Forstlicher Rettungsplan

Waldarbeit ist gefährlich und Unfälle lassen sich bei aller Vorsicht nicht immer ausschließen. Schnelle und kompetente Hilfe kann dann Leben retten. Für Waldbesitzer:innen, die im Wald arbeiten, sollte ein regelmäßiger Erste-Hilfe-Kurs für die Erstversorgung selbstverständlich sein. Erst nach den Sofortmaßnahmen gilt es, schnellstmöglich weitere Rettungskräfte zum Verletzten zu lotsen.

Um diese Hilfe auch in schwer zugänglichem, unbekannten Gelände sicher anfordern zu können, gibt es den forstlichen Rettungsplan (Gewann oder Walddistrikt ohne Ortskenntnis hilft nicht weiter). Die Rettungspunkte sind hingegen landesweit flächendeckend erfasst. Diese sind den Rettungskräften bekannt und können so Leben retten. Es ist deshalb wichtig, sich vor Beginn der Arbeiten im Wald über den nächstgelegenen Rettungspunkt zu informieren und diesen zu kennen.

Die Rettungspunkte können mit der App „Hilfe im Wald“  (Download kostenlos hier: https://www.intend.de/produkte/hilfe-im-wald.html) per Handy abgerufen werden.

Mit einem „Klick“ auf den entsprechenden Rettungspunkt erhalten Sie dessen Bezeichnung, der jeweils für Sie in Frage kommt.


Die Waldarbeit sollte nach den Unfallverhütungsvorschriften immer zu zweit erfolgen. Vier Augen sehen mehr als zwei. Kommt es zu einem Unfall, ist immer eine Person vor Ort die Erste Hilfe leisten kann.

Grundsätze einer sicheren Waldarbeit
1. Arbeiten Sie nur im Wald wenn Sie entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen haben (Schulung)
2. Tragen Sie immer Ihre Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
3. Arbeiten Sie niemals allein im Wald
4. Verwenden Sie nur zertifizierte und geprüfte Ausrüstung
5. Sperren Sie den Arbeitsbereich ausreichend und ordnungsgemäß ab
6. Übernehmen Sie nur Arbeiten, die Sie sicher meistern können. Setzen Sie bei schweren und komplizierten Aufgaben (zum Beispiel Sturm- oder Schneebruchaufarbeitung) auf erfahrene Fachkräfte oder bewährte Forstunternehmer, wir beraten Sie gerne!