssen Verbraucher steigende Preise nicht tatenlos hinnehmen: Es gilt ein Sonderkündigungsrecht. Wer die Preiseerhöhungen umgehen will, kann einen Tarif- oder Anbieterwechsel prüfen.
  • Elektrogeräte: Ab September 2017 dürfen gemäß der EU-Ökodesignrichtlinie nur noch Staubsauger verkauft werden, deren maximale Leistung unter 900 Watt liegt – am EU-Label auch daran erkenntlich, dass der Jahresstromverbrauch unter Standardbedingungen bei maximal 43 Kilowattstunden liegen darf. Wichtig zu wissen: Wie Tests der Stiftung Warentest gezeigt haben, geht die Verringerung des Stromverbrauchs nicht zulasten der Saugkraft.
  • Heizungsanlagen im Bestand: Schon seit 2016 gibt es eine eigene Energieeffizienz-Kennzeichnung für Heizungsgeräte im Bestand, das sogenannte „Nationale Effizienzlabel für Altgeräte“. Neu ist ab 2017, dass die Bezirksschornsteinfeger verpflichtet sind, alle noch nicht gekennzeichneten Geräte gestaffelt nach Baujahren zu etikettieren. Das Nationale Label sagt aber nur etwas über den Gerätetyp, nicht über den tatsächlichen Zustand der spezifischen Anlage oder die Eignung für den aktuellen Einsatzort aus. Darüber gibt zum Beispiel der Heiz-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale Aufschluss.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie zuhause hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch.

Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp November 2016

Clever Beleuchten und Genießen - Energiespartipps für den Advent

Festbeleuchtung, gemütliche Abende in warmen Stuben, Plätzchen und Geschenke gehören für viele Menschen fest zur Advents- und Weihnachtszeit. Allerdings bedeuten die Feiertage oft ein Jahreshoch für den Energieverbrauch. Wie sich während der Festtage trotzdem Energie sparen lässt, erklären die Energieberatung der Verbraucherzentrale und die Energieagentur Biberach.

  • Wärme: Sind viele Leute in einem Raum, herrscht schnell buchstäblich dicke Luft. Doch falsches Lüften im Winter kann den Energieverbrauch stark erhöhen. Richtiges Lüften sorgt dagegen nicht nur für frische Luft, sondern senkt auch die Schimmelgefahr. Die effektivste Methode, die Luft komplett auszutauschen, ist kurzes Lüften bei weit geöffneten gegenüberliegenden Fenstern. Drehen Sie aber bei geöffnetem Fenster die Heizkörper immer komplett ab, sonst heizen Sie direkt nach draußen. 
  • Beleuchtung: Gerade wenn Lichterketten, den ganzen Advent hindurch brennen, lohnen sich Modelle mit LEDs. Sie sparen nicht nur bis zu 90 Prozent Strom gegenüber herkömmlichen Glühlampen, sondern haben laut Herstellerangaben auch noch eine sehr lange Lebenszeit von bis zu 25.000 Stunden. Die Ketten gibt es auch für den Außenbereich. Für Weihnachtsbäume werden außerdem einzelne Kerzen zum Feststecken angeboten. Die Sorge wegen des kalten Lichts der LEDs ist mittlerweile übrigens unbegründet: Viele LEDs gibt es auch in gemütlich warmen bernsteinfarbenen Tönen.
  • Kochen: Braten, Plätzchen und Kuchen belegen in der Adventszeit regelmäßig den Backofen. Bei allen drei gilt: Das Vorheizen des Ofens ist meist überflüssig und verbraucht unnötig Strom. Bleibt etwas übrig, sollten alle Speisen gut abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank wandern.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie zuhause hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. 

Energiespartipp Oktober 2016

Energiesteckbrief für die Wohnung - Der Energieausweis ist auch für Mieter wichtig

Der Energieausweis ist in Deutschland seit einigen Jahren verpflichtend vorgeschrieben. Sein Ziel ist vor allem eins: die energetische Qualität verschiedener Gebäude vergleichbar zu machen. Die ist auch für Mieter interessant, schließlich machen die Heizkosten einen immer größeren Anteil der Wohnkosten aus. Wie hilfreich ist das Dokument für Mieter aber in der Praxis, was verrät der Energieausweis, und was nicht?

Laut Energieeinsparverordnung (EnEV) soll der Energieausweis Klarheit schaffen über die energetische Qualität eines Gebäudes. Dazu enthält das Dokument auf fünf Seiten neben grundlegenden Angaben zum Gebäude entweder die Kennwerte für Energiebedarf (Bedarfsausweis) oder Energieverbrauch (Verbrauchsausweis). Zudem beinhaltet der Ausweis – soweit möglich – Modernisierungsvorschläge für die Verbesserung des energetischen Gebäudezustands. Seit 2014 wird der Energiestandard des Gebäudes außerdem mittels Energieeffizienzklassen von A+ bis H veranschaulicht, wie jeder sie von Kühlschrank und Waschmaschine kennt.

Die wichtigsten Kenndaten aus dem Ausweis müssen schon in der Immobilienanzeige genannt werden, bei neueren Ausweisen auch die Effizienzklasse. Bei der Besichtigung eines Hauses oder einer Wohnung muss der Vermieter den Ausweis oder eine Kopie unaufgefordert aushändigen oder gut sichtbar aushängen. Spätestens bei Vertragsabschluss muss der Mieter das Original oder wiederum eine Kopie erhalten. Dieses Dokument am besten zusammen mit den Vertragsunterlagen aufbewahren.

Dennoch dürfen Mieter die Aussagekraft des Energieausweises nicht überschätzen, denn der Energieausweis liefert keine genaue Prognose für die künftigen Heizkosten. Denn zum einen bezieht sich der Ausweis in den meisten Fällen auf das ganze Gebäude, nicht einzelne Wohnungen. Die Lage der Wohnung im Gebäude spielt aber eine erhebliche Rolle für den Energieverbrauch. Ferner ist das persönliche Verhalten, zum Beispiel die gewünschte Raumtemperatur und das Lüftungsverhalten, entscheidend für die Heizkosten. Ein guter Anhaltspunkt für die energetische Qualität des Gebäudes ist der Ausweis aber dennoch. Zudem können Mieter vor Vertragsabschluss klären, ob der Vermieter die im Energieausweis gegebenen Empfehlungen bereits umgesetzt hat oder dies plant.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie zuhause hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf
www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter
0800 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp August/September 2016

Weniger Strom fürs Waschen und Spülen - Wann es sich lohnt, Wasch- und Spülmaschine ans Warmwasser anzuschließen

Wasch- und Spülmaschine gehören zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Missen möchte sie aus gutem Grund dennoch niemand. In vielen Fällen lässt sich der Stromverbrauch der Geräte aber um bis zu einem Drittel senken, wenn sie direkt ans Warmwasser angeschlossen werden. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Biberach erklären, wann sich der Wechsel lohnt.

Das Aufheizen des Wassers macht den Großteil des Stromverbrauchs von Wasch- und Spülmaschinen aus. Dabei ist die Wassererwärmung mit Strom besonders teuer. Es liegt daher nahe, das Wasser anders zu erwärmen und erst dann in die Geräte fließen zu lassen. Doch Vorsicht: Das macht in vielen, aber nicht in allen Fällen Sinn.

Ist sowieso die gesamte Warmwasserbereitung elektrisch, zum Beispiel bei einem Elektroboiler, bringt natürlich auch der Wechsel des Anschlusses für die Geräte keine Einsparung. Empfehlenswert ist dagegen Warmwasser aus einer thermischen Solaranlage – das erhält der Betreiber im Sommer ohne Mehrkosten. Auch bei Gas- und Ölheizungen ist die Wärme oft preisgünstiger als bei elektrischer Aufheizung.

Außerdem muss geklärt werden, ob die vorhandenen Geräte überhaupt mit Warmwasser betrieben werden können. Einzelne Waschmaschinen verfügen über einen gesonderten Warmwasseranschluss. Bei anderen Modellen ist ein spezielles Vorschaltgerät erforderlich. Die meisten Spülmaschinen können hingegen ohne Umrüstung an die Warmwasserleitung angeschlossen werden. Allerdings droht hier eventuell ein Verlust der Gewährleistung.

Zusammenfassen lässt sich sagen: Ist eine Solaranlage vorhanden und sind Wasch- und Spülmaschine dafür geeignet, lohnt sich der Betrieb am Warmwasseranschluss meistens. Alles andere lässt sich nur im Einzelfall entscheiden.

Bei allen Fragen zum effizienten Betrieb von elektrischen Geräten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Juli 2016

Solar, so la-la? - Solarthermische Anlagen: Vertrauen ist gut, Solarwärme-Check ist besser

Solarthermische Anlagen gewinnen Wärme aus Sonnenlicht – ohne Brennstoff und ohne Emissionen. Die Aussicht auf niedrige Heizkosten und eine großzügige öffentliche Förderung macht die Technik auch für Privathauthalte attraktiv. Allerdings können Laien häufig nur schwer beurteilen, ob die installierte Anlage auch die versprochene Einsparung bringt. Dabei hilft ab sofort der Solarwärme-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Eigentlich eine Win-Win-Situation für Verbraucher und Klima: Ohne teuren Brennstoff und ohne schädliche Emissionen liefert eine solarthermische Anlage Wärme. Leider geht die Rechnung in der Praxis oft nicht auf. Im Echtbetrieb sparen die Anlagen oft viel weniger ein als erhofft. Die Heizkosten sinken somit ebenfalls weniger stark, und es dauert länger, bis die Investition sich rechnet. In extremen Fällen benötigt das Gesamtsystem sogar mehr Brennstoff, als es ohne solarthermische Anlage der Fall wäre.

Der Besitzer der Anlage merkt davon im Zweifelsfall erst einmal nichts – eher wird der hohe Verbrauch fälschlicherweise mit der Witterung oder den eigenen Heizgewohnheiten erklärt. Auch der erwünschte Effekt für den Klimaschutz bleibt dann auf der Strecke, und damit letztlich die Grundlage für die großzügige öffentliche Förderung solarthermischer Anlagen.

