Gewaltschutz für von häuslicher Gewalt betroffene Menschen im Landkreis Biberach

Körperliche und seelische Gewalt findet überwiegend im engen sozialen Nahraum, also „zu Hause“, statt und gehört für viele Opfer leider zum Alltag. Sie wird dabei überwiegend gegen Frauen durch den Partner oder ehemaligen Partner ausgeübt. Rund 25 Prozent der Frauen im Alter von 16 bis 85 Jahren haben Gewalt in der Beziehung erlebt. Differenziert nach der Schwere der Gewalt haben zwei Drittel der von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen schwere bis sehr schwere körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlitten; ein Drittel leichte bis mäßig schwere körperliche Gewalt. Dies ist das Ergebnis der im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführten und in 2004 veröffentlichten repräsentativen Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland“. Danach kommt Gewalt in allen gesellschaftlichen Schichten und unterschiedlichen ethnischen Zugehörigkeiten vor. Ein besonders hohes Risiko besteht für Frauen in Trennungsphasen.

Die Bekämpfung häuslicher Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss geächtet werden. Eine Kultur des Hinsehens ist ebenso wichtig, wie die Sensibilisierung für das Thema in all seinen Facetten. Die Zusammenarbeit aller Verantwortlichen in den unterschiedlichen Beratungseinrichtungen, Behörden und Institutionen spielt eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, Opfer zu schützen und zu unterstützen. Im Landkreis Biberach arbeiten die verschiedenen Institutionen und Verantwortlichen engagiert und vertrauensvoll zusammen. Ziel des vorliegenden Konzeptes ist es, die unterschiedlichen Verantwortlichen im Landkreis mit ihren Handlungsweisen und Aufgaben aufzuzeigen, zu vernetzten, Verfahrensabläufe darzustellen und Hilfsangebote auch über den Landkreis hinaus, zu benennen. Es richtet sich insbesondere an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Institutionen und an Fachkräfte, die mit den Themen häusliche Gewalt, Ehrenmord und Zwangsheirat konfrontiert sind.

Ansprechpartnerinnen

Amt für Flüchtlinge und Integration
Carina Straub

Telefon 07351 52-7169
Telefax 07351 525-0189

carina.straub(at)biberach.de


Kreisjugendamt
Manuela Braun

Telefon 07351 52-7675
Telefax 07351 525-0675

manuela.braun(at)biberach.de