Langenenslingen, Altbach

Ausgangszustand

 

Kleines Fließgewässer, das mit Sohlschalen verbaut war (Abb. 28). Auf den angrenzenden Grundstücken fand meist Ackernutzung bis zur Böschungsoberkante statt (Abb. 29). Es waren Flächendrainagen vorhanden.

Bildautor: Josef Grom, Biberbeauftragter
Abb. 28: Altbach vor der Renaturierungsmaßnahme mit Sohlschalen
Bildautor: Josef Grom, Biberbeauftragter
Abb. 29: Ackernutzung bis ans Gewässer

Konflikte

 

Durch Biberdämme kam es zu großflächigen Überflutungen (Abb. 30) und zum Einstau von Drainagen.

Bildautor: Josef Grom, Biberbeauftragter
Abb. 30: Biberbedingte Vernässung vor der Maßnahme

Maßnahmenbeschreibung

 

Durch Grunderwerb und Grundstückstausch konnte die Gemeinde Langenenslingen  in einem 950 m langen Gewässerabschnitt 10 bis 30 m breite Gewässerrandstreifen schaffen (Abb. 31). Das Gewässer wurde außerhalb des Revierzentrums naturnah umgestaltet und es wurde eine 460 m lange Fangeleitung für Drainagen gebaut. Die Gesamtkosten beliefen sich auf etwas mehr als 100.000 €. Für das Vorhaben gab es 70 % Zuschuss nach der Förderrichtlinie Wasserwirtschaft, nur der Grunderwerb außerhalb des gesetzlichen Gewässerrandstreifens (10 m) wurde mit Direktmitteln des Naturschutzes gefördert. Der Eigenanteil von 30 % wurde dem Ökokonto der Gemeinde gutgeschrieben.

Bildautor: Josef Grom, Biberbeauftragter
Abb. 31: Ausschnitt aus der Plangenehmigung

Istzustand

Heute wird der Altbach von 24 Biberdämmen aufgestaut (Abb. 32 und 33). Im Bereich des Revierzentrums sind große Biberteiche ausgebildet (Abb. 32). Hier brüten u. a. Wasserralle, Blässhuhn, Teichhuhn, Schwarzkehlchen, Teichrohrsänger und Rohrammer. Bei den Libellen hat sich die Artenzahl von ehemals 1 Art auf mehr als 20 Arten erhöht.

Bildautor: Josef Grom, Biberbeauftragter
Abb. 32: Altbach wenige Monate nach Umsetzung der Maßnahme
Bildautor: Josef Grom, Biberbeauftragter
Abb. 33: Aktuelle Reviersituation am Altbach