Orsenhausen, Riedgraben

Ausgangslage

Kleines Fließgewässer zwischen Orsenhausen und Bußmannshausen (Abb. 39) mit lückigem Gehölzsaum und rechtsuferigem Kiesweg. Die angrenzenden Flächen sind teilweise drainiert (Gmk. Orsenhausen) und werden überwiegend als Acker genutzt.

Konflikt

Durch Biberdämme kommt es zum Einstau von Drainagen.

Maßnahmenbeschreibung

Um die Entwässerungsfunktion der Drainagen sicher zu stellen, wäre eine rd. 425 m lange Fangeleitung erforderlich (Kosten: rd. 17.000 €). Als Sofortmaßnahme wurde vom Bauhof  der Gemeinde Schwendi in den Hauptdamm eine steuerbare Dammdrainage eingebaut (Abb. 40 und 41). Die Materialkosten wurden vom Bibermanagement erstattet (LPR-Mittel). Über einen Schieber kann der Grundablass von Zeit zu Zeit geöffnet werden (Abb. 42), so dass die eingestauten Drainagen wieder anspringen und nicht verstopfen. Sollten weitere Dämme entstehen, dürfen diese von der Gemeinde entfernt werden.

Bildautor: Josef Grom, Biberberater
Abb. 39: Riedgraben bei Orsenhausen (M. 1:20.000). Die Drainagen liegen nicht digital vor
Bildautor: Josef Grom, Biberberater
Abb. 40: Planskizze einer steuerbaren Dammdrainage
Bildautor: Josef Grom, Biberberater
Abb. 41: Einbau einer steuerbaren Dammdrainage mit Grundablass in Orsenhausen

Bildautor: Josef Grom, Biberberater
Abb. 41: Einbau einer steuerbaren Dammdrainage mit Grundablass in Orsenhausen

Istzustand

19 Monate nach ihrem Einbau funktioniert die Dammdrainage nach wie vor (Abb. 43). Der Unterhaltungsaufwand der Gemeinde hat sich stark reduziert und die Akzeptanz des Bibers in diesem schwierigen Revier hat sich verbessert.

Bildautor: Josef Grom, Biberberater
Abb. 43: Funktionskontrolle im Riedgraben