Beratung zu HIV/AIDS und allen anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI)

Wir informieren zum Thema HIV/Aids sowie anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (z.B. Chlamydieninfektion, Hepatitis B und C, Gonorrhoe/Tripper, Lues/Syphilis,…) und beantworten Fragen nach Infektionsrisiken und Schutzmöglichkeiten.

 

Die Beratung kann persönlich oder telefonisch (07351 52-6155) anonym und kostenfrei am Sprechtag (mittwochs) erfolgen oder auch per E-Mail.

 

Informationsmaterial können Sie hier in sieben Sprachen abrufen.

Wir bieten Ihnen folgende Untersuchungen an:

1. anonymer HIV- Antikörpertest 

Es handelt sich um einen „Combostest“ der 4. Generation, bei dem neben Antikörpern von HIV1 und HIV2 auch das HIV-Antigen p24 nachgewiesen wird. 

Dieser Test der 4. Generation gilt schon sechs Wochen nach dem letzten Risikoereignis als besonders zuverlässig. Er wird kostenlos angeboten.  

Das Ergebnis liegt nach einer Woche vor und kann dann persönlich, mündlich mitgeteilt werden (nicht telefonisch). Grund: Bei positivem Ausfall des Tests möchten wir Sie mit diesem Ergebnis nicht alleine lassen. Auch möchten wir Ihnen dann einen Kontakt zur medizinischen und psychologischen Betreuung weitervermitteln.

2. anonymer HIV-AK-Schnelltest   

Dieser Test kann mittwochs angeboten werden. 

Er ist ein reiner  Antikörpertest, der auf HIV1+2 Antiköper testet, wobei das Ergebnis nach 30 Minuten vorliegt. Hierbei fällt also kein zweiter Termin an, um das Ergebnis abzuholen. Nach wie vor gilt hier bis zur sicheren Aussage eine Wartezeit von drei Monaten. Der Test kostet 15 Euro. 

3.  Chlamydien / Gonokokken-Urintest 

Im Rahmen eines landesweiten Projektes kann bis auf Weiteres ein kostenloser Gentest (PCR) auf Chlamydia trachomatis und Neisseria gonorrhoe im Gesundheitsamt angeboten werden. Je nach vorherrschender Sexualpraktik - kann statt/oder neben einem Urintest ein Anal-, Vaginal- oder Mundschleimhautabstrich (Selbstentnahme) angeboten werden. Dieser kann im Einzelfall ein noch genaueres Ergebnis erzielen.

Voraussetzung beim Urintest: Der letzte Toilettengang liegt mindestens eine Stunde zurück (besser wäre noch konzentrierter Morgenurin). 

Doch was hat es mit den beiden Erregern auf sich?
Beide Bakterien werden vorwiegend über Geschlechtsverkehr übertragen und gelten als Wegbereiter für HIV. Da sie häufig ohne oder mit nur milder Symptomatik verlaufen, werden sie nicht oder verspätet bemerkt, können aber zu  ernsten Folgen führen. Eine Chlamydieninfektion kann unbehandelt zur Unfruchtbarkeit führen. Diese Infektion spielt besonders bei jungen Menschen  eine Rolle. 

Die Gonorrhoe, auch Tripper im Volksmund genannt, führt zu entzündlichen Schleimhauterkrankungen des Urogenitaltraktes, Analkanals, Rachens und der Bindehaut. Eine Chlamydieninfektion sowie die Gonorrhoe können antibiotisch gut behandelt werden - je früher, je besser. 

4. Weitere Suchtestangebote (Bluttests): 

Syphilis/ Lues- Suchtest     
Im Rahmen eines landesweiten Projektes kann bis auf Weiteres auch bei entsprechender Risikokonstellation ein kostenloser AK- Suchtest auf  Syphiliserreger (Treponema pallidum) angeboten werden. Ein AK- Suchtest auf Syphiliserreger (Treponema pallidum) kostet vier Euro 

Syphilies/Lues ist eine Geschlechtskrankheit, die ebenfalls auf dem Vormarsch ist und möglichst früh entdeckt werden sollte. Sie ist in den ersten beiden Stadien durch wirksame Antibiotikatherapie gut behandelbar.

Suchtestvoraussetzung: Das  Infektionsrisiko  sollte  zirka zwei bis drei Wochen zurückliegen. Wichtig hierbei  sind Angaben zur Vorgeschichte, insbesondere, ob bereits früher eine solche Infektion schon einmal vorlag und behandelt wurde.

Hepatitis- B- Suchtest
Um eine Hepatitis B Infektion(bei fehlender Impfung) bei entsprechendem Risiko im Einzelfall auszuschließen, werden zwei Suchparameter getestet . Kosten: acht Euro

Hepatitis-C- Suchtest
In Einzelfall ist auch ein Suchtest auf Hepatitis C möglich (HCV-EIA). Kosten: sechs Euro. Es handelt sich um eine virale Leberinfektion, gegen die es bisher - im Gegensatz zu Hepatitis A und B noch keinen Impfstoff gibt, inzwischen jedoch eine Therapieoption.

Ansprechpartner/in

Jürgen Schick

Telefon 07351 52-7662
Telefax 07351 525-0145

juergen.schick(at)biberach.de

Terminvereinbarung

Nur im Ausnahmefall bei der Ansprechpartnerin

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Mittwochs

alle Tests/Untersuchungen mit Beratung

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HIV/Aids/STD Beratungssprechstunde