Die gute Nachricht: Abhilfe ist möglich, und diese muss nicht einmal besonders teuer sein. Denn oft stimmt die Kommunikation zwischen Solaranlage und Heizkessel nicht. Dann heizt vielleicht der Kessel den Speicher genau dann mit teurem Heizöl auf, wenn gerade genug Wärme aus der Solaranlage verfügbar wäre. Oder die Leitungsdämmung im Außenbereich ist nicht witterungs- und UV-beständig. Beides kann man meistens einfach beheben.“

Bevor die Anlage jedoch auf Vordermann gebracht werden kann, muss erst einmal geklärt werden, wie leistungsfähig sie in der Praxis ist. Das können Besitzer solarthermischer Anlagen mit dem Solarwärme-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale herausfinden. Ein unabhängiger Energieberater überprüft bei einem Vor-Ort-Termin zentrale Komponenten der Anlage und schließt Messgeräte für die Aufzeichnung wichtiger Systemtemperaturen an. Diese Messdaten werden bei einem zweiten Termin nach einigen Tagen – davon mindestens einem Sonnentag – ausgelesen.

Der Berater führt alle Daten zusammen, interpretiert die Messergebnisse und analysiert, wie die Effizienz der Anlage verbessert werden kann. Verbraucher erhalten, spätestens vier Wochen nach dem zweiten Ortstermin, nach den Messungen einen schriftlichen Bericht mit der Gesamteinschätzung der Anlage und den Empfehlungen des Energieberaters per Post.

Der Solarwärme-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung und/oder Heizungsunterstützung besitzen. Termine für den Solarwärme-Check können ab sofort unter der kostenlosen Nummer 0800 – 809 802 400 oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74 gebucht werden.

Die Kostenbeteiligung beträgt 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist der Solarwärme-Check kostenlos. Der Solarwärme-Check wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Energiespartipp Juni 2016

Einzelmaßnahmen sparen auch Energie - Verbraucherzentrale informiert über KfW-Förderung von Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung

Für energetische Sanierungen stehen in Deutschland umfangreiche öffentliche Förderprogramme zur Verfügung. Allerdings kostet eine Komplettsanierung viel Geld, das nicht alle Eigentümer investieren können oder wollen. Über die Einzelmaßnahmenförderung der KfW profitieren alle, die zunächst nur einzelne Bereiche energetisch sanieren möchten.

Für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen, die keine Komplettsanierung planen, sondern zunächst einzelne Maßnahmen umsetzen möchten, sind die KfW-Förderprogramme 152 und 430 interessant. Diese Programme fördern bestimmte Einzelmaßnahmen und Maßnahmenpakete entweder mit zinsgünstigen Krediten oder mit Zuschüssen. Voraussetzung ist, dass die Energieeffizienz des Wohnraums über gesetzliche Anforderungen hinaus verbessert wird.

Förderfähige Einzelmaßnahmen im Sinne der Programme sind die Dämmung von Wänden, Dach oder Geschossdecken, die Erneuerung von Fenstern oder Außentüren, der Einbau oder die Erneuerung einer Lüftungsanlage oder die Erneuerung und Optimierung einer Heizungsanlage. Hinzu kommen zwei Maßnahmenpakete: das Heizungspaket, das den Austausch der Heizungsanlage sowie die Optimierung des Wärmeverteilsystems umfasst, und das Lüftungspaket, das den Einbau oder die Erneuerung einer Lüftungsanlage mit mindestens einer Maßnahme für eine effizientere Gebäudehülle kombiniert, also zum Beispiel neuen Fenstern oder einer besseren Dämmung.

Mit den Krediten kann nicht nur die volle Höhe der Kosten finanziert werden, es muss auch lediglich die um einen 7,5-prozentigen Tilgungszuschuss reduzierte Kreditsumme zurückgezahlt werden. Wer lieber den Zuschuss wählt, erhält bei den Einzelmaßnahmen 10 Prozent der Kosten, bei den Maßnahmenpaketen sogar 15 Prozent. Anerkannt werden bis zu 50.000 Euro je Wohnung. Unter Umständen bietet sich eine Kombination mit weiteren Förderprogrammen an.

Um nicht den Überblick zu verlieren, rät die Verbraucherzentrale, frühzeitig vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen einen unabhängigen Energieberater hinzuzuziehen. So kann sichergestellt werden, dass die richtige Maßnahme ausgewählt und alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden.

Bei allen Fragen zur energetischen Sanierung hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell.

Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen

Energiespartipp Mai 2016

Frühjahrsdiät für die Stromrechnung - Energieberatung der Verbraucherzentrale hilft beim Senken des Verbrauchs

So manche Stromrechnung hat über den Winter deutlich zugelegt – höchste Zeit für eine kleine Frühjahrsdiät. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Biberach erklären, wie die Rechnung wieder abspeckt.

Bei einer richtigen Diät wird nach versteckten Kalorien gesucht. Bei der Diät für die Stromrechnung heißt es: Wo lauern Stromfresser? Für den Anfang wird folgende Checkliste empfohlen:

  • Stromverbrauch: Wie hoch ist der Stromverbrauch? Liegt er über dem Durchschnitt ähnlicher Haushalte? Hat er sich in den vergangenen Jahren erhöht?
  • Kühlschrank, Waschmaschine und Co.: Welche Haushaltsgeräte sind im Einsatz? Wie alt sind sie? Wo stehen sie? Wie und wie häufig werden sie genutzt?
  • Lampen und Leuchten: Wie wird die Wohnung beleuchtet? Gibt es noch viele alte „Glühbirnen“ und Halogenlampen, oder überwiegend Energiespar- und LED-Lampen?
  • Unterhaltungselektronik: Welche Geräte (Notebook, Drucker, Fernseher, DVD-Player, Stereoanlage etc.) sind im Dauerbetrieb? Lassen sie sich ganz ausschalten, oder leuchtet ständig ein Stand-by-Lämpchen?

Diese Liste ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer schlankeren Stromrechnung. Verbraucher können damit systematisch prüfen, wie sich ihr Stromverbrauch verringern lässt. Wer dranbleibt und seinen Stromzähler im Blick behält, sieht dann schon vor der nächsten Rechnung, wie erfolgreich das Sparprogramm war.

Hilfreich ist dabei auch der Zähler-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale, ein kostenloses Formular, mit dem sich die Stromzählerstände übersichtlich erfassen lassen. (www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/broschueren.php).

In vielen Beratungsstellen der Energieberatung können sich Verbraucher auch ein Strommessgerät kostenlos ausleihen.

Bei allen Fragen zum Stromsparen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell.

Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp April 2016

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Heizung fit machen und sparen - Energieberatung der Verbraucherzentrale rät zum hydraulischem Abgleich

Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen wieder steigen, gerät die Heizung mit all ihren technischen Details schnell in Vergessenheit. Dabei ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Anlage gründlich auf Vordermann bringen zu lassen und in der nächsten Heizperiode von einem niedrigeren Energieverbrauch zu profitieren. Eine sehr effiziente Maßnahme der Heizungsoptimierung die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und die Energieagentur Biberach vor: den hydraulischen Abgleich.

Bei vielen Heizungsanlagen gelangt in einige Heizkörper zu wenig, in andere aber zu viel Heizwasser. Die Folge: Die unterversorgten Heizkörper und Zimmer bleiben zu kalt. Die anderen Heizkörper können dagegen nicht genug Heizwärme abgeben, so dass das rückfließende Heizwasser zu warm ist. Das führt zu häufigem An- und Abschalten des Heizkessels und vergeudet Energie.

Hier hilft ein hydraulischer Abgleich. Dabei wird die Anlage von einem Fachmann durch richtige Einstellung der Heizkörperventile so reguliert, dass die richtigen Mengen Heizwasser in jeden Heizkörper gelangen. Je nach Ausgangssituation können dafür neue Heizkörperventile notwendig sein. Nach dem hydraulischen Abgleich reicht häufig eine kleinere Heizungspumpe, ein Austausch ist daher sinnvoll.

Das Heizsystem läuft nach dem hydraulischen Abgleich effizienter und braucht bis zu 20 Prozent weniger Heizenergie. Je besser das Haus gedämmt ist, desto höher ist die Einsparung. Die Stromersparnis durch die kleinere Heizungspumpe liegt bei manchen Anlagen bei mehr als 80 Prozent. Die Kosten für einen hydraulischen Abgleich liegen meist unter 1.000 Euro – abhängig davon, ob und welche Komponenten der Heizungsanlage ausgetauscht werden müssen.

Bei allen Fragen zur Heiztechnik hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp März 2016

Durchblick im Förderdschungel - Energieberatung der Verbraucherzentrale informiert über aktuelle Förderprogramme und Fristen für energieeffizientes Bauen und Sanieren

Seit 1. Januar gelten für Neubauten die strengeren Richtwerte der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016. Infolgedessen passt die Förderbank des Bundes KfW zum 1. April 2016 ihre Förderbedingungen an. Dies nützt auch Verbrauchern, die ihr Haus energetisch sanieren wollen. Was sich ändert und welche Fristen für Bauwillige wichtig sind, erklärt die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Biberach.

Strengere Richtwerte für Neubauten
Die Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes wurden gegenüber den bisherigen Regelungen um 25 Prozent verschärft. Das bedeutet, dass der Gesamtenergiebedarf eines Effizienzhauses bei höchstens 55 Prozent der bis Ende 2015 zulässigen Werte liegen darf. Bei der Berechnung der Energiekennwerte ihres Gebäudes müssen Verbraucher auch immer den Dämmstandard und gewählten Energieträger berücksichtigen. Es ist wichtig, dass sich die Vorgaben so auf verschiedene Arten umsetzen lassen: Heizen Verbraucher mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien, ist ein geringerer Dämmstandard möglich. Setzen sie vermehrt fossiler Energien ein, muss stärker gedämmt werden, um den Wärmebedarf möglichst niedrig zu halten. Das energetische Gesamtkonzept ist daher entscheidend, um die Vorgaben der EnEV einhalten zu können. Die Experten empfehlen, dabei nicht nur die Investitions-, sondern unbedingt auch die Folgekosten im Blick zu haben. Die strengeren Regelungen gelten nur für den Neubau – nicht für die Sanierung von Bestandsgebäuden.

Neue Förderbedingungen
Was bisher besonders energieeffizient und förderwürdig war, wird nun Standard. Folglich passt die Förderbank des Bundes KfW zum 1. April 2016 ihre Förderbedingungen an: Vergünstigte Darlehen gibt es dann nur noch für Neubauten, deren Gesamtenergiebedarf bei höchstens 55 Prozent der bis Ende 2015 zulässigen Werte liegt (KfW-Effizienzhaus-55). Dafür gibt es aber mit bis zu 100.000 Euro doppelt so viel Geld pro Wohnung.

