Bihlafingen, Schmiehe

Ausgangszustand

 

Kleines Fließgewässer, an das nördlich von Bihlafingen am rechten Ufer Wald angrenzt (Erlenwald, lichter Eschenwald), links Grünland (Abb. 34).

Bildautor: Josef Grom, Biberbeauftragter
Abb. 34: Lageplan zum Bihlafinger Biberrevier

Konflikte

 

Durch Biberdämme kam es zu großflächigen Überflutungen (siehe Luftbilder vor und nach der Biberbesiedlung, Abb. 35 und 36). Es fanden regelmäßig Ortstermine mit dem Bibermanagement (UNB und Biberbeauftragter des Regierungspräsidiums) statt.

Bildautor: Landratsamt Biberach
Abb. 35: Luftbild vor der Besiedlung durch den Biber
Bildautor: Landratsamt Biberach
Abb. 36: Luftbild nach der Besiedlung durch den Biber mit großem Biberteich

Maßnahmenbeschreibung

 

Das Flurstück 303 wurde von der Bahn AG als Ausgleichsmaßnahme für die Elektrifizierung der Südbahn zwischen Ulm und Friedrichshafen herangezogen. Die Maßnahme wurde mit der „Entwicklung eines Feuchtbiotopkomplexes“ umschrieben (Abb. 37). Auf dem südlich angrenzenden Flurstück 305 wurde dem Landwirt nach der Landschaftspflegerichtlinie Teil C3 eine Entschädigung für die „Beseitigung eines Störfaktors“ in Höhe von 80 % des Verkehrswerts bezahlt. Der Landwirt toleriert damit die Auswirkungen des Bibers auf seinem Grundstück.

Bildautor: Eisenbahn-Bundesamt 2015
Abb. 37: Entwicklung eines Feuchtbiotopkomplexes

Istzustand

 

Mit den Maßnahmen konnte ein Brennpunkt des Bibermanagements entschärft werden. Der Biber gestaltet seither ein ökologisch wertvolles Feuchtgebiet (Abb. 38).

Bildautor: Landratsamt Biberach
Abb. 38: Biberdamm mit Biberteich bei Bihlafingen