Preisträger des Ehrenamtspreises 2010

Freiwillige Helfer des Dettinger / Illertaler Dorfmuseums – Dettingen/Iller

Die ersten freiwilligen Helfer des Dettinger / Illertaler Dorfmuseums haben bereits seit 1975 Gegenstände aus früherer Zeit zusammengetragen und in 2 Räumen des alten Schulgebäudes ausgestellt. 1994 war dann Eröffnung des Dettinger / Illertaler Dorfmuseums, nachdem die freiwilligen Helfer zuvor über 6000 Arbeitsstunden in das neu zu beziehende Gebäude eingebracht haben. Parallel kümmert sich der Helferkreis auch um Feld- und Wegkreuze sowie Bildstöcke. Über Jahrzehnte hinweg gab es also einen permanenten Einsatz der rund 12 ständigen freiwilligen Helfer des Dettinger / Illertaler Dorfmuseums. Mit ihrem Engagement bereichern sie das kulturelle Leben im Illertal und leisten einen überaus wertvollen Betrag zur Freude der Menschen im Kreis.


Karl Högerle – Schwendi

Herr Högerle hat es sich seit Jahren zur Aufgabe gemacht, die Schwendier Geschichte zu dokumentieren. Mit viel Fleiß und Akribie geht Herr Högerle auch zweifelhaften und ungeklärten Sachverhalten der Schwendier Geschichte auf den Grund. Das Heimatmuseum im Rathaus Schwendi ist Zeuge seiner jahrzehntelangen Nachforschungen. Das darüber hinausgehende Engagement von Herrn Högerle, 25 Jahre als Zunftmeister und im Rahmen von Führungen durch die Pfarrkirche, die St. Anna-Kapelle und auch an verschiedenen anderen Stellen rundet das Bild einer Persönlichkeit ab. Herr Högerle leistet einen nachhaltigen Beitrag, die Schwendier Geschichte lebendig und auch für kommende Generationen nachvollziehbar zu erhalten.


Seniorenteam Winterstettenstadt – Winterstettenstadt/Ingoldingen

Seit fast 30 Jahren – 2011 ist Jubiläum – ist das Seniorenteam Winterstettenstadt unermüdlich dabei, Monat für Monat einen Nachmittag mit Programm, Kaffee und Kuchen, zum Teil gibt es auch Abendessen, zu organisieren und durchzuführen. Unzählige Stunden in der Vorbereitung und bei den Veranstaltungen für ein Stück mehr Lebensfreude und Lebensqualität in der dörflichen Gemeinschaft.


Norbert Selg – Riedlingen

Seit 1993 ist er Vorstandsvorsitzender des FV Neufra und verantwortet die Gesamtleitung und die Organisation des Vereins. Was Herr Selg federführend in seinem Verein geleistet hat kann sich wahrlich sehen lassen. Schon 1999, als das Sportheim mit vielen Stunden Eigenleistung eingeweiht wurde, war Herr Selg Vorsitzender. In Eigeninitiative mit fast 2000 Stunden ehrenamtlicher Helfer wurde ein Allwettersportplatz geschaffen. Nicht von ungefähr kommt es sicherlich auch, dass der FV Neufra über 500 Mitglieder mit einem hohen Jugendanteil zählt und insgesamt 20 Manschaften in verschiedensten Disziplinen aufstellt. Hier zahlt sich jahrelanges Bemühen und nachhaltiger Einsatz aus.


Bürgerinitiative Kapellenrenovation Minderreuti – Minderreuti/Uttenweiler

Die Bürgerschaft Minderreuti hat Eigeninitiative ergriffen und die Außenrenovation der Kapelle in Minderreuti vorgenommen. Unzählige Arbeitsstunden und Materialspenden für die Außenanlage ermöglichten es, dass die Kapelle nun wieder in neuem Glanz erstrahlt. Mitglieder der Dorfgemeinschaft kümmern sich aber auch schon seit Jahren um das Erscheinungsbild der Kapelle, sorgen für Sauberkeit und Blumenschmuck. Dass die Dorfgemeinschaft so gut funktioniert, hat sich auch im Rahmen der Realisierung einer gemeinsamen Fernwärmeleitung gezeigt.


Team Tafelladen Bad Schussenried – Bad Schussenried

Der Tafelladen Bad Schussenried wurde im August 2009 eröffnet. Er soll es bedürftigen Menschen ermöglichen, Lebensmittel zu einem günstigen Preis erwerben zu können. Zur Warenbeschaffung ist daher ein ganz besonderes Engagement notwendig und das Team Tafelladen ist insoweit auf Sachspenden der örtlichen Geschäfte angewiesen. Das Tafelladen-Team organisiert sich komplett selbst, von der Beschaffung der Waren bzw. Spenden über die Warenabholung bis zur Entsorgung. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es zwischenzeitlich zwei Öffnungstage in der Woche.