Bauherren, die ein „KfW-Effizienzhaus-70“ planen, können nur noch bis zum 31. März einen Förderantrag stellen. Danach wird die Förderung eingestellt. Doch der Experte weiß aus Erfahrung: Häufig lässt sich mit geringem Mehraufwand auch ein KfW-55-Standard erreichen, hier lohnt sich eine gute Beratung. Die KfW fördert die Beratung und Baubegleitung ab dem 1. April zusätzlich mit einem Zuschuss.

Förderung für Sanierungen
Für Immobilienbesitzer, die ihr Haus energetisch auf Vordermann bringen wollen, verbessern sich mit der Anpassung der Förderbedingungen ebenfalls einige Förderkonditionen. So werden der Einbau neuer Heizungs- und Wohnungslüftungsanlagen mit einem höheren Zuschuss gefördert, wenn sie als so genannte Paketlösungen durchgeführt werden. Für Heizungspakete bedeutete das, dass nicht nur der alte Kessel ausgetauscht wird, sondern zusätzlich das gesamte Heizsystem optimiert werden muss. Bei Lüftungspaketen wird der Einbau einer Wohnungslüftungsanlage mit mindestens einer Wärmeschutzmaßnahme kombiniert.

Diese neuen Konditionen gelten ab 1. April auch für bereits seit 1. Januar 2016 begonnene Heizungs- oder Lüftungspakete. Für diese Pakete gibt es eine Ausnahmeregelung: Sie können Förderanträge hierfür ab dem 1. April stellen. Generell gilt jedoch: Fördergelder müssen vor Beginn einer Maßnahme beantragt werden.

Bei weiteren Details und anderen Fragen zu Bundes- und Landesförderprogrammen und zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) und bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Februar 2016

Gebäude-Check: Individuelle Beratung zeigt Einsparpotenziale

Weniger Energie verschwenden, Ressourcen sinnvoll nutzen, das Klima schonen: Auch im Eigenheim lässt sich viel Energie sparen. Je nach Gebäude gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Einsparpotenziale. Eine erste Starthilfe für die Energiewende im Kleinen ist der Gebäude-Check der Verbraucherzentrale.

Der Gebäude-Check der Verbraucherzentrale zeigt anbieterunabhängig und individuell, wie bereits mit kleinen Maßnahmen und Verhaltensänderungen gezielt Energie eingespart werden kann, ohne auf den gewohnten Komfort verzichten zu müssen. Dazu kommt ein Energieberater der Verbraucherzentrale und der der Energieagentur Biberach zu den Ratsuchenden nach Hause und nimmt gemeinsam mit ihnen die konkrete Situation in Augenschein. Das Besondere an dem Gebäude-Check: Der energetische Ist-Zustand des Hauses wird sofort eingeschätzt. Anhand einer anschaulichen Auswertung können Verbraucher schnell beurteilen, welche Maßnahmen sie kurzfristig selbst umsetzen können und bei welchen Aspekten sich eine tiefergehende Folgeberatung empfiehlt.

Der Gebäude-Check ist ein Angebot für Eigentümer und Vermieter, gegebenenfalls auch für Mieter, die Einfluss auf Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle und der Haustechnik nehmen können.

Der Energieberater macht eine Bestandsaufnahme der Stromgeräte in der Wohnung, beurteilt den Strom- und Heizenergieverbrauch und identifiziert wichtige Stellschrauben für Einsparungen. Zusätzlich werden die Gebäudehülle (Außenwände, Fenster, Türen, Dach) sowie die Heizungsanlage (Wärmeerzeuger und Verteilsystem) unter energetischen Aspekten begutachtet. Dabei wird auch geprüft, ob prinzipiell der Einsatz erneuerbarer Energien möglich und sinnvoll ist. Für Betreiber eines Gas- oder Ölheizkessel gibt es darüber hinaus den Heiz-Check, der jedoch nur in der Heizperiode durchgeführt werden kann.

Mehr Informationen gibt es unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74 und im Internet: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Januar 2016

Keine Chance dem Schimmelpilz - Tipps der Energieberatung der Verbraucherzentrale zu Ursachen, Vorbeugung und Sanierung

Sie sehen nicht nur unschön aus, sie können schlimmstenfalls auch der Gesundheit schaden: Schwarze, hässliche Flecken an der Wand, die ersten Anzeichen für einen Schimmelpilzbefall. Gerade im Winter steigt die Gefahr von Schimmel in Wohnräumen erheblich. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Biberach erläutern die Ursachen des Schimmelbefalls und erklären, wie man die eigene Wohnung schützen kann.

Warum ist die Gefahr von Schimmelbefall bei kalten Temperaturen größer?
Im Winter sind die Außenwände der Häuser und Wohnungen kalt. Auch die warme Raumluft kühlt sich dort ab. Mit sinkender Temperatur geht die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf deutlich zurück, so dass an der Oberfläche der Wand die relative Luftfeuchte stark ansteigt. In diesen Bereichen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit findet der Schimmelpilz ideale Wachstumsbedingungen vor – auch ohne fühl- oder sichtbares Kondenswasser.

Wie lässt sich Schimmelbildung vermeiden?
Die wichtigste Regel zum Schutz vor Schimmelpilz heißt: raus mit der feuchten Luft, am besten durch regelmäßiges Lüften. Ein Hygrometer, das die Raumluftfeuchte misst, ist dabei sehr hilfreich. Ebenfalls wichtig ist ausreichendes Heizen, damit die Wände nicht zu sehr auskühlen. Die maximale Luftfeuchtigkeit und die empfehlenswerte Raumtemperatur hängen dabei ganz wesentlich von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des Hauses ab. Je besser die Dämmung, umso geringer ist das Schimmelrisiko, da die Wände weniger stark auskühlen.

Was tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist?
Das ist ein Fall für den Fachmann: Den Verbrauchern wird empfohlen, den Schaden professionell beseitigen und vor allem die Ursache klären zu lassen, sonst kommt der Schimmel in den meisten Fällen schnell wieder. Nur Experten könnten außerdem sicherstellen, dass auch die gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes vollständig entfernt würden. Unterstützung erhalten Betroffene auch bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale.

Bei allen Fragen zum Erkennen und Vermeiden von Schimmelschäden hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. 

Energiespartipp November/Dezember 2015

Finanzspritze fürs Bauen, Kaufen und Sanieren - Energieberatung der Verbraucherzentrale weist den Weg durch den Förderdschungel

Wer beim Bauen, Kaufen oder Sanieren auf energieeffiziente Technologien setzt, steht vor einer großen Auswahl öffentlicher Förderprogramme. Leider ist die Programmvielfalt für den Laien kaum mehr durchschaubar: Kredit, Investitionszuschuss, Effizienzhaus, Einzelmaßnahme oder doch das Angebot der Kommune? Wer sicher sein möchte, das richtige Angebot zu finden und keine Förderung zu verpassen, sollte fachkundige Beratung in Anspruch nehmen.

Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren gibt es von Bund, Ländern und Gemeinden, teilweise sogar von Energieanbietern. Gefördert werden Neubauten und die umfassende Sanierung von Bestandsgebäuden, aber auch einzelne Maßnahmen, die einer Steigerung der Energieeffizienz dienen, zum Beispiel der Austausch der Fenster oder eine Modernisierung der Heizungsanlage.

Bundesweit verfügbar sind zwei Angebote des Bundes: die Programme der KfW-Bank sowie des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die KfW bietet sehr günstige Kredite an. Außerdem gibt es Einmalzuschüsse für ausgewählte Vorhaben. Dabei gilt das Prinzip: Je energieeffizienter das Gebäude nach der Sanierung, desto höher fällt die Förderung aus.

Das BAFA fördert bestimmte Einzelmaßnahmen. Insbesondere die Förderung von Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien wurde in diesem Jahr noch einmal deutlich verbessert. Zudem koordiniert das BAFA zwei öffentlich geförderte Energieberatungsangebote: die Energieberatung der Verbraucherzentrale sowie die Vor-Ort-Beratung der BAFA.

Die regionalen Förderangebote unterscheiden sich je nach Bundesland und Kommune stark. Und auch ob verschiedene Angebote miteinander kombiniert werden können, hängt vom einzelnen Programm ab. Es wird deshalb geraten, unbedingt einen Fachmann zu konsultieren, bevor ein möglicherweise förderfähiges Projekt in Angriff genommen wird: Eine Regel gilt fast immer: Die Förderung muss vor Beginn der Maßnahme beantragt werden. Erfährt man also erst nach dem -ersten Hammerschlag-  vom idealen Fördertopf, ist es meist zu spät.

Bei allen Fragen zu Förderprogrammen und dem effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp September/Oktober 2015

Schluss mit der Verschwendung im Heizungskeller - Schärfere Vorschriften und EU-Label sollen Energieeffizienz bei Heizungsanlagen erhöhen

Auf Waschmaschinen, Kühlschränken und mittlerweile auch Staubsaugern kennt man sie bereits: die EU-Energieeffizienzkennzeichnung, kurz EU-Label genannt. Mit seiner Hilfe sollen Geräte, die Energie verschwenden, nach und nach vom Markt verschwinden. Ab 26. September 2015 gilt es nun auch für Heizungsanlagen, Warmwasserbereiter und -speicher. Gleichzeitig treten bestimmte Mindestanforderungen an die Energieeffizienz der Geräte in Kraft.

Das Label hat neun Effizienzklassen von A++ bis G, die auf der bekannten Skala von grün nach rot abgetragen werden. Die Logik ist die gleiche wie bei Waschmaschinen: Je grüner der Balken, desto effizienter das Gerät. In die schlechteren Effizienzklassen C bis G fällt allerdings kein Gerät auf dem Markt – die Neugeräte mit der geringsten Effizienz tragen also ein B.

Die besten Effizienzklassen bleiben zunächst Wärmepumpen vorbehalten. Allerdings können Wärmepumpen ihren technischen Vorteil in der Praxis nicht immer ausspielen. Gute Wärmepumpenanlagen sind energetisch nicht zu toppen. Schlecht geplante oder installierte Anlagen können jedoch einen sehr hohen Stromverbrauch haben, der zu erheblichen Kosten führt. Wärmepumpen sind deshalb, auch wenn sie in den besten Effizienzklassen gemessen werden, nicht pauschal das effizienteste System. Das Label gibt also keine Auskunft darüber, wie hoch die künftigen Heizkosten mit der neuen Anlage tatsächlich wären, da jedes Heizsystem auch zum Gebäude und den Bewohnern passen muss. Hier hilft eine Beratung bei einem unabhängigen Experten weiter.

