Kanuregelung an der Donau

Kanutour Donau

Die „Rechtsverordnung des Landratsamtes Biberach zur Regelung des Gemeingebrauchs auf der Donau im Landkreis Biberach“ vom 22. April 2010 wurde erlassen, um Naturnutzung und Naturschutz an der Donau in Einklang zu bringen.

Der Flussabschnitt der Donau im Landkreis Biberach zwischen Binzwangen (Flusskilometer 2659,695) bis Zwiefaltendorf (Flusskilometer 2638,815) – liegt in einer überaus reizvollen Landschaft, die sich durch ihre Artenvielfalt und Einzigartigkeit der Biotopstrukturen auszeichnet.

Kanutour Donau

Als eines der bedeutendsten Erholungsgebiete des Landes Baden-Württemberg mit zahlreichen wertvollen Biotopen erhält das Donautal einen besonderen Stellenwert. Dieser Donauabschnitt liegt vollständig in den FFH-Gebieten „Donau zwischen Munderkingen und Riedlingen“ (Gebietsnummer 7823-341), sowie Donau zwischen Riedlingen und Sigmaringen“ (Gebietsnummer 7922-342). Der Teilabschnitt ab Flusskilometer 2649,500 nördlich Riedlingen bis zur Kreisgrenze nördlich Zwiefaltendorf (Flusskilometer 2638,815) liegt zusätzlich innerhalb der Naturschutzgebiete „Flusslandschaft Donauwiesen“ und „Flusslandschaft Donauwiesen zwischen Zwiefaltendorf und Munderkingen“ sowie dem Vogelschutzgebiet  Nr. 75 „Täler der mittleren Flächenalb“.

Ziel ist dabei, das Natur- und Freizeiterlebnis auf der Donau nicht generell zu unterbinden, sondern es vielmehr mit Blick auf die hochrangigen Schutzgüter für alle Lebewesen in geordnete und naturverträgliche Bahnen zu lenken. Dabei soll der Bootsverkehr so naturverträglich wie möglich gestaltet und ein künftiger unverträglicher Anstieg der fahrenden Boote vermieden werden.

 

März bis Juni:              

keine Befahrung zulässig

Ausnahme per Antrag: naturkundlich geführte Tour mit anerkanntem Tourführer

1. Juli bis 29. Februar:

Befahrung zulässig von 9 bis 20 Uhr (Ein- und Ausstiegsstellen beachten)

Nur Schwimmfahrzeuge ohne eigene Triebkraft max. 1,5m auf 5,5m.

Gewerbliche Anbieter benötigen eine saisonale Erlaubnis.

Zum 01.07.2019 wurde eine gestufte Mindestpegelregelung eingeführt. Diese Regelung muss beachtet werden. Die Mindestpegelregelung gestaltet sich wie folgt:

- Pegel Hundersingen mindestens 56 cm: keine über die geltende Rechtsverordnung hinausgehenden Beschränkungen.

- Pegel Hundersingen zwischen 50 und 56 cm: um den Umweltbildungsaspaketen gerecht zu werden, ist es erlaubt, geführte Touren mit max. 10 Booten pro Tour bis zu einem Mindestpegel von 50 cm durchzuführen, wobei auch mehrere geführte Touren pro Tag und Anbieter möglich sind.

- Pegel Hundersingen weniger als 50 cm: keine Befahrung aus Gründen des Schutzes/der Erhaltungsziele der FFH-Gebiete gestattet.

Gemessen wird am Pegel Hundersingen, dieser ist online aufrufbar (www.hvz.baden-wuerttemberg.de).