Kreishaushalt 2019 beschlossen

Mehrheitlich hat der Biberacher Kreistag am Mittwoch, 12. Dezember 2018, den Kreishaushalt für das kommende Jahr verabschiedet. Er hat ein Volumen von annähernd 260 Millionen Euro. Davon entfallen allein 156,4 Millionen Euro auf die Aufwendungen im Sozialbereich. Der Verabschiedung voraus gingen sieben Ausschusssitzungen, in denen das 600 Seiten umfassende Zahlenwerk intensiv besprochen und diskutiert wurde.  

Weitere Kreisumlagehebesatzsenkung

Wichtigste Änderung gegenüber der Haushaltseinbringung von vor fünf Wochen ist eine weitere Reduzierung des Kreisumlagehebesatzes um 0,5 Prozentpunkte auf nunmehr 25,5 Prozentpunkte. Der Hebesatz beträgt derzeit 27 Punkte. Die Kreisverwaltung hat einen Haushaltsentwurf für 2019 mit einer Senkung um einen Punkt auf 26 Prozentpunkte vorgelegt. Der Hebesatz ist eine wichtige Kennzahl für die Städte und Gemeinden, die eine Umlage an den Kreis zu zahlen haben. Durch die Reduzierung fehlen dem Landkreis laufende Einnahmen in Höhe von 0,8 Millionen Euro. Sie werden durch eine Entnahme aus den liquiden Mitteln, der Rücklage, ausgeglichen.

Gleichwohl nimmt der Landkreis auch im kommenden Jahr keine neuen Kredite auf; zum 14. Mal in Folge. Damit bleibt der Landkreis Biberach schuldenfrei.

„Schwerpunkte im Haushalt 2019 sind die Bereiche Digitalisierung, soziale Sicherung und die Infrastruktur“, so Landrat Dr. Heiko Schmid. Im Bereich der Digitalisierung hat er bereits Mitte November den Startschuss für den kreisweiten Breitbandausbau gegeben. Der Landkreis will dafür über 30 Millionen Euro in den nächsten Jahren in die Hand nehmen. Im Bereich der sozialen Sicherung mit seinen 156,4 Millionen Euro sind die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung und die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes die größten Posten. Dafür sieht der Haushalt über 40 Millionen Euro vor. Über 13 Millionen Euro plant der Kreis für die Bildungsinfrastruktur und die Verkehrsinfrastruktur auszugeben. Außerdem soll im kommenden Jahr mit dem Bau eines zweiten Recyclingcenters in Biberach begonnen werden. Der Abfallwirtschaftsbetrieb plant mit Kosten von annähernd vier Millionen Euro.

Wichtigste Kennzahlen des Kreishaushalts 2019

Gesamtergebnishaushalt:

Erträge                               259.097.646 Euro
Aufwendungen255.097.646 Euro
Veranschlagtes Gesamtergebnis    4.000.000 Euro
Kreisumlagehebesatz:   25,50 % (Reduzierung)
Kreisumlageaufkommen:  88.463.234 Euro
Aufwendungen für Soziales:156.368.600 Euro

  

Gesamtfinanzhaushalt:

Zahlungsmittelüberschuss aus laufender
Verwaltungstätigkeit: (Cash flow): 
                       10.442.397 Euro
Kreditermächtigung:0 Euro
Schuldenstand Ende 2018:                                              0 Euro


Eigenbetrieb „Immobilien der Kliniken“:

Erfolgsplan:                                                     2.686.800 Euro
Vermögensplan:     3.623.600 Euro

 

Abfallwirtschaftsbetrieb:

Erfolgsplan:                                                        14.042.482 Euro
Vermögensplan:12.176.553 Euro

 

 

Investitionen:

Kernhaushalt:27.866.850 Euro
davon für Bildungsinfrastruktur:5.069.750 Euro
für verkehrliche Infrastruktur:7.944.000 Euro

für digitale Infrastruktur:

8.528.000 Euro
       
Abfallwirtschaftsbetrieb:4.843.356 Euro
gesamt:32.710.206 Euro