Vorsicht ist außerdem geboten, um beim EU-Label nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen: Neben der EU-Kennzeichnung wird es nämlich ab 2016 eine deutsche Kennzeichnung für bereits installierte Bestandsgeräte geben. Beide Label sind nur bedingt miteinander vergleichbar.

Die neuen Mindesteffizienzanforderungen führen außerdem dazu, dass Anlagentypen, die sie nicht erfüllen können, vom Markt verschwinden, weil sie nicht mehr in den Vertrieb gebracht werden dürfen. Dies gilt beispielsweise für die bisher noch verbreiteten, jedoch technisch nicht mehr zeitgemäßen Niedertemperaturkessel.

Bei allen Fragen zu Heizungsanlagen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp August 2015

So bleibt die Wohnung kühl - Angenehme Temperaturen zuhause auch ohne Ventilator, Klimaanlage und Co.

Wenn die Wohnung im Sommer erst einmal richtig aufgeheizt ist und die Temperaturen auch nachts nicht auf ein erträgliches Niveau sinken, kann die Hitze schnell erheblichen Stress für den Organismus bedeuten. Das lässt sich jedoch mit intelligentem Hitzeschutz einfach und kostengünstig verhindern.

Die Abkühlung einer einmal aufgeheizten Wohnung ist mühsam und teuer. Das Geheimnis ist deshalb, die Hitze gar nicht erst herein zu lassen. Mit diesen Tipps bleibt die Wohnung auch an heißen Tagen angenehm kühl:

  • An sehr heißen Tagen nur in den kühleren Morgenstunden oder spät abends ausgiebig lüften, wenn ein frischer Wind weht. Tagsüber bleiben Fenster und Türen geschlossen.
  • Das Aufheizen der Räume über die Sonneneinstrahlung durchs Fenster wird am besten durch außenliegenden Hitzeschutz verhindert. Außen angebrachte Jalousien, Roll- und Klappläden also schließen oder Markisen einsetzen. Bei innen montierten Jalousien auf eine helle oder mit Metall beschichtete Außenfläche achten. 
  • Für dauerbestrahlte Südfenster wenn möglich spezielles Sonnenschutzglas wählen. Einen ähnlichen Schutz bieten – meist getönte – Reflexionsfolien, die nachträglich von innen auf Glasflächen aufgebracht werden. Sie sind allerdings nur begrenzt haltbar.
  • Insbesondere bei Wohnungen im Dachgeschoss ist eine luftdichte Gebäudehülle wichtig. Im Sommer heizt sich die Luft unter den Dachziegeln schnell bis zu 80 °C auf und sollte dann keinesfalls in die Wohnräume gelangen.

Wem trotz dieser Maßnahmen immer noch zu heiß ist, der sollte über eine fachgerechte Dämmung des Hauses nachdenken. Eine wirksame Dämmung hilft gleich doppelt – im Sommer hält sie die Hitze draußen, im Winter die Wärme im Haus.

Bei allen Fragen zu baulichem Hitzeschutz und dem effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

ehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Juli 2015

Stromfresser Zweitkühlschrank – leer und trotzdem hungrig

Fast nirgends ist der Stromverbrauch in den letzten Jahren so stark gesunken wie beim Kühlen und Gefrieren. Moderne Geräte benötigen heute im Durchschnitt weniger als halb so viel Strom wie vor 15 Jahren. Das bedeutet ein erhebliches Sparpotenzial bei den Stromkosten, denn die Geräte sind über Jahre pausenlos im Einsatz. Schade nur, wenn die Altgeräte einfach immer weiter laufen. 

Ausstattung und Nutzung der Geräte werden oftmals nicht angepasst, wenn sich die Lebensumstände ändern. Obwohl beispielsweise die Kinder ausziehen, wird der große Kühlschrank behalten. Oder der alte Kühlschrank läuft im Keller weiter, obwohl das neue Gerät in der Küche ausreichend und viel sparsamer ist.

Bei den Basis-Checks der Energieberatung entdecken die Berater sehr oft einen Zweitkühlschrank, in dem nur zwei Getränkeflaschen gekühlt werden. In so manchem Zwei-Personenhaushalt fänden sich sogar mehrere Gefriertruhen. Je älter aber die verwendeten Geräte sind, umso beträchtlicher der Stromverbrauch, der sich dann deutlich in der Stromrechnung bemerkbar macht.

Während eine moderne Kühl-Gefrierkombination der Energieeffizienzklasse A+++ nur etwa 150 kWh Strom pro Jahr verbraucht, benötigt ein 15 Jahre alter Kühlschrank noch rund 250 kWh, ein 20 Jahre alter Gefrierschrank sogar bis zu 950 kWh pro Jahr. Falls man durch einfaches Umsortieren auf einen Kühlschrank oder einen Gefrierschrank verzichten kann, spart man bei heutigem Strompreis also ca. 70 € bzw. 260 € pro Jahr.

Bei Fragen zu energieeffizienten Haushaltsgeräten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Juni 2015

Wärme pumpen? - Kostenlose Energieberatung der Verbraucherzentrale

Grundwasser, Erde oder einfach Luft – Wärmepumpen schöpfen mithilfe von etwas Strom aus den unwahrscheinlichsten Quellen Wärme. Kein Wunder, dass die Technologie mittlerweile das häufigste Heizsystem in Neubauten ist. Doch leider geht die Rechnung nicht immer auf: Ist die Anlage schlecht geplant, explodieren die Stromkosten, oder das Haus bleibt kalt. Wann also macht eine Wärmepumpe Sinn? Die Energieberatung der Verbraucherzentrale gibt mit der bundesweiten Aktion „So warm, so gut? Heizen mit Erneuerbaren Energien“ Antworten.

Das Funktionsprinzip einer Wärmepumpe kann man sich wie einen umgekehrten Kühlschrank vorstellen. Der Kühlschrank entzieht seinem Innenraum Wärme und gibt sie an die Umwelt ab, die Wärmepumpe zieht die Wärme aus der Umwelt und gibt sie an das Heizsystem ab. Dafür benötigt die Wärmepumpe Strom – im Idealfall gerade einmal eine Kilowattstunde Strom, um vier Kilowattstunden Wärme zu erzeugen. Die Technologie kann also äußerst effizient und umweltfreundlich sein.

Allerdings müssen die Rahmenbedingungen stimmen, vor allem muss das Heizsystem auf eine niedrige Vorlauftemperatur ausgelegt sein, das ist die Temperatur, auf die die Heizflüssigkeit vor der Zirkulation durchs Haus erwärmt wird. Das ist z.B. bei einer Fußbodenheizung der Fall, bei klassischen Heizkörpern hingegen nicht unbedingt. Je höher jedoch die benötigte Vorlauftemperatur ist, desto geringer die Effizienz der Wärmepumpe – und desto höher folglich die Stromrechnung. Gleiches gilt für den Einsatz von Wärmepumpen in Systemen mit hohen Warmwassertemperaturen und -verbräuchen.

Ob sich eine Wärmepumpe lohnt, kann man deshalb nur im Einzelfall entscheiden. Hier soll die Beratungsaktion weiterhelfen: Die Experten prüfen, welche Technologien im individuellen Fall geeignet sind, wie wirtschaftlich verschiedene Alternativen sind und welche Fördermöglichkeiten es gibt. Wer schon Angebote eingeholt hat, kann sie gleich zur Beratung mitbringen und analysieren lassen.

Die Beratungsaktion „So warm, so gut? Heizen mit erneuerbaren Energien“ richtet sich an alle privaten Verbraucher. Die persönliche Beratung findet nach Terminvereinbarung unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74 in der nächstgelegenen Beratungsstelle statt. Den Gutschein zur Aktion erhalten Interessierte in einer Beratungsstelle oder als Download auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Die Aktion endet am 12.06.2015. Bei allen Fragen zum Energiesparen hilft auch sonst die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Mai 2015

So warm, so gut? - Kostenlose Energieberatung der Verbraucherzentrale zum Heizen mit erneuerbaren Energien

Erneuerbare Energien sind die Zukunft. Sie sind klimafreundlich, potenziell unerschöpflich und unabhängig von internationalen Rohstoffmärkten. Als Holzheizung, Solarthermieanlage oder Wärmepumpe haben sie längst auch Einzug in den heimischen Heizungskeller gehalten. Doch wie sinnvoll sind diese Investitionen für Verbraucher? Die Energieberatung der Verbraucherzentrale gibt mit der bundesweiten Aktion „So warm, so gut? Heizen mit Erneuerbaren Energien“ Antworten.

Die wichtigste Grundregel ist: Nicht jede Technologie passt für jedes Bedürfnis und jedes Haus. Als Beispiel ist hier der Klassiker unter den erneuerbaren Energien: Holz. In Form einer Pelletheizung kann damit ein Einfamilienhaus komplett beheizt werden. Für die Lagerung der aus gepressten Säge- und Hobelspänen hergestellten Pellets muss allerdings genügend Platz vorhanden sein. Von zentraler Bedeutung ist außerdem eine gute Qualität der, sowohl für die Ökobilanz der Anlage als auch für den störungsfreien Betrieb. Dann sind die Betriebskosten vergleichsweise gering. Scheitholz dagegen wird vor allem in Kaminen eingesetzt. Es sollte möglichst trocken sein, damit es viel Wärme abgeben und umweltfreundlich verbrennen kann. Aus energetischer Sicht seien jedoch die Wirkungsgradverluste bei Kaminöfen größer als bei Pelletheizungen. Passen Technologie und örtliche Gegebenheiten nicht zueinander, ist der Ärger dagegen vorprogrammiert.

Das novellierte Gesetz zur Nutzung erneuerbarer Wärmeenergie in Baden-Württemberg (EWärmeG BW) wird am 1. Juli 2015 in Kraft treten. Hieraus ergeben sich neue Verpflichtungen zur Nutzung erneuerbarer Energien beim Austausch oder nachträglichen Einbau einer Heizanlage. Die Novellierung sieht eine breitere Auswahl und mehr Kombinationsmöglichkeiten bei den Erfüllungsoptionen vor.

Hier soll die Beratungsaktion der Verbraucherzentrale weiterhelfen. Die Energieberater prüfen, welche Systeme tatsächlich geeignet sind, wie wirtschaftlich sie sind und welche Fördermöglichkeiten es gibt. Wer schon Angebote eingeholt hat, kann sie gleich zur Beratung mitbringen und analysieren lassen.