Agathe Engert – Biberach

Frau Agahte Engert ist Mutter von drei Kindern, von denen zwei an verschiedenen Formen des Autismus erkrankt sind. Aber nicht nur das: sie bringt auch noch die Kraft auf, andere Betroffene zu unterstützen und ihnen in oft sehr schwierigen Alltagssituationen zu helfen. Mit eigener, oft leidvoller Erfahrung im Rücken ist sie für andere da. Und das mit Kraft und Humor. Sie leistet einen wertvollen Beitrag, in der Gesellschaft über Autismus aufzuklären und mit der von ihr mitbegründeten Selbsthilfegruppe ist sie Anlaufstelle für Betroffene. Damit nicht alle betroffenen Familien immer wieder bei null anfangen müssen, bereitet sie gerade eine Broschüre zum Thema Autismus vor.


Ehrenamtliche Mitarbeiter des Gemeindeclubs mit und für psychisch Kranke in Laupheim und Ehrenamtliche Mitarbeiter des Gemeindeclubs für psychisch belastete Menschen in Ochsenhausen – verschiedene Gemeinden

Sie setzen sich uneigennützig für einen Personenkreis ein, der in unserer Gesellschaft oft ausgegrenzt, isoliert ist. Oft wird man bei der Tätigkeit mit den eigenen persönlichen Grenzen konfrontiert. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Gemeindeclubs Laupheim organisieren bereits seit 27 Jahren wöchentliche Treffen und stehen den Betroffenen auch darüber hinaus als Ansprechpartner zur Verfügung und geben praktische Hilfestellungen. Durch die engen Kontakte wirken sie Isolation und Rückzug entgegen und sind so ein wichtiges Bindeglied zwischen den psychisch Erkrankten und der Gesellschaft, zu der sie ja dazugehören. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Gemeindeclubs für seelisch belastete Menschen in Ochsenhausen leisten ebenso seit 27 Jahren einen wichtigen und zuverlässigen Beitrag in der ambulanten Versorgung psychisch erkrankter Menschen im Bereich der Selbstorganisation. Im Vordergrund steht gemeindenahe Hilfe für Menschen, die oft ohne Arbeit, ohne Struktur, allein, ausgegrenzt und unverstanden sind.


Gabriele Stümke – Riedlingen

Frau Gabriele Stümke ist sehr vielfältig zum Wohle der Gemeinschaft aktiv. Neben ihrer Tätigkeit als Stadträtin ist Frau Stümke Gründungsmitglied der Seniorengenossenschaft Riedlingen. Seit der Gründung vor fast 20 Jahren ist sie auch Mitglied des Vorstandes der Seniorengenossenschaft und seit 2003 stellvertretende Vorsitzende. In all den Jahren brachte sie sich mit großem Einsatz ein und stand überall bereit, wo sie gebraucht wurde. Frau Stümke gibt darüber hinaus ehrenamtlich Kurse für häusliche Krankenpflege und leitet eine Gruppe von Angehören von Demenzkranken an. Ferner organisiert sie im kulturellen Bereich unterhaltsame Stunden, etwa das sommerliche Grabenfest mit Musik und Bewirtung und die Sommerserenade mit heimischen Musikern.


Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der St. Elisabeth-Stiftung – verschiedene Gemeinden (Susanna Meade, Barbara Stegmann, Sigrid Stotz, Hans Strahl)

Der Umgang zwischen behinderten- und nichtbehinderten Menschen ist immer noch mit vielen Barrieren und Schwierigkeiten behaftet. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der St. Elisabeth-Stiftung leisten – jeder auf seine eigene Art – einen Beitrag dazu, dass diese Grenzen überwunden werden. Ihr Wirkungsort ist der Heggbacher Wohn- und Werkstattverbund der St. Elisabeth-Stiftung. Frau Susanne Meade führt seit 2008 wöchentlich einen Singkreis für Menschen mit Behinderung durch. Frau Stegmann ist bereits seit fünf Jahren Ansprechpartnerin rund um das Thema „Soziales Engagement“ in der Max-Weishaupt-Realschule in Schwendi. Frau Sigrid Stotz ist seit fünf Jahren Patin der Wohngruppe Benjamin im Bereich Kinder, Jugend und Familie der St. Elisabeth-Stiftung. Seit einigen Jahren leistet Herr Hans Strahl einmal pro Woche ehrenamtlichen Dienst in der Werkstatt für behinderte Menschen in Laupheim.