Die Beratungsaktion „So warm, so gut? Heizen mit erneuerbaren Energien“ richtet sich an alle privaten Verbraucher. Die persönliche Beratung findet nach Terminvereinbarung unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74 in der nächstgelegenen Beratungsstelle statt.

Den Gutschein zur Aktion erhalten Interessierte in einer Beratungsstelle oder als Download auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Die Aktion endet am 12.06.2015.

Bei allen Fragen zum Energiesparen hilft auch sonst die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp April 2015

Energieausweis: Wer muss was? - Fakten-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale


Klarheit schaffen über die energetische Qualität eines Gebäudes und über die zu erwartenden Energiekosten – das soll der Energieausweis laut Energieeinsparverordnung (EnEV) leisten. Seit es ihn gibt, wird er jedoch auch heftig kritisiert, und über Rechte und Pflichten von Eigentümern, Käufern und Mietern gibt es zahlreiche Missverständnisse. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur Biberach, erläutert die Eckpunkte. 

Was steht drin?
Der fünfseitige Energieausweis enthält neben grundlegenden Angaben zum Gebäude entweder die Kennwerte für Energiebedarf (Bedarfsausweis) oder Energieverbrauch (Verbrauchsausweis). Bei Neubauten oder bei Verkauf oder Vermietung von Wohngebäuden mit weniger als 5 Wohneinheiten, die älter als 1977 sind und nicht das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung 1977 einhalten, ist nur der Bedarfsausweis zulässig.

Zudem beinhaltet der Ausweis soweit möglich Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung des energetischen Gebäudezustands. Hier handelt es sich ganz klar um Empfehlungen. Niemand ist verpflichtet, die Liste abzuarbeiten. Am besten bespricht man mit einem Energieberater, was möglich und sinnvoll ist.

Wer braucht einen Energieausweis?
Verpflichtend ist der Energieausweis immer dann, wenn ein Gebäude oder eine Wohnung neu gebaut, umfassend saniert, verkauft oder neu vermietet werden soll. Die wichtigsten Kenndaten des Ausweises müssen bereits in der Immobilienanzeige genannt werden. Ab 1.5.2015 gilt die Verletzung dieser Pflicht als Ordnungswidrigkeit.

Wer sein eigenes Haus seit Jahren selbst bewohnt und es weder verkaufen noch vermieten will, braucht keinen Energieausweis – auch wenn es immer wieder Betrüger gibt, die das behaupten.

Wer stellt den Energieausweis aus?
Ein Energieausweises muss von Fachleuten mit besonderer Qualifikation ausgestellt werden. Ein amtliches Zertifikat oder eine vollständige Liste aller Aussteller gibt es allerdings nicht. Hilfreich ist die Liste der dena (https://effizienzhaus.zukunft-haus.info/experten/suche-experten/). Sie bietet jedoch keine Gewähr für die Qualität der gelisteten Anbieter.

Wichtig ist: Ein Energieausweis ersetzt keine Energieberatung. Wer plant, die Empfehlungen umzusetzen, sollte unbedingt eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter
0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp März 2015

Frühjahrsdiät für die Stromrechnung - Zähler-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale hilft beim persönlichen Sparprogramm

So manche Stromrechnung hat über den Winter deutlich zugelegt – höchste Zeit für eine kleine Frühjahrsdiät. Iris Ege, Energieexpertin der Verbraucherzentrale und der Energieagentur Biberach, erklärt, wie die Rechnung wieder abspeckt. Unterstützung dabei bietet der Zähler-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

„Bei einer richtigen Diät müssen Sie sich fragen, wo die versteckten Kalorien lauern. Bei der Diät für Ihre Stromrechnung heißt es: Wo entwischt Energie?“ erklärt Frau Ege. „Prüfen Sie Ihr Zuhause auf Schlupflöcher – und die Euros auf Ihrer Stromrechnung kommen ins Purzeln.“

Für den Anfang wird folgende Checkliste empfohlen:

  • Stromverbrauch: Wie hoch ist der Stromverbrauch? Liegt er über dem Durchschnitt ähnlicher Haushalte? Hat er sich in den vergangenen Jahren verändert?
  • Kühlschrank, Waschmaschine und Co.: Welche Haushaltsgeräte sind im Einsatz? Wie alt sind sie? Wo stehen sie? Wie und wie häufig werden sie genutzt?
  • Lampen und Leuchten: Wie wird die Wohnung beleuchtet? Gibt es noch viele alte „Glühbirnen“, oder schon viele Energiesparleuchten und LEDs?
  • Unterhaltungselektronik: Wie viele Geräte (Notebook, Drucker, Fernseher, DVD-Player, Stereoanlage etc.) sind im Dauerbetrieb? Lassen sie sich ganz ausschalten, oder leuchtet ständig ein Stand-by-Lämpchen?

Wer diese Liste durchgeht, ist schon einen großen Schritt weiter hin zu einer schlanken Stromrechnung. Außerdem sollte der Stromzähler im Blick behalten werden. So weiß man schon vor der nächsten Rechnung, wie erfolgreich das Sparprogramm war. Hierbei hilft die Zähler-Check-Karte der Energieberatung der Verbraucherzentrale, mit der sich die Stromzählerstände übersichtlich erfassen lassen. Der Zähler-Check ist ab 26. März kostenfrei in allen teilnehmenden Beratungseinrichtungen der Energieberatung der Verbraucherzentrale erhältlich (solange der Vorrat reicht).
 
Bei allen Fragen zum Stromsparen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Februar 2015

Energieberatung stärker gefördert - Flexibleres Angebot und höhere Fördersätze bei der BAFA-Vor-Ort-Beratung

Das unabhängige Energieberatungsangebot in Deutschland wird verbessert: Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Vor-Ort-Beratung wird zum 1. März 2015 umfassend reformiert. Die Fördersätze werden erhöht, und die Verbraucher können außerdem zwischen verschiedenen Beratungsvarianten wählen.

Eine effizientere Wärmeversorgung in privaten Haushalten ist für das Gelingen der Energiewende in Deutschland zentral. Dem bau- oder sanierungswilligen Bürger stehen deshalb unterschiedlichste öffentliche Förderprogramme zur Verfügung. Neben Zuschüssen und Krediten für konkrete Bau- oder Sanierungsvorhaben wird auch die Energieberatung durch unabhängige Fachleute gefördert.

Für Eigentümer, die weitgreifende Sanierungsmaßnahmen in Angriff nehmen wollen und dafür eine umfassende Beratung mit ausführlichem Bericht benötigen, ist die BAFA-Vor-Ort-Beratung konzipiert. Verbraucher erhalten hierbei einen Zuschuss zu den Kosten für eine unabhängige Energieberatung. Mit der Reform werden die Höchstsätze für diesen Zuschuss mehr als verdoppelt, auf maximal 800 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser bzw. 1.100 Euro für Wohngebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten. Außerdem können die Beratenen nun zwischen zwei verschiedenen Varianten wählen: einem Sanierungskonzept für die Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus oder einem Sanierungsfahrplan für die schrittweise Sanierung mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen.

Wer zunächst nur einen Einstieg ins Thema Energiesparen sucht oder ein konkretes Einzelproblem besprechen möchte, kann sich an die Energieberatung der Verbraucherzentrale wenden, ebenfalls vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Da diese Beratungsangebote weniger ins Detail gehen, sind sie deutlich günstiger. Falls erforderlich, wird dort die BAFA-Vor-Ort-Beratung als Anschlussberatung empfohlen.

Bei Fragen zum effizienten Einsatz von Energie hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Dezember 2014/Januar 2015

Das ändert sich 2015 für Energieverbraucher

Neues Jahr, neue Regeln – auch 2015 ändert sich für Energieverbraucher einiges. Das wird für private Haushalte wichtig:

  • Stromkosten: Die Ökostrom-Umlage wird 2015 erstmals leicht sinken, von 6,24 auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde. Die Strompreise könnten folgen – ob und um wie viel, liegt jedoch im Ermessen des einzelnen Stromanbieters.
  • Haushaltsgeräte: Im Laufe des Jahres 2015 werden weitere Bestimmungen aus der europäischen Ökodesign- und der Energieverbrauchskennzeichnungs-Richtlinie wirksam. So muss das EU-Energielabel nun auch beim Onlinehandel mit abgebildet werden. Zudem erhalten erstmals auch Dunstabzugshauben ein EU-Energielabel, die Kennzeichnung für Backöfen wird angepasst. Für Kaffeemaschinen, Dunstabzugshauben, Backöfen und alle Geräte mit einem Netzwerkanschluss (also z.B. Drucker, Modems etc.) gelten zudem künftig strengere Anforderungen an den Stromverbrauch.
  • Heizungsanlagen: Gleich mehrere Neuerungen betreffen die Betreiber von Heizungsanlagen. Standard-Öl- und Gasheizkessel müssen künftig ausgetauscht werden, wenn sie älter als 30 Jahre sind. Für Ein- und Zweifamilienhausbesitzer gilt die Pflicht jedoch nur, wenn das Haus nach dem 1.2.2002 bezogen wurde. Ferner gelten auch für Heizkessel, Kombiboiler und Warmwasserbereiter ab dem 26.9.2015 verschärfte Effizienzanforderungen und eine Kennzeichnungsplicht mit dem EU-Energielabel.
  • Dämmung: Begehbare oberste Geschossdecken müssen spätestens ab dem 31.12.2015 ausreichend gedämmt sein. Ausgenommen sind Ein- und Zwei-Familienhäuser, die die Eigentümer bereits vor dem 1.2.2002 selbst bewohnt haben, sowie oberste Geschossdecken, die bereits einen sogenannten „Mindestwärmeschutz“ haben.
  • Energiekennwerte: Die Angabe von Energiekennwerten in Immobilienanzeigen ist bereits seit Mai 2014 Pflicht. Ab 1.5.2015 gilt die Verletzung dieser Pflicht jedoch als Ordnungswidrigkeit

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp November 2014

Heizkörper richtig einstellen - Was kann eigentlich ein Thermostatventil?

Die Heizung herunterzudrehen spart Energie und Geld, das wird in der beginnenden Heizperiode wieder überall betont. Die Regel stimmt natürlich auch – nur wird es eben bei heruntergedrehter Heizung auch nicht so schön warm. Weniger bekannt ist hingegen, wie sich durch eine kluge Einstellung der Thermostatventile deutlich Heizenergie einsparen lässt, ohne dass die Raumtemperatur abgesenkt werden muss.

Oft stellt man sich das Ventil am Heizkörper wie einen Wasserhahn vor, den man auf- und zudreht. Tatsächlich aber leisten die Thermostatventile mehr: Sie halten eine bestimmte Temperatur im Raum. Stellt man den Regler zum Beispiel auf die Stufe drei, bedeutet das normalerweise etwa 20°C. Ist es im Raum kälter, öffnet sich das Ventil und der Heizkörper wird warm. Ist es wärmer, schließt das Ventil und der Heizkörper kühlt wieder ab. Es kann also auch bei aufgedrehtem Ventil vorkommen, dass der Heizkörper kalt ist – wenn die eingestellte Temperatur erreicht oder überschritten ist.

Was bedeutet das aber nun für den Energieverbrauch?

Häufig wird der Heizkörper voll aufgedreht, in der Hoffnung, einen kalten Raum schnell aufzuwärmen. Tatsächlich aber wird nur die Zieltemperatur hochgeschraubt – manchmal auf 26°C oder mehr. Ergebnis: Die Heizung läuft auf Hochtouren, der Raum wird wärmer als benötigt und dadurch unnötig Heizenergie verbraucht. Ein richtig eingestelltes Thermostatventil spart also Heizenergie, sogar ohne dass die gewünschte Temperatur gesenkt werden muss.

Noch ein bisschen smarter sind sogenannte programmierbare Thermostatventile: Mit ihrer Hilfe lassen sich für verschiedene Tageszeiten unterschiedliche Temperaturen einstellen. Vorteil: Die Temperatur in der Wohnung kann nachts und tagsüber während der Arbeitszeit deutlich gesenkt werden, und dennoch ist die Wohnung beim Aufstehen oder am Feierabend gemütlich warm. Dadurch lässt sich erheblich Heizenergie einsparen.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp September/Oktober 2014

Aufschluss über die Energieeffizienz und den Energieverbrauch von elektrischen Geräten gibt seit 2011 das mehrfarbige EU-Energielabel. Ab 1. September ist es auch für Staubsauger verpflichtend.

Bei Staubsaugern erhalten die sparsamsten Geräte zunächst die Note A, die schlechtesten Geräte die Note G. Schritt für Schritt kommen bis zum Jahr 2017 weitere Effizienzklassen von A+ bis hin zu A+++ hinzu, die dann für die jeweils effizientesten Staubsauger vergeben werden. Dann werden auch die Klassen auf dem Label entsprechend angepasst. Unabhängig von der Bezeichnung gilt stets: Je weiter das Gerät im grünen Bereich der Skala liegt, desto besser. Die maximale Leistung muss dann unter 1.600 Watt liegen und ab dem 1. September 2017 sogar unter 900 Watt. Ein Staubsauger der Klasse A verbraucht beispielsweise etwa 50 Prozent weniger Strom als ein F-Gerät.

Meike Militz von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg empfiehlt: „Am besten vergleichen Verbraucher neben der Effizienzklasse auch den jährlichen Verbrauch, der ebenfalls auf dem Label angegeben ist.“ Der jährliche Verbrauch wird unter Standardbedingungen gemessen und gewährleistet damit Vergleichbarkeit.

Zusätzlich zu den Effizienzangaben enthält das Label Daten zu Reinigungsleistung, Geräuschentwicklung und Staubemission des entsprechenden Geräts.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74.

Energiespartipp Juli/August 2014

Zuhause zu heiß? - So bleibt die Wohnung auch im Sommer kühl

Monatelang wird der Sommer mit seinen strahlenden Tagen und lauen Nächten sehnlichst erwartet. Doch ist er dann endlich da, ächzen die Menschen vielerorts unter der Hitze. Tatsächlich kann die sommerliche Wärme ziemlichen Stress für den Organismus bedeuten, vor allem wenn die Wohnung erst einmal richtig aufgeheizt ist und die Temperaturen auch nachts nicht auf ein erträgliches Niveau sinken. Die Abkühlung einer einmal aufgeheizten Wohnung ist mühsam und teuer. Das Geheimnis ist deshalb, die Hitze gar nicht erst herein zu lassen. Das lässt sich jedoch mit intelligentem Hitzeschutz einfach und kostengünstig verhindern.

Mit diesen Tipps bleibt die Wohnung auch an heißen Tagen angenehm kühl:

  • An heißen Tagen nur in den kühleren Morgenstunden oder abends ausgiebig lüften. Tagsüber bleiben Fenster und Türen geschlossen.
  • Wärmeabstrahlung von Elektrogeräten und Lampen nicht unter-schätzen: An heißen Tagen genau überlegen, was eingeschaltet wird.
  • Die Aufwärmung der Räume über die Sonneneinstrahlung durchs Fenster wird am besten durch außenliegenden Hitzeschutz verhindert. Jalousien, Roll- und Klappläden also schließen oder Markisen einsetzen. Bei innen montierten Jalousien auf eine helle oder mit Metall beschichtete Außenfläche achten.
  • Für dauerbestrahlte Südfenster wenn möglich spezielles Sonnenschutzglas wählen. Einen ähnlichen Schutz bieten – meist getönte – Reflexionsfolien, die nachträglich von innen auf Glasflächen aufgebracht werden. Sie sind allerdings nur begrenzt haltbar.

Wem trotz dieser Maßnahmen immer noch zu heiß ist, sollte über eine fachgerechte Dämmung des Hauses nachdenken. Eine wirksame Dämmung hilft gleich doppelt – im Sommer hält sie die Hitze draußen, im Winter die Wärme im Haus.

Bei allen Fragen zu baulichem Hitzeschutz und dem effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Juni 2014

Gut gedämmt ist halb geheizt - Kostenlose Beratung zur Wärmedämmung bei der Verbraucherzentrale

Wenn sich die meisten Menschen angesichts länger werdender Tage und wärmender Sonnenstrahlen erst richtig auf den Sommer freuen, ist es auch an der Zeit, schon wieder an den nächsten Winter zu denken. Jetzt in der warmen Jahreszeit ist nämlich genau der richtige Zeitpunkt, das eigene Haus mit einer neuen Dämmung fit für die nächste Heizsaison zu machen.

Unter dem Motto „Gut gedämmt ist halb geheizt“ startet die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg deshalb ab Mitte Mai eine großangelegte Beratungsaktion.

Etwa drei Viertel des gesamten Energieeinsatzes in privaten Haushalten machen die Heizkosten aus. Oftmals verschenktes Geld: Bei einem nicht gedämmten Einfamilienhaus entweichen bis zu zwei Drittel der Wärme einfach so über den Keller, durch die Außenwände und das Dach. Das sind in einem typischen 60er-Jahre Haus rund 2.000 Liter Heizöl im Jahr – oder bis zu 1.200 Euro.

Leider rufen sich die kalten Füße und die hohe Heizrechnung des vergangenen Jahres jedoch meist erst wieder in Erinnerung, wenn der nächste Winter vor der Tür steht. Dann aber ist es für wirksame Abhilfe meist zu spät. Wer sein Haus dagegen schon während des Sommers warm einpackt, profitiert im Winter vom geringeren Heizbedarf und niedrigeren Heizkosten.

Allerdings fangen mit der Entscheidung, das eigene Heim energetisch auf Vordermann zu bringen, die Fragen manchmal erst an: Welche Maßnahme bringt am meisten? Welche Materialien stehen zur Verfügung? Wie viel darf das Ganze kosten, und welche Förderprogramme gibt es? Hier soll die Aktion Abhilfe schaffen. Ein unabhängiger Energieberater nimmt sich ausführlich Zeit für die individuelle Situation.

An bundesweit über 600 Standorten beraten Experten der Verbraucherzentrale Energieberatung im Rahmen der Aktion „Gut gedämmt ist halb geheizt“ kostenlos zu allen Fragen rund um Wärmedämmung. Das Angebot richtet sich an Mieter, private Hauseigentümer, Bauherren und Wohnungseigentümer. Die Beratung findet nach Terminvereinbarung unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74 in der nächstgelegenen Beratungsstelle statt. Den Gutschein zur Aktion erhalten Interessierte auch in einer Beratungsstelle oder als Download auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Die Aktion endet am 25.06.2014.

Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp Mai 2014

Immobilienanzeigen: Ab Mai müssen Energiedaten genannt werden

Für Vermieter und Verkäufer wird die Nennung von Kennzahlen aus dem Energieausweis Pflicht

Immobilienanzeigen müssen künftig Informationen zum energetischen Zustand des inserierten Gebäudes enthalten: Ab 1. Mai 2014 ist die Veröffentlichung bestimmter Angaben aus dem Energieausweis Pflicht. Darauf weist die Deutsche Energie-Agentur (dena) hin. Die Regelung ist Teil der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2014), die ab Mai in Kraft tritt. 

Die Verpflichtung gilt für alle Immobilieninserate in kommerziellen Medien wie etwa Zeitungen oder kostenpflichtigen Online-Portalen. Die Verkäufer bzw. Vermieter sind nach der neuen Regelung dafür verantwortlich, dass die wichtigsten Kenndaten aus dem Energieausweis genannt werden. Wer die Angaben unterlässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und riskiert ein Bußgeld.

Wenn es sich um Wohngebäude handelt, müssen nach der neuen EnEV folgende Daten in der Anzeige berücksichtigt werden:

  • die Art des vorliegenden Energieausweises (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis)
  • der jeweilige im Energieausweis angegebene Endenergiebedarf oder Endenergieverbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr
  • der im Energieausweis genannte wesentliche Energieträger der Heizung des Gebäudes (z. B. Öl, Gas, Fernwärme, Pellets, usw.)
  • das Baujahr des Gebäudes
  • die Effizienzklasse, wenn ein neu ausgestellter Energieausweis mit Effizienzklasse vorliegt. Liegt ein älterer Energieausweis vor, müssen die darin angegebenen Daten für den Endenergiebedarf/ Endenergieverbrauch bzw. der Energieträger der Heizung veröffentlicht werden.

Für Nichtwohngebäude gelten zum Teil abweichende Regelungen. Mit Einführung der neuen EnEV gewinnt der Energieausweis für Gebäude auch darüber hinaus an Bedeutung. So sind Verkäufer und Vermieter künftig verpflichtet, den Ausweis bei Immobilienbesichtigungen vorzulegen. Nach Abschluss des Vertrages muss der Ausweis dann unverzüglich an den Käufer bzw. Mieter übergeben werden.

Weitere Informationen zum Energieausweis und zur EnEV 2014 gibt es im Internet unter www.zukunft-haus.info. Außerdem steht dort eine Online-Datenbank zur Verfügung, mit der Verbraucher qualifizierte Fachleute finden können, die Energieausweise ausstellen.

Auskünfte zum Energieausweis gibt es auch bei der Energieagentur Biberach unter Telefonnummer 07351 37 23 74.

Energiespartipp April 2014

Kann ein Anstrich Wände dämmen? - Alle Fakten zur "Energiesparfarbe"

Es klingt nach einer guten Nachricht für alle Hausbesitzer: Wer den steigenden Energiepreisen ein Schnippchen schlagen will, muss künftig sein Haus nicht mehr für viel Geld energetisch sanieren, sondern erneuert einfach den Anstrich. Flugs seien so bis zu 40 Prozent Heizenergie gespart – das zumindest versprechen die Anbieter sogenannter „Energiesparfarbe“. Doch was ist dran am Wunderweiß?

„40 Prozent Energieeinsparung sind in Bestandsgebäuden auch mit einem guten Wärmedämmverbundsystem allein kaum zu realisieren. Dieses Ziel nur mit einem Wandanstrich zu erreichen, ist physikalisch unmöglich“, stellt Iris Ege, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, klar.

Eine Dämmung erzielt ihre Wirkung vor allem durch die niedrige Wärmeleitungsfähigkeit des Materials sowie die Dicke der dämmenden Schicht. Da ein Anstrich im Gegensatz zu einer herkömmlichen Dämmung maximal millimeterdick ist, kann die entsprechende Dämmwirkung niemals erreicht werden, ganz egal, wie gut die Substanz angeblich isoliert. Die Wärmestrahlung spielt dagegen bei einer massiven Wand nur eine geringfügige Rolle.

Dennoch findet die magische Wandfarbe Abnehmer. Aufgrund der scheinbar niedrigen Investitionskosten kommt es häufig vor, dass Verbraucher den Werbeversprechen Glauben schenken. Da die erwarteten Energieeinsparungen im Normalfall jedoch ausblieben, zahlen die Verbraucher im Endeffekt doppelt: Zu den weiterhin hohen Energierechnungen kommen die Kosten für die „Zauberfarbe“.

Darum gilt: Wer seine Heizkosten nachhaltig senken will, kommt um umfassende Sanierungsmaßnahmen meist nicht herum. Bevor aber irgendetwas beauftragt wird, sollte man dringend eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen. Es muss nicht gleich die Sanierung sein: Viele Leute unterschätzen, was sie durch ihr eigenes Verhalten und mit Kleinstmaßnahmen wie der Abdichtung von Türen und Fenstern oder der richtigen Nutzung von Thermostatventilen bewirken können. Auch hierbei kann eine Beratung helfen.

Bei allen Fragen zu Wärmedämmung und Energieeinsparung hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 – 37 23 74. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Energiespartipp März 2014

Kosten sparen mit Infrarot? - Faktencheck der Verbraucherzentrale Energieberatung

Bis zu 30 Prozent an Heizenergie einsparen, das versprechen Anbieter von Infrarot-Flächenheizungen, zusammen mit hohem Komfort und sauberem Klima-Gewissen. Doch was ist dran am Wunderwerk Infrarotheizung?

Energieeinsparung?
Die von den Anbietern oftmals in Aussicht gestellten Energieeinsparungen sehen die Experten kritisch: „Tatsächlich nachhaltig senken lässt sich der Energiebedarf nur durch energiebewusstes Verhalten, energieeffizientes Bauen und gegebenenfalls entsprechende Sanierungsmaßnahmen – auch wenn das mühsamer klingt.“

Kostensenkung?
Die Infrarot-Flächenheizung wird mit Strom betrieben. Das ist in Deutschland nach wie vor die teuerste Energieform. Da die Infrarot-Heizung keinen Niedertarif nutzen kann, fallen im normalen Haushaltstarif gegenwärtig etwa 27 bis 30 Cent je Kilowattstunde an, für Gas hingegen rund sieben, für Heizöl umgerechnet etwa acht und für Holzpellets nur sechs Cent. Eine Infrarotheizung beschert ihrem Besitzer also im Vergleich zu Öl- oder Gasheizungen zwei- bis dreimal so hohe Kosten pro Kilowattstunde. Der Vorteil der Infrarotheizung aufgrund vergleichsweise niedriger Investitionskosten ist damit in kurzer Zeit wieder aufgezehrt. Vor allem in schlecht gedämmten Häusern mit hohem Heizbedarf treibt sie die Energiekosten deshalb oft in ungeahnte Höhen.

Klimaschutz?
Und was hat es mit dem Klimaschutz auf sich? Wieder ist Enttäuschung eher die Regel als die Ausnahme. CO2 spart nur, wer für die Infrarotheizung ausschließlich zertifizierten Ökostrom bezieht. Mit dem normalen Strommix betrieben, verursacht Heizen mit Strom wegen der Verluste bei Stromerzeugung und -transport deutlich höhere CO2-Emissionen als andere Energieträger.

Wer seine Heizungsanlage erneuern will, sollte sich deshalb unabhängig von einzelnen Anbietern beraten und die individuelle Situation bewerten lassen. Dabei wird Eges Erfahrung nach meist schnell klar, welches Heizsystem am besten passt.

Bei allen Fragen zu effizienten Heizungssystemen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur Biberach unter 07351 37 23 74.

Energiespartipp Februar 2014

Preis für Heizöl doppelt so hoch wie vor zehn Jahren. Anstieg deutlich stärker als beim Strompreis

Das Jahr 2013 war das zweitteuerste Jahr aller Zeiten bei den Heizölpreisen.  Der fossile Energieträger kostete deutschlandweit durchschnittlich rund 85 Euro pro 100 Liter – nur 2012 lag mit 91 Euro noch darüber. Nutzer einer Ölheizung zahlen heute mehr als doppelt so viel wie noch 2003. Für einen Vierpersonenhaushalt in einem normalen Altbau bedeutet der Preisanstieg knapp 1.000 Euro mehr pro Jahr an Heizkosten im Vergleich zu vor zehn Jahren, hat das Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg berechnet. Der einzige Ausweg aus der Heizkostenspirale nach oben sei die energetische Sanierung von Altbauten, so Zukunft Altbau. Sie rechne sich oft auch trotz der finanziellen Investition.

In den vergangenen zehn Jahren ist der Heizölpreis deutlich stärker gestiegen als der derzeit viel und kontrovers diskutierte Strompreis. Strom kostet seit 2003 rund 64 Prozent mehr. Die Kostensteigerung beim Heizöl ist mit rund 120 Prozent fast doppelt so hoch. Erschwerend kommt hinzu: Für einen Durchschnittshaushalt belaufen sich die Stromkosten mittlerweile auf rund 1.100 Euro pro Jahr – die Heizkosten in einem durchschnittlich gut gedämmten Altbau mit 100 Quadratmeter Wohnfläche aber schlagen mit rund 2.200 Euro ein deutlich größeres Loch in den Geldbeutel.

Neutrale Informationen erhalten Sie bei der Energieagentur Biberach unter der Telefonnummer 07351 37 23 74 oder per E-Mail an info(at)energieagentur-biberach.de.

Energiespartipp Januar 2014

Stromkosten senken, Strom selbst erzeugen und speichern sowie mit dem richtigen Energiecheck die Einsparpotenziale erkennen

Jeder Jahreswechsel bringt nicht nur zahlreiche gute Vorsätze, sondern mindestens ebenso viele neue Gesetze, Verordnungen und Vorschriften mit sich. Auch auf dem Energiesektor ändert sich einiges:

  • Höhere EEG-Umlage: Diese wird im Jahr 2014 auf 6,240 Cent je Kilowattstunde steigen. Steuern Verbraucher nicht gegen, werden die Stromrechnungen also steigen
  • Anforderungen an Neubauten: Auch die neue Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV) wird am 1. Mai 2014 in Kraft treten. Darin geregelt sind unter anderem neue, verschärfte Anforderungen, die Neubauten bezüglich ihres Energieverbrauchs und Wärmeverlusten ab 2016 erfüllen müssen.

Die Energieagentur Ravensburg stellt sich gegen die steigenden Energiekosten und zeigt mit Exponaten was jeder einzelne dagegen tun kann.

Individuelle Beratung zeigt Einsparpotenziale auf
Die Energieagentur Ravensburg kooperiert mit der Verbraucherzentrale und baut in 2014 sukzessive die Energieberatungsangebote aus. Je nach Wohnsituation bietet die Energieagentur im Auftrag der Verbraucherzentrale verschiedene Energiechecks an.

Der Basis-Check eignet sich für Mieter und Eigentümer, die sich für ihren Strom- und Wärmeverbrauch sowie Einsparungen durch geringinvestive Maßnahmen interessieren. Der Gebäude-Check geht noch etwas weiter: Er bietet die Möglichkeit, den Basis-Check mit Fragen zur Auswahl der richtigen Heizungsanlage und Wärmedämmung oder zum Einsatz erneuerbarer Energien zu kombinieren.

Die Energiechecks der Verbraucherzentralen werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Strom selber erzeugen, speichern und verbrauchen
Die Förderung für in das Netz eingespeisten Solarstrom sinkt Monat für Monat weiter. Aber Verbraucher können noch davon profitieren, wenn eine Anlage installiert und Strom auf dem eigenen Hausdach produziert wird. Sie müssen ihn nur selbst verbrauchen. Mit einer privaten Photovoltaikanlage auf dem Dach können Hausbesitzer immer noch Geld sparen, wenn sie richtig planen.

Anhand eines Modells können sich die Messebesucher auf dem Stand der Energieagentur die Funktionsweise einer Eigenstromerzeugung mit Speicherung erklären lassen und sich über Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen informieren.

Anbieterunabhängige Beratung erhalten Sie bei der Energieagentur Biberach unter Telefonnummer 07351 37 23 74 oder per E-Mail: info(at)energieagentur-biberach.de

Energiespartipp Dezember 2013

Heizung richtig aufdrehen spart Geld

Die Deutschen betrachten sich oft als Energiesparweltmeister. Wenn es um das eigene Heizverhalten geht, herrscht in vielen Haushalten jedoch ein beträchtlicher Schlendrian. Da werden Fenster bei aufgedrehter Heizung stundenlang gekippt, das Thermostat auf eine Raumtemperatur von 25 Grad und mehr gestellt und die Heizungskörper durch Schränke und Regale blockiert. „Natürlich lohnt sich dieses Verhalten überhaupt nicht“, sagt Dieter Bindel vom baden-württembergischen Landesverband Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerker (GIH). „Mehr Wohnkomfort wird dadurch nicht erzielt. Dafür schnellen die Heizkosten in die Höhe.“ Klimafreundlich sei das nicht.

Bereits die halbe Miete: Nicht mehr als 20 Grad und effektiver lüften

Die Faustregel ist bekannt: Ein Grad weniger Raumtemperatur ergibt sechs Prozent weniger Heizkosten. „Wer im Wohnzimmer von 24 auf 20 Grad reduziert, spart ganze 24 Prozent Heizenergie“, bilanziert Bindel. In Wohnräumen, dem Arbeitszimmer oder den Kinderzimmern ist eine Temperatur von 20 Grad für den Durchschnittsdeutschen meist warm genug. Dazu reicht die Stellung 3 beim Thermostatventil aus. Sind mehrere Heizkörper im Raum, sollten alle gleichmäßig eingestellt werden. Im Schlafzimmer, Küche und Flur können es sogar nur 16 Grad oder Stellung 2 sein. Das Bad braucht etwas mehr.

Bei Dunkelheit die Rolläden oder Jalousien herunterzulassen und die Vorhänge zuzuziehen, spart ebenfalls ein wenig. Bereits eine Stunde vor der
Nachtruhe empfiehlt sich außerdem eine generelle Nachtabsenkung auf 15
Grad. Das spart nachts noch einmal rund 25 Prozent Kosten. Morgens sollte die Heizungsanlage aber eine Stunde vor den Bewohnern „aufwachen“, damit es beim Aufstehen im Bad bereits warm ist. Auch die Anschaffung eines elektrischen Thermostatventils lohnt sich. Mit dem kleinen Helfer lässt sich einstellen, wie hoch die Temperatur in welchem Raum zu welcher Uhrzeit sein soll. Die aufwändige Regulierung der Zimmertemperaturen per Hand entfällt damit völlig. Auch richtiges Lüften gehört zum Energiesparen. Doch Vorsicht: Das Kippen der Fenster ist einfach, aber nicht effizient und teuer. Der Luftaustausch in der Wohnung dauert eine Stunde oder länger, es wird in der Zeit nach draußen geheizt und die Wände kühlen aus. Pro Heizperiode kann das Mehrkosten von bis zu 200 Euro bedeuten. „Besser ist das kurze, vollständige Öffnen der Fenster“, erklärt Bindel. „Sind sie auf gegenüberliegenden Seiten der Wohnung geöffnet, kann sich zudem ein Durchzug bilden.“ Der gesamte Luftaustausch in der Wohnung braucht dann nur rund fünf Minuten.

Eine fachmännische Überprüfung lohnt sich

Wer trotz der Tipps zu hohe Heizkosten hat, dem empfiehlt sich ein Heizungscheck, so Petra Hegen von Zukunft Altbau. Bei dem Check wird der Betrieb optimiert und untersucht, ob eine neue Heizung nötig ist. Zu dem Maßnahmen gehören eine Überprüfung oder auch Erneuerung der Heizungspumpe, ein hydraulischer Abgleich der Anlage und eine Optimierung der Heizungsregelung. Diese preiswerten Maßnahmen sparen zehn bis 15 Prozent der Heizkosten ein. Sie haben sich meist nach einem oder zwei Jahren eingespielt, danach spart man richtig Geld.

Quelle: www.zukunftaltbau.de

Nähere Informationen erhalten Sie bei der Energieagentur Biberach unter
Telefonnummer 07351 37 23 74, E-mail: info(at)energieagentur-biberach.de oder bei einer der Außenstellen.

Energiespartipp Oktober/November 2013

Luftdichtheit bei der Dachsanierung

Unbehaglich kalte Dachwohnungen und -räume mit hohen Wärmeverlusten im Winter und Überhitzung im Sommer sind die Auswirkungen einer unzureichenden Wärmedämmung im Dach und in vielen Fällen einer Undichtheit der inneren Dachverkleidung.

Eine fachgerechte Dämmung und Luftdichtung im Dachgeschoss erhöht die Behaglichkeit, senkt die Heizkosten und vermeidet Bauschäden. Eine Dachsanierung ist teuer und sollte daher fachlich richtig und qualitativ gut ausgeführt werden. Dabei ist neben der Wärmedämmung ein besonderes Augenmerk auf die Luftdichtheit zu legen. Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV), hat der Handwerker mit der Ausführung seiner Arbeiten einedauerhafte Luftdichtigkeit zu gewährleisten und mit der Fachunternehmererklärung zu bestätigen, dass die durchgeführten Arbeiten der geltenden EnEV entsprechen.

Erfahrungsgemäß sind nach Sanierungsarbeiten immer wieder „Lecks“ zu finden. Die Experten empfehlen daher die Durchführung einer Luftdichtigkeitsmessung. Diese sollte durchgeführt werden, wenn die Dampfbremsfolie noch nicht komplett verkleidet ist und Nacharbeiten noch möglich sind. Durch einen Unterdruck-Tests lassen sich Leckagen in der Dampfbremse ausfindig machen.

Unterstützt werden sollte die Messung durch eine Innen-Thermographie. Beide Messmethoden gewährleisten, dass Undichtigkeiten aufgespürt werden. So können nicht nur Lüftungswärmeverluste und hohe Energiekosten, sondern auch mögliche Feuchtigkeitsprobleme vermieden werden.

Quelle: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Anbieterunabhängige Hilfe bei allen Fragen zur Luftdichtigkeitsmessung und zur Bauphysik bieten die Energieberater der Energieagentur Biberach telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch.
Telefonnummer 07351 37 23 74
E-Mail: info(at)energieagentur-biberach.de

Energiespartipp September 2013

Beim Sanieren auch an das Alter denken

Mehr Barrierefreiheit ermöglicht ein längeres Wohnen zuhause. Im Zuge einer energetischen Sanierung sollten vorhandene Hindernisse für ältere Menschen beseitigt werden. Die KfW fördert finanziell.

Immer mehr Menschen wollen auch im hohen Alter zuhause wohnen. Das macht eine barrierefreie Anpassung ihres Wohnraumes erforderlich. Wer im mittleren Alter eine Sanierung plant, sollte deshalb nicht nur an die Energieeinsparung denken, sondern auch an einen altersgerechten Umbau. Es ist immer deutlich teurer, barrierereduzierende Maßnahmen, wie die Verbreiterung der Türdurchgänge oder der Abbau von Schwellen am Hauseingang erst zu ergreifen, wenn es nötig wird. Plant man solche Umbauten früher, hat man zudem länger einen höheren Wohnkomfort und profitiert bei einem Verkauf von besseren Chancen auf dem Immobilienmarkt. Die bauliche Anpassung wird von der KfW über einen Kredit von bis zu 50.000 Euro finanziell gefördert. Der effektive Jahreszins beträgt derzeit ein Prozent.

Quelle: www.zukunftaltbau.de

Nähere Informationen erhalten Sie bei der Energieagentur Biberach unter der Telefonnummer 07351 37 23 74, per E-Mail: info(at)energieagentur-biberach.de oder bei einer ihrer Außenstellen.

Energiespartipp August 2013

Kühles Wohnen auch an heißen Sommertagen - Drei Tipps für nachhaltigen Hitzeschutz im Haus

Wird es im Sommer in der Wohnung zu heiß, bieten sich für Hausbesitzer drei
Maßnahmen an, rät das Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg.

Gegen Hitze schütze vor allem eine gute Wärmedämmung. „Eine Dämmung von Fassade und Dach reduziert den Wärmeeintrag von draußen und senkt die Innentemperatur um mehrere Grad“. Im Winter mindert die Dämmung außerdem die Wärmeverluste und verringert die Heizkosten.

Weitere Mittel, die für kühlere Verhältnisse in den eigenen vier Wänden sorgen, sind tagsüber das Herunterlassen von Rollos und ausschließlich nächtliches Lüften. Eine Klimaanlage ist dagegen der falsche Weg, um der sommerlichen Hitze zu entgehen. Die Anlagen beseitigen mit hohem energetischem Aufwand nicht die Ursache der hohen Temperaturen im Inneren sondern kühlen nur die Hitze herunter.

Schwitzt Du noch oder dämmst Du schon?
www.zukunftaltbau.de.
Nähere Informationen erhalten Sie bei der Energieagentur Biberach unter
Telefon: 07351 37 23 74, E-Mail: info(at)energieagentur-biberach.de oder bei einer ihrer Außenstellen.

Energiespartipp Juli 2013

Energiespartipp -"Sauber, sauber"

Temperaturlimit
Waschtemperaturen um 30° reichen meist vollkommen aus. Kaltaktive Waschmittel reinigen sogar bei noch geringeren Temperaturen. Verzichten Sie auf Vorwäsche. Das spart rund ein Viertel der Energie und schont Ihre Kleidung. Wenn Sie den Trockner unbedingt benötigen, hilft es, vorher gut zu schleudern. Erheblich billiger und ganz klimafreundlich trocknet die Wäsche auf der Leine oder dem Wäsche-ständer. Bei 160 Waschgängen pro Jahr mit 30° statt 60° C, Verzicht auf Vorwäsche und Trockner, werden Sie mit rund 140 Euro pro Jahr belohnt.

Richtig Voll?
Beladen Sie Ihre Waschmaschine und Geschirrspülmaschine immer mit so viel Wäsche/Geschirr wie möglich.

Heisse Kiste
Schließen Sie die Spülmaschine ans Warmwasser an, vor allem wenn Sie dieses mit Solarenergie erzeugen. So sparen Sie damit etwa 10 – 15 Euro pro Jahr.

Weniger ist Mehr
Bei normalen Duschköpfen rauschen jede Minute zwischen 15 und 18 Liter warmes Wasser in den Abfluss. Besser ist ein guter Wasserspar-Duschkopf. So kommen Sie ohne Komfortverlust mit der Hälfte Wasser aus. Die Ersparnis bei täglich zehn Minuten duschen sind im Jahr  rund 100 Euro für Wasser und dessen Erwärmung.

Quelle: UM Baden Württemberg

Nähere Informationen erhalten Sie bei der Energieagentur Biberach unter Telefonnummer: 07351 37 23 74, E-Mail: info(at)energieagentur-biberach.de oder bei einer ihrer Außenstellen. Aktuelle Informationen finden Sie auch im Internet unter www.energieagentur-biberach